Traditionelle afrikanische Musik

Traditionelle afrikanische Musik ist eine unscharfe Bezeichnung für die in schwarzafrikanischen Ländern gespielte Musik, die als nicht oder nur gering von Musikstilen außerhalb der Region beeinflusst gilt. Das Wort „traditionell“ konstruiert einen Gegensatz zu akulturierter Musik und setzt eine mehr oder weniger historisch konstant gebliebene afrikanische Musik voraus, die von den seit der europäischen Kolonialzeit hinzugekommenen Einflüssen unterscheidbar ist. Tatsächlich ist die Musik Afrikas seit jeher durch regionalen Kulturaustausch und Weiterentwicklung Veränderungen unterworfen und häufig nicht einzelnen Ethnien zuzuordnen. Zum anderen wird durch eine solche Unterscheidung der starke Einfluss der arabischen Musik vernachlässigt, der westliche Kulturimport dagegen aus einem eurozentrischen Blickwinkel überbetont.

Eine Einteilung in klassische Musik und Unterhaltungsmusik ist eine europäische Kategorisierung und für Afrika nicht anwendbar. Es gibt die nach ihrem Verwendungszweck unterschiedene höfische Musik der Königtümer, rituelle Musik und Unterhaltungsmusik der breiten Bevölkerung, womit Afrikaner jedoch nicht zwangsläufig eine Wertung verbinden. Mit Trommeln gespielte komplexe Rhythmen sind nur ein Aspekt der afrikanischen Musik, von ebensolcher Bedeutung ist eine mündlich überlieferte Gesangstradition. Nach dem Vorkommen bestimmter Musikinstrumente und Spielweisen lassen sich einzelne Stilregionen abgrenzen.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Mario Pacheco stirbt in Madrid. Mario Pacheco war ein spanischer Fotograf und Musikproduzent, der mit dem Label Nuevos Medios den Nuevo Flamenco und damit die Verschmelzung von Flamenco mit Blues, Jazz und afrikanischer Musik förderte.
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Gestorben: Juma Santos stirbt in Chicago. Juma Santos, auch Jumma Santos und Jim Riley war ein Perkussionist, der sich intensiv mit afrikanischer Musik beschäftigte und diese in den Jazz- und Fusionbereich eintrug.

1985

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Geboren: Mdou Moctar wird in Abalak geboren. Mdou Moctar ist ein nigrischer Gitarrist und Singer-Songwriter. Er ist ein bedeutender Vertreter des Tuareg Blues, der Elemente des Blues und Rock mit der traditionellen afrikanischen Musik der Tuareg vereint.

1980

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Geboren: Simphiwe Dana wird in Butterworth, Transkei geboren. Simphiwe Dana ist eine südafrikanische Sängerin. Mit der traditionellen Musik ihrer Heimat aufgewachsen, verbindet sie in ihrem Œuvre afrikanischen Pop, Hip-Hop, Soul, Gospel und Jazz. In Südafrika zählt sie seit einigen Jahren zu den bekanntesten Stars, in Europa ist sie vor allem im Bereich der so genannten Weltmusik bekannt.
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Geboren: Akon wird in St. Louis, Missouri als Aliaune Badara Akon Thiam geboren. Akon ist ein US-amerikanischer Musiker, Songwriter und Musikproduzent senegalesischer Herkunft. Seine Musikrichtungen basieren auf Hip-Hop, Rap, Contemporary R&B, Pop und traditioneller afrikanischer Musik. Er ist außerdem Gründer der Musiklabel Konvict Muzik und Kon Live Distribution.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

2001

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Gründung: CYNE (gesprochen „sign“, Akronym für „Cultivating Your New Experience“) ist eine aus Gainesville, Florida stammende Alternative Hip-Hop-Gruppe. Sie besteht aus den Rappern Akin (Akin Yai) und Cise Star (Clyde Graham) sowie den Produzenten Speck (Michael Gersten) und Enoch (David Newell). Ihre Musik weist verschiedenste Einflüsse von Neo Soul über Trip Hop bis zu traditioneller afrikanischer Musik auf. Die Inhalte von Akins und Cise Stars metaphernreichen Texten sind oft politisch und sozialkritisch, durch ihre jeweilige Herkunft auch panafrikanisch und religiös geprägt.

Musik

2010

Diskografie:
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Afrika Kompilo. (afrikanische Musik; mit Vigla Muziko, Konga Espero und Mayoma) (Jean-Marc Leclercq)

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