Tragfläche

Die Tragfläche, auch Tragflügel, oder Flügel ist ein Bauteil eines Fahrzeugs, dessen Hauptaufgabe in der Erzeugung von dynamischem Auftrieb besteht. Die Funktion des Tragflügels besteht darin, durch Beeinflussung der Umströmung eine ausreichend große Kraft senkrecht zur Anströmrichtung zu erzeugen. Diese Kraft ist der Auftrieb, der ein Flugzeug in der Luft hält, oder ein Tragflächenboot aus dem Wasser hebt.

An Flugzeugen sind Tragflächen meist mit Klappen ausgestattet, mit denen die Fluglage oder der Auftrieb oder der Luftwiderstand beeinflusst werden kann. Bei großen Flugzeugen hängen zumeist Triebwerke daran, zudem befinden sich die Treibstofftanks in den Tragflächen. Der Abstand zwischen linker und rechter Tragflächenspitze wird als Spannweite bezeichnet.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Wolfgang Liebe (Ingenieur) stirbt in Berlin. Wolfgang Liebe war ein deutscher Luftfahrt ingenieur, der sich vor allem mit der Entwicklung aerodynamischer Verbesserungen des Strömungsabrissverhaltens von Tragflächen beschäftigte.
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Gestorben: Domina Jalbert stirbt. Domina Cleophas Jalbert war ein kanadischer Aerodynamiker und gilt als Erfinder des matratzenförmigen Flächenfallschirms. Durch die Nutzung von Ballon-, Fallschirm-, Tragflächen- und Drachenmerkmalen gelang ihm die Erfindung einer gestängelosen, durch den Fahrtwind (Staudruck) aufgeblasenen und dadurch steifen Tragfläche mit enormer Auftriebskraft, die Parafoil (Gleitsegel). 1964 meldete er die Parafoil zum Patent an. Sie ermöglichte die Ablösung der damals verwendeten Rundkappen-Fallschirme. Das Prinzip dient der Konstruktion heutiger Fläschenfallschirme für das Gleitschirmfliegen, Fallschirmspringen oder Kitesurfen.
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Geboren: Wolfgang Liebe (Ingenieur) wird in Gandersheim geboren. Wolfgang Liebe war ein deutscher Luftfahrt ingenieur, der sich vor allem mit der Entwicklung aerodynamischer Verbesserungen des Strömungsabrissverhaltens von Tragflächen beschäftigte.
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Gestorben: Otto Lilienthal stirbt in Berlin, Deutsches Reich, nach einem Absturz mit einem seiner Flugapparate. Karl Wilhelm Otto Lilienthal war ein deutscher Luftfahrtpionier. Nach heutigem Wissen war er der erste Mensch, der erfolgreich und wiederholbar Gleitflüge mit einem Flugzeug (Hängegleiter) absolvierte und dem Flugprinzip schwerer als Luft damit zum Durchbruch verhalf. Seine experimentellen Vorarbeiten führten zur bis heute gültigen physikalischen Beschreibung der Tragfläche. Die Produktion des Normalsegelapparates in seiner Maschinenfabrik in Berlin war die erste Serienfertigung eines Flugzeugs. Sein Flugprinzip war das des heutigen Hängegleiters und wurde von den Gebrüdern Wright zum Prinzip des Flugzeugs weiterentwickelt.
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Geboren: Otto Lilienthal wird in Anklam, Königreich Preußen geboren. Karl Wilhelm Otto Lilienthal war ein deutscher Luftfahrtpionier. Nach heutigem Wissen war er der erste Mensch, der erfolgreich und wiederholbar Gleitflüge mit einem Flugzeug (Hängegleiter) absolvierte und dem Flugprinzip schwerer als Luft damit zum Durchbruch verhalf. Seine experimentellen Vorarbeiten führten zur bis heute gültigen physikalischen Beschreibung der Tragfläche. Die Produktion des Normalsegelapparates in seiner Maschinenfabrik in Berlin war die erste Serienfertigung eines Flugzeugs. Sein Flugprinzip war das des heutigen Hängegleiters und wurde von den Gebrüdern Wright zum Prinzip des Flugzeugs weiterentwickelt.

Natur & Umwelt

Katastrophen:
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Beim Landeanflug auf Bilbao endet der Iberia-Flug 610 in einer Katastrophe. Das Flugzeug verliert nach Kollision mit einer Antennenanlage auf dem Berg Oiz die linke Tragfläche. Der folgende Absturz kostet alle 148 Insassen das Leben.

Akaflieg Darmstadt

2009

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D-34 (D34a,bc,d): Die D-34 ist die erste Nachkriegskonstruktion der Akaflieg Darmstadt. Es ist ein Schulterdecker mit einem einteiligen Flügel. Der Rumpf ist mit einem T-Leitwerk versehen. Sie entstand in vier gebauten Varianten: D-34a (1955, Konstrukteure W. Sarnes, H. J. Merklein), D-34b (1957, Konstrukteur G. Jacoby), D-34c (1958, Konstrukteur M. Rade) und D-34d (1961, Konstrukteure A. Puck, K. Weise und H. Wurtinger). Das Flugzeug war vor allem ein Erprobungsträger für neue Werkstoffe und Bauweisen. Die D-34d ging bei einem schweren Unfall in Samedan am 25. Juli 1965 verloren. Die D-34a besaß einen Sperrholzflügel, der mit Schaumstoff gefüllt war. Die Enden waren als Wirbelkeulen ausgeführt. Als Fahrwerk diente eine Kufe. Bei der D-34b wurde ein neuer Rumpf gebaut, der über ein Einziehfahrwerk verfügte. Der Flügel wurde wie bei der „a“-Version gebaut, allerdings wurde die Flügelfläche auf 8,0? m² verringert und so die Streckung auf 20 vergrößert. Die D-34c bekam abweichend von ihren Geschwistern einen bespannten Stahlrohrrumpf. D-34d wiederum übernahm den Rumpf der „b“-Variante. Ihr Flügel wurde aus einer holmlosen GfK-Schale hergestellt, der eine Stützstruktur aus Papierwaben enthielt. Die D-34c befindet sich heute im Depot des Segelflugmuseums Wasserkuppe.

Tagesgeschehen

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New York/Vereinigte Staaten: Eine Notwasserung auf dem Hudson River überstehen alle 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord eines Airbus A320 der US-Fluggesellschaft US Airways unverletzt. Die Maschine war auf dem Weg vom New Yorker Flughafen LaGuardia nach Charlotte. Der Pilot hatte kurz nach dem Start über Probleme mit einem Vogelschwarm berichtet. Augenzeugen gaben an, das Flugzeug sei nach dem Start nicht schnell genug gestiegen und habe dann an Höhe verloren, Passagiere berichteten über Triebwerksprobleme und Triebwerksausfall. Dem Piloten gelang anschließend eine Notwasserung der vollbesetzten Maschine auf dem Hudson River. Die herbeigeeilten Rettungskräfte und Fährschiffe konnten die Passagiere, welche sich teilweise auf den Tragflächen vor den eiskalten Wassertemperaturen in Sicherheit gebracht hatten, an Land bringen. Anschließend konnte ein vollständiges Versinken der Maschine verhindert und das Flugzeug zu einem etwa 3 km flussabwärts gelegenen Bootsanleger geschleppt und dort vertäut werden. Bilder vom Unglücksort auf welt.de

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