Tristan-Akkord

Der Tristan-Akkord ist ein in Richard Wagners 1865 uraufgeführtem MusikdramaTristan und Isoldeleitmotivisch“ verwendeter Akkord. Er erklingt zu Beginn des Werkes im zweiten Takt des Vorspiels (von Wagner als „Einleitung“ bezeichnet) in den Celli und Holzbläsern; die Vortragsanweisung lautet: „langsam und schmachtend“.

Der Akkord entzieht sich wegen seiner harmonischen Undurchsichtigkeit bis heute einer einfachen bzw. allgemein akzeptierten Deutung. Es hat immer wieder sehr unterschiedliche Versuche gegeben, ihn funktionsharmonisch zu interpretieren. Seine Vieldeutigkeit ist zudem typisch für die extrem chromatische und tonal unstete Harmonik der Tristan-Partitur, in der Ernst Kurth eine Krise der romantischen Harmonik sah.

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Kunst & Kultur

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Musik & Theater: Im Königlichen Hof- und Nationaltheater in München wird Wagners Tristan und Isolde unter der Leitung von Hans von Bülow mit triumphalem Erfolg uraufgeführt. Der Sänger der Titelrolle, Ludwig Schnorr von Carolsfeld, stirbt nur wenige Tage später im Alter von nur 29 Jahren, was die Rolle des Tristan bis heute als „mörderisch“ gelten lässt. Musikalisch wirken Wagners Neuerungen vor allem auf dem Gebiet der Harmonik, wie zum Beispiel der Tristan-Akkord, bis in die letzte Phase der romantischen Musik nach.

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