Tscheljabinsk

Stadt
Tscheljabinsk
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FlaggeWappen
Flagge
FderationskreisUral
OblastTscheljabinsk
StadtkreisTscheljabinsk
Innere Gliederung7 Bezirke
BrgermeisterStanislaw Moscharow
Gegrndet1736
Stadt seit1787
Flche486km
Bevlkerung1.130.132 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)
Bevlkerungsdichte2325 Einwohner/km
Hhe des Zentrums220m
ZeitzoneUTC+5
Telefonvorwahl(+7) 351
Postleitzahl454xxx
Kfz-Kennzeichen74, 174
OKATO75401
Websitewww.cheladmin.ru
Geographische Lage
Koordinaten559?N, 6124?OKoordinaten:559?0?N, 6124?0?O

Fderationskreis

Tscheljabinsk (Russland)

Tscheljabinsk (Oblast Tscheljabinsk)

Tscheljabinsk [t͡ʃɛlʲˈjabɪnsk] (Audio-Datei / HörbeispielAussprache?/i, russischЧелябинск, wiss. Transliteration Čeljabinsk) ist eine russische Großstadt am Ural mit 1.191.994 Einwohnern (2016). Sie ist Verwaltungssitz der Oblast Tscheljabinsk und siebtgrößte Stadt Russlands.



Geschichte




Tscheljabinsk wurde 1736 erstmals als Festung erwähnt. Der Name der Stadt entstammt vermutlich regional uralischen Turksprachen, „Tscheljabi“ bedeutet dort „die Edlen“. Ende des 18. Jahrhunderts war die Stadt ein regionales Verwaltungszentrum und auch Schauplatz der Auseinandersetzungen beim Aufstand des Bauernführers Jemeljan Iwanowitsch Pugatschow gegen Katharina die Große.Bis weit ins 19. Jahrhundert blieb Tscheljabinsk eine Kleinstadt. Gegen Ende der Zarenzeit und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Eisenbahnverbindungen nach Moskau und Jekaterinburg hergestellt, was zu einer schnellen industriellen Entwicklung führte. Die Stadt wurde rasch zu einem der wichtigsten Industriestandorte im zaristischen Russland bzw. der Sowjetunion. Das zur Fertigung von Kettenschleppern 1933 gegründete Traktorenwerk (heute Tscheljabinski Traktorny Sawod – URALTRAK) wurde im Zweiten Weltkrieg zu einem wichtigen Produzenten von Rüstungsgütern für die Rote Armee. Neben Raketenwerfern („Stalinorgeln“) fertigte das Werk vor allem gepanzerte Kettenfahrzeuge wie die KW-1 und T-34 Panzer sowie Selbstfahrlafetten der Typen SU-152/ISU-152. In der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges erhielt die Stadt daher den Namen Tankograd – „Panzerstadt“.Tscheljabinsk war ein Standort innerhalb des sowjetischen Gulag-Systems. Das Tscheljabinsker ITL (Besserungsarbeitslager) bestand von November 1941 bis Oktober 1951. Inhaftiert waren bis zu 15.400 Personen, die beim Bau eines Hüttenwerks, im Industrie-, Straßen-, Zivil- und Wohnungsbau sowie bei der Förderung von Bodenschätzen eingesetzt wurden.Außerdem befand sich das Kriegsgefangenenlager68 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs in Tscheljabinsk. Schwer Erkrankte wurden im Kriegsgefangenenhospital 5882 versorgt. Etwa 12 km östlich der Stadt gab es ein Kriegsgefangenen-Massengrab.Seit Mitte der 1970er Jahre macht Tscheljabinsk große Fortschritte im Bereich Kultur. Gefördert wurde diese Entwicklung durch eine zentrale Skulpturenmeile in der 2004 zur Fußgängerzonen umgestalteten Kirow-Straße. Die militärische Produktion wurde im neuen Russland zugunsten einer stärkeren Gewichtung ziviler Fertigung verdrängt – so stellt das heutige URALTRAK-Werk vorwiegend Baufahrzeuge her....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Wadim Nikolajewitsch Glowazki stirbt in Tscheljabinsk, Russland. Wadim Nikolajewitsch Glowazki war ein kasachischer Eishockeyspieler, der in seiner aktiven Zeit von 1985 bis 2006 unter anderem für den HK Traktor Tscheljabinsk, HK Metallurg Magnitogorsk, Sewerstal Tscherepowez, HK Spartak Moskau und HK Sibir Nowosibirsk in der russischen Superliga gespielt hat.
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Gestorben: Waleri Jewgenjewitsch Karpow stirbt in Tscheljabinsk, Russische SFSR. Waleri Jewgenjewitsch Karpow war ein russischer Eishockeyspieler, der in seiner aktiven Zeit von 1988 bis 2006 unter anderem für die Mighty Ducks of Anaheim in der National Hockey League in Nordamerika spielte.
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Gestorben: Igor Dmitrijewitsch Kurnossow stirbt in Tscheljabinsk. Igor Dmitrijewitsch Kurnossow war ein russischer Schach-Großmeister.
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Gestorben: Alexander Igorewitsch Kaljanin stirbt in Tunoschna bei Jaroslawl. Alexander Igorewitsch Kaljanin war ein russischer Eishockeyspieler, der während seiner Karriere unter anderem beim HK Traktor Tscheljabinsk und Lokomotive Jaroslawl in der Superliga sowie Kontinentalen Hockey-Liga unter Vertrag stand.
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Gestorben: Arlen Wiktorowitsch Bljum stirbt in Sankt Petersburg. Arlen Wiktorowitsch Bljum war ein sowjetischer bzw. russischer Bibliograph und Historiker, der sich auf die Geschichte der Zensur in der Sowjetunion spezialisiert hatte. Er war seit 1955 Doktor der Pädagogik und später Professor an der russischen staatlichen Universität für Kultur und Kunst in Sankt Petersburg. Nach seiner Promotion erhielt er eine Stelle in Tscheljabinsk, wo er für mehrere Jahre tätig war. In den Jahren 1958 bis 1962 war er Bibliograph der universellen wissenschaftlichen Bibliothek der Oblast Tscheljabinsk. Viele Arbeiten Bljums behandeln die Geschichte des Buches in den sowjetischen Provinzen und die Zensur in der Sowjetunion.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1999

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Gründung: Gitanes Blondes (französisch) ist eine deutsche Musikgruppe aus München, die sich vor allem den musikalischen Stilrichtungen Klezmer, Balkan-Folk und Jazz widmet. Zu der Gruppe gehören der gebürtige Kroate Mario Korunic (Geige), der aus dem russischen Tscheljabinsk stammende Konstantin Ischenko (Akkordeon) sowie Christoph Peters (Gitarre) und Simon Ackermann (Kontrabass), die beide aus München kommen. Alle vier Musiker studierten an renommierten Ausbildungsstätten für klassische Musik. Der Name (deutsch: Blonde Zigeuner) bezieht sich auf die ungewöhnliche Konstellation der Balkanmusik spielenden Mitteleuropäer.

Strategien der USA / NATO

1945

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beauftragte US-Präsident Harry S. Truman die US Air Force einen Operationsentwurf für einen möglichen Krieg mit der UdSSR auszuarbeiten. Im Dezember wurde unter Führung von General Dwight Eisenhower der Plan Operation Totality (JIC 329/1) ausgearbeitet, der bei einem sowjetischen Überraschungsangriff den Abwurf von bis zu 30 Atombomben auf 20 sowjetische Städte vorsah. Hierzu zählten: Moskau, Gorki, Kuibyschew, Swerdlowsk, Nowosibirsk, Omsk, Saratow, Kasan, Leningrad, Baku, Taschkent, Tscheljabinsk, Nischni Tagil, Magnitogorsk, Molotow/Perm, Tiflis, Stalinsk/Nowokusnezk, Grosny, Irkutsk und Jaroslawl.Damit sollte Zeit für eine Mobilmachung der konventionellen Streitkräfte gewonnen werden. Dieser Plan wurde bis Mai 1948 mehrmals ergänzt, im Dezember 1948 sah er bereits den Abwurf von 133 Atombomben auf 20 sowjetische Städte vor. Im Falle einer Eskalation einer Krise war auch ein Präventivschlag (First Strike) gegen die Sowjetunion vorgesehen. (Nuklearstrategie)

Städtepartnerschaften

2012

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China Volksrepublik Harbin, Volksrepublik China, seit

2004

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China Volksrepublik Ürümqi, Volksrepublik China, seit

2000

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Vereinigtes Konigreich Nottinghamshire, Vereinigtes Königreich, seit

2000

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Israel Ramla, Israel, seit

1995

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Vereinigte Staaten Columbia, Vereinigte Staaten, seit

Natur & Umwelt

Ereignisse > Katastrophen:
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Bei Tscheljabinsk tritt ein Meteor in die Erdatmosphäre ein und explodiert 30 bis 50 Kilometer über dem Erdboden. Die darauffolgende Druckwelle beschädigt rund 3500 Gebäude. 1491 Menschen werden durch umherfliegende Glassplitter verletzt. Es ist der größte Meteor seit dem Eintritt des Tunguska-Meteoriden. (15. Februar)

Tagesgeschehen

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Tscheljabinsk/Russland: Bei einem Meteoriteneinschlag im Ural werden mehr als 700 Menschen verletzt.

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