Mantelstromtriebwerk

Ein Mantelstromtriebwerk ist ein Nebenstromtriebwerk, Zweistromstrahltriebwerk oder Zweistrom-Turbinen-Luftstrahltriebwerk (ZTL). Der äußere Luftstrom „ummantelt“ den inneren Kernstrom, der am eigentlichen thermodynamischen Kreisprozess (Luft verdichten, aufheizen, expandieren und Energie liefern) der Gasturbine teilnimmt. Da der Mantelstrom bei modernen Triebwerken meist den Großteil der Schubkraft liefert (häufig über 80 %), kann man die Schubwirkung des Kerntriebwerks vernachlässigen und es im Wesentlichen als Motor für Fan und Mantelstrom betrachten. Der Mantelstrom bewirkt auch eine Verringerung der Strahlgeschwindigkeit (ausgestoßener Luft-Abgas-Strahl) mit der Folge eines niedrigeren Treibstoffverbrauchs und geringerer Schallemission gegenüber einem Einstrom-Strahltriebwerk gleicher Schubkraft.

Nahezu alle strahlgetriebenen zivilen Flugzeuge werden heutzutage wegen der erhöhten Wirtschaftlichkeit und der lärmreduzierenden Wirkung des Mantelstromes mit den auch Turbofan genannten Mantelstromtriebwerken ausgerüstet. Bei Kampfflugzeugen ist der Nebenstromanteil zu Gunsten einer maximalen Endgeschwindigkeit jedoch gering bis sehr gering, da sich dieser Vorteil bei hohen Geschwindigkeiten (größer Mach 0,7–0,9) verliert.

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Geschichte

747 n. Chr.

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Pratt & Whitney JT9D-Turbofantriebwerk einer Boeing

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