Umm-al-Qura-Moschee

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Die Umm-al-Qura-Moschee (2003)
Bild: SGT Igor Paustovski
Lizenz: PD US Army

Die Umm-al-Qura-Moschee (arabisch جامع أم القرى, DMG Ǧāmiʿ Umm al-Qurā) ist eine sunnitische Moschee im Viertel al-Ghazaliyya im Westen von Bagdad. Sie ist die größte Moschee der Stadt und die Zentrale der Moscheenverwaltung Bagdads. Der Name bedeutet Mutter aller Städte – ein Synonym für die islamische Pilgerstadt Mekka.



Inhaltsverzeichnis



Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umm-al-Qura-Moschee im April 2004
Bild: SGT Igor Paustovski
Lizenz: PD US Army

Die Moschee wurde anlässlich des „Sieges“ des irakischen Diktators Saddam Hussein im Zweiten Golfkrieg errichtet. Ihr ursprünglicher Name lautete Umm al-Ma'arik („Mutter aller Schlachten“). Diesen Namen hatte Hussein dem Zweiten Golfkrieg gegeben. Der Grundstein wurde gelegt am 28. April 1998, dem 65. Geburtstag Husseins; sie wurde am 28. April 2001 fertiggestellt. Um die Moschee herum ist ein Bassin angelegt, das die Form der arabischen Welt hat. Nach Saddam Husseins Herrschaft wurde die Moschee umbenannt.

Ein im Dezember 2002 veröffentlichter Bericht der New York Times verbreitete die Interpretation, dass vier Minarette jeweils den Lauf einer AK-47 und vier weitere jeweils eine Scud-Rakete darstellten. Diese Lesart wurde jedoch von Architekturkritiker Deyan Sudjic als Kriegspropaganda kritisiert, die zur Legitimierung des Kriegseintritts der USA beigetragen habe.

Am 28. August 2011 drang ein als Bettler verkleideter Selbstmordattentäter in die Moschee ein und tötete mindestens 28 Menschen, darunter auch Kinder und einen Parlamentsabgeordneten.



Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Moschee beherbergte auch den sogenannten Blut-Koran, der während der Diktatur Husseins angeblich mit dessen Blut geschrieben worden war. Nach Saddam Husseins Tod wurde dieser Koran aus dem Verkehr gezogen, er konnte jedoch nicht vernichtet werden, da es im Islam verboten ist, den Koran zu vernichten.



Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ? abSelbstmordanschlag auf Moschee. In: Sddeutsche Zeitung.29.August 2011, abgerufen am 29.August 2011.
  2. ?Al Husaini, Mudhafer. ?Today Was a Good Day?.? At War: Notes from the Front Lines, New York Times, 28 November 2008 (englisch)
  3. ?Deyan Sudjic (2005). The Edifice Complex. London: Penguin, https://books.google.de/books?id=P1_FX5YK5PsC&pg=PT8
  4. ?28 Menschen sterben bei Anschlag auf Moschee. In: Die Welt.29.August 2011, abgerufen am 2.September 2011 (deutsch).
  5. ?Iraqi leader?s Koran 'written in blood'. BBC News, 25. September 2000
  6. ?David Blair: Saddam has Koran written in his blood. Telegraph. 14.Dezember 2002. Abgerufen am 2.Mai 2013.

33.33771144.296058Koordinaten: 33° 20′ 16″ N, 44° 17′ 46″ O

Die Umm-al-Qura-Moschee (arabisch جامع أم القرى, DMGǦāmiʿ Umm al-Qurā) ist eine sunnitische Moschee im Viertel al-Ghazaliyya im Westen von Bagdad. Sie ist die größte Moschee der Stadt und die Zentrale der Moscheenverwaltung Bagdads. Der Name bedeutet Mutter aller Städte – ein Synonym für die islamische Pilgerstadt Mekka.

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Tagesgeschehen

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Bagdad/Irak: Bei einem Selbstmordanschlag in der sunnitischenUmm-al-Qura-Moschee kommen mindestens 28 Menschen ums Leben und mehr als 37 weitere werden verletzt.

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