Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) war eine sozialistische Partei im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Von Sozialdemokraten in der zweiten Hälfte des Ersten Weltkrieges gegründet, war sie eine Abspaltung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) (die sich dann MSPD nannte). Die USPD bestand nach massiven Parteieintritten von SPD-Mitgliedern, Gründungen von parteiinternen Organisationen und deren Abspaltung sowie zahlreichen Aus- bzw. Übertritten in andere Parteien letztlich bis 1931.

Die Partei ging aus der im Jahre 1916 von der SPD-Reichstagsfraktion (der 13. Wahlperiode) abgespaltenen Fraktionsgemeinschaft Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft hervor. Die Auseinandersetzungen innerhalb der SPD, einschließlich ihrer Fraktion begannen mit unterschiedlichen Standpunkten in der Frage für oder gegen den Krieg (siehe auchBurgfriedenspolitik). In diesem Zusammenhang stimmten während des Ersten Weltkrieges Hugo Haase, Karl Liebknecht und andere Angehörige der SPD-Fraktion gegen Kriegskredite im Parlament des Deutschen Reiches bzw. nahmen an den Abstimmungen nicht teil. Zu den Abstimmungsgegnern gehörten nicht nur Parteilinke, sondern auch Vertreter anderer SPD-Parteiströmungen. Ihnen allen gegenüber eskalierte die Disziplinierungspolitik der Mehrheit der Fraktion, ihrer Führung und anderer Teile der Partei. Selbst die Kritik innerhalb SPD gegen den Kreis um Haase uferte aus und nahm u. a. auch judenfeindliche Formen an.

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Bürgerschaft von 1920 bis 1933 > Parteien

1922

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USPD = Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands von 1916 bis (Bremische Bürgerschaft von 1854 bis 1933: Wahlergebnisse und Mitglieder)

Geboren & Gestorben

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Gestorben: Hermann Herberts stirbt in Wuppertal. Hermann Herberts war ein deutscher Journalist und Politiker der (USPD, SPD).
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Gestorben: Hans Jendretzky stirbt in Berlin. Hans Jendretzky war ein deutscher Politiker (USPD, KPD, SED) in der Weimarer Republik und der DDR.
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Gestorben: Hans Stade stirbt. Hans Stade war ein deutscher Gewerkschafter (DMV, DGB) und Politiker (SPD, USPD). Er war von 1946 bis 1954 Mitglied des Landtags von Schleswig-Holstein.
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Gestorben: Stanislaw Trabalski stirbt in Leipzig. Stanislaw Bonislaw Boleslaw Trabalski war ein deutscher Politiker (SPD, USPD, SED).

Europa

1917

Weitere Ereignisse in Europa:
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6. - 8. April: Gründung der USPD in Gotha

Persönlichkeiten > Söhne und Töchter der Gemeinde

1920

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August Allruth (1873–1922), Waldarbeiter und Politiker (USPD) und Mitglied des Braunschweigischen Landtages März-Mai (Delligsen)

Bürgerschaft von 1920 bis 1933 > Anzahl der Mitglieder nach Parteien geordnet

1920

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USPD 37, DVP 25, SPD 22, DDP 18, DNVP 7, Wirtschaftliche Verbände 6, KPD 5 (Bremische Bürgerschaft von 1854 bis 1933: Wahlergebnisse und Mitglieder)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1920

Werk:
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Jean Longuet, der Führer der französischen Sozialisten, über das Moskauer Diktat. Rede auf dem Parteitag der USPD. in Halle. Manifest der Parteileitung der Unabhängigen Sozialdemokratie Deutschlands. Leipziger Buchdruckerei, Leipzig

Weimarer Republik > Die Vorsteher der Berliner Stadtverordnetenversammlung von 1918 bis 1933

Sport

1920

Wahlergebnisse > Wahlergebnisse von 1919 bis 1933:
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USPD 37, DVP 25, SPD 22, DDP 18, DNVP 7, Wirtschaftliche Verbände 6, KPD 5 (Bremische Bürgerschaft)

1919

Wahlergebnisse > Wahlergebnisse von 1919 bis 1933:
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SPD 67, DDP 39, USPD 38, Landeswahlverband (DVP und DNVP) 29, KPD 15, Wirtschaftliche Verbände 12 (Bremische Bürgerschaft)

Politik & Weltgeschehen

1921

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Politik > Provinziallandtag: SPD 22,7? % – 25 Sitze | DNVP 19,1? % – 21 Sitze | KPD 17,3? % – 19 Sitze | DVP 14,6? % – 16 Sitze | USPD 10,9? % – 12 Sitze | DDP 10,0? % – 11 Sitze | Zentrum 3,6? % – 4 Sitze | Landbund 1,8? % – 2 Sitze (Provinz Sachsen)

1921

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Politik > Wahlen zum Provinziallandtag: SPD 34,1? % – 31 Sitze | Bürgerliche Vereinigung 17,7? % – 16 Sitze | DNVP 17,5? % – 16 Sitze | DVP 11,0? % – 10 Sitze | USPD 8,8? % – 8 Sitze | DDP 6,6? % – 6 Sitze | KPD 3,3? % – 3 Sitze | Zentrum 1,2? % – 1 Sitz | WP 1,0? % – 1 Sitz (Provinz Brandenburg)
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Deutsches Reich: Der Berliner Polizeipräsident Emil Eichhorn (USPD) wird vom Rat der Volksbeauftragten unter Friedrich Ebert entlassen. Das führt am folgenden Tag zu Massendemonstrationen und zum Beginn des Spartakusaufstands.
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Der Zerfall der Mittelmächte: Der Spartakusbund beschließt in Berlin seine Trennung von der USPD und die Gründung einer eigenen Partei.

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