Unglück von Eyemouth

Das Unglück von Eyemouth war eine Sturmkatastrophe, die sich am 14. Oktober 1881 vor der Ostküste Schottlands ereignete und insbesondere die Hafenstadt Eyemouth betraf. Es gilt als die folgenschwerste Katastrophe in der Geschichte der schottischen Fischerei und als „Schwarzer Freitag“ (englisch Eyemouth’s Black Friday) in der Stadtgeschichte von Eyemouth.

An diesem Tag, der an der schottischen Ostküste mit Sonnenschein, wolkenlosem Himmel und ruhiger See anfing, begann ohne erkennbare Anzeichen kurz vor Mittag ein außergewöhnlich starker Orkan, durch den 189 in dieser Region ansässige Fischer starben. Zu den Opfern zählten 129 Fischer aus Eyemouth und damit rund ein Drittel der männlichen Bevölkerung des Ortes. 73 Frauen aus Eyemouth verloren ihren Ehemann und 263 Kinder ihren Vater. 19 Boote, rund die Hälfte der örtlichen Fischereiflotte, sanken oder wurden aufgrund des gezeitenbedingt niedrigen Wasserstandes während des Sturms bei ihrer Rückkehr an der steinigen Küste vor der Stadt zerstört, in vielen Fällen in Sichtweite der wartenden Angehörigen der Fischer und der Einwohner der Stadt. Nur von 30 Opfern wurden später die Leichen gefunden. Einer Bootsbesatzung gelang es, zwei Tage lang auf See auszuhalten und nach dem Abklingen des Sturms den Hafen zu erreichen.

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