Union Südamerikanischer Nationen

Die Union Südamerikanischer Nationen (spanischUnión de Naciones SuramericanasUNASUR, portugiesischUnião das Nações Sul-AmericanasUNASUL, englischUnion of South American Nations, niederländischUnie van Zuid-Amerikaanse Naties) ist eine Internationale Organisation der zwölf südamerikanischen Staaten. Der Gründungsvertrag wurde am 23. Mai 2008 in Brasília (Brasilien) unterzeichnet. Das Hauptsekretariat der Staatenunion hat seinen Sitz in Quito (Ecuador), die Mitgliederversammlung in Cochabamba (Bolivien). Einen Beobachterstatus besitzen Mexiko und Panama.



Geschichte




Auch vor der Gründung der Gemeinschaft gab es südamerikanische Integrationsbemühungen. Der ehemalige brasilianische Präsident Fernando Henrique Cardoso hatte bereits erfolglos versucht, die Länder des Kontinents zu Verhandlungen zu bringen, unter anderem um den Einfluss der USA zurückzudrängen.Am 16. Dezember 2003 unterzeichneten die Mitgliedsländer von Mercosur und Andengemeinschaft eine Vereinbarung über eine gemeinsame Freihandelszone.Vorausgegangen waren der Kooperation drei Gipfeltreffen, die in den Jahren 2000, 2002 und 2004 stattfanden. Auf dem dritten Gipfel am 8. Dezember 2004 im peruanischen Cusco, am 180. Jahrestag der Schlacht bei Ayacucho, die 1824 das Ende der spanischen Kolonialherrschaft besiegelt hatte, unterschrieben die Präsidenten oder Vertreter von zwölf südamerikanischen Staaten die Erklärung von Cuzco. Diese war ein zweiseitiger Beschluss, in dem sie sich verpflichteten, ihre Politik abzustimmen und den Handel zu liberalisieren. Die bereits bestehenden Verträge des Mercosur und des Andenpakts sollten zu einer großen Freihandelszone zusammengeschlossen werden. Der formell gegründete lose Staatenbund firmierte unter dem Namen Südamerikanische Staatengemeinschaft (spanisch Comunidad Sudamericana de Naciones, portugiesisch Comunidade Sul-Americana de Nações, englisch South American Community of Nations, niederländisch Zuid-Amerikaanse Statengemeenschap, abgekürzt CSN).Im April 2007 wurde beschlossen, das Hauptsekretariat der Union in Quito (Ecuador) einzurichten und den Namen der intensiveren Kooperation anzupassen.Der seit Mai 2007 für das Amt des Generalsekretärs vorgesehene ehemalige ecuadorianische Präsident Rodrigo Borja zog einen Tag vor der Unterzeichnung der Gründungsurkunde seine Kandidatur zurück, da ihm die für das Amt vorgesehenen Entscheidungskompetenzen nicht ausreichten.Am 10. März 2009 wurde ein gemeinsamer Verteidigungsrat eingerichtet, der sich aber nicht als ein herkömmliches Militärbündnis versteht, sondern als ein Gesprächsforum der Verteidigungsminister der Mitgliedsländer....

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Geboren & Gestorben

Geboren:
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Rodrigo Borja wird in Quito geboren. Rodrigo Borja Cevallos ist ein ecuadorianischer Politiker, Rechtsanwalt und Hochschullehrer. Er war von 1988 bis 1992 Präsident der Republik Ecuador und ist derzeit Generalsekretär der Union Südamerikanischer Nationen.

Politik & Weltgeschehen

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Unterzeichnung der Gründungsurkunde der Union Südamerikanischer Nationen in Brasília

Tagesgeschehen

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Georgetown/Guyana: Die Union Südamerikanischer Nationen ernennt die ehemalige kolumbianische Außenministerin María Emma Mejía zu ihrer Generalsekretärin.
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Buenos Aires/Argentinien: Die Union Südamerikanischer Nationen ernennt den ehemaligen argentinischen Präsidenten Néstor Kirchner zu ihrem ersten Generalsekretär.
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Cuzco/Peru. Vertreter der 12 Staaten Südamerikas kommen im peruanischen Cuzco zusammen und vereinbaren in der Erklärung von Cuzco die Gründung der Südamerikanischen Staatengemeinschaft.

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