Untersteiermark

Die Untersteiermark (Spodnja Štajerska) (4) als eine der fünf historischen Landschaften Sloweniens.

Die Untersteiermark (im einstigen slowenischen Sprachgebrauch, der dem deutschen entsprach, Spodnja Štajerska, heute slovenska Štajerska oder nur Štajerska,kroatischDonja Štajerska) ist jener Teil des ehemaligen Herzogtums Steiermark, der zwischen der unteren Mur und der oberen Save liegt. Sie hat eine Fläche von 6050 km². Das Gebiet gehört de facto seit Ende Oktober 1918 und de jure seit dem Vertrag von St. Germain, 1919, zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, seit 1929 Jugoslawien, und seit 1991 zum neuen Staat Slowenien. Die Untersteiermark ist nicht identisch mit der Südsteiermark, dem Südteil des heutigen österreichischen Bundeslandes Steiermark.



Geschichte




Die Gebiete der Untersteiermark waren während des Mittelalters im Besitz verschiedener Adelsfamilien, deren wichtigste nicht Vasallen der steirischen Herzöge, sondern reichsfrei waren. Relativ eigenständig waren die Grafschaft hinter dem Drauwald um Marburg an der Drau und die Grafschaft Cilli. Beginnend im 12. Jahrhundert erwarben die Markgrafen und Herzöge der Steiermark mehr und mehr Besitztümer im Gebiet der Untersteiermark. Mit dem Aussterben der Grafen von Cilli (1456) konnte Kaiser Friedrich III. deren bedeutenden Besitz mit dem Herzogtum Steiermark vereinigen. Der Ausbau der untersteirischen Städte und die Herausbildung eines städtischen Bürgertums erfolgte in erster Linie durch den seit dem Mittelalter ansässigen deutschsprachigen Bevölkerungsteil.Die Auffassung darüber, welches Gebiet als „Untersteiermark“ (oder „styria inferior“) zu verstehen sei, veränderte sich spätestens im 19. Jahrhundert. Bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde in der Literatur als „Untersteiermark“ das Gebiet südlich der Linie Gleinalm - Frohnleiten - Fischbacher Alpen - Alpl - Pfaffen(-sattel), somit auch die West- und Oststeiermark gesehen. Der Grazer Kreis wurde als nördlicher Teil der Untersteiermark dargestellt (siehe historische Landkarte). Nördlich davon bildeten der Brucker (und Judenburger) Kreis die Obersteiermark. Eine Mittelsteiermark wurde nicht dargestellt. Grazer, Marburger Kreis und Cillier Kreis wurden als Untersteiermark betrachtet. Mitte des 19. Jahrhunderts erscheint der Begriff Mittel-Steiermark bereits in offiziellen amtlichen Unterlagen und die Untersteiermark ist auf Teile des Marburger Kreises und den Cillier Kreis eingeschränkt....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Erwin Rösener stirbt in Ljubljana. Erwin Friedrich Karl Rösener war ein deutscher SS-Obergruppenführer, General der Waffen-SS und Polizei. Als Höherer SS- und Polizeiführer „Alpenland“ (Wehrkreis XVIII, Salzburg) war Rösener maßgeblich zuständig für die NS-Rassen- und Volkstumspolitik in der Untersteiermark, in Kärnten und Oberkrain.
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Gestorben: Anton Dorfmeister stirbt in Cilli, Untersteiermark. Anton „Toni“ Dorfmeister war ein österreichischer Politiker (NSDAP). Als Landrat des Kreises Cilli/Celje und Kreisführer des Steirischen Heimatbundes war er maßgeblich beteiligt an der NS-Rassen- und Volkstumspolitik in dieser untersteirischen Region.
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Gestorben: August Friedrich Seebacher stirbt in Celje, Jugoslawien. August Friedrich Seebacher war ein untersteirischer Maler, Radierer und Grafiker.
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Geboren: Maria Stangl wird in Roßhof, Untersteiermark geboren. Maria Stangl ist eine ehemalige österreichische Politikerin (ÖVP) und Landwirtin. Stangl war von 1979 bis 1986 Abgeordnete zum Nationalrat.
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Gestorben: Adelma von Vay stirbt in Gonobitz, Untersteiermark heute Slowenien. Adelaide von Wurmbrand-Stuppach auch Adelma von Vay oder Adelma Vay de Vaya, war eine österreichische Schriftstellerin und Spiritistin.

Geschichte > Aufteilung in Linien

1802

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Die ältere bayerische Linie geht auf Johann Christoph von Tattenbach zurück. Er hinterließ drei Söhne, von denen besonders der mittlere, Wilhelm (??? 1661), große Bedeutung erlangte. Wilhelm war königlich und kaiserlicher Geheimrat sowie Grossprior des Johanniterordens. Von Erzherzog Leopold Wilhelm in seiner Funktion als Bischof von Halberstadt, erhielt er 1644 den Reichsgrafenstand von Reinstein, Sitz und Stimme auf Reichs- und Kreistagen, sowie die Ausübung des Münzrechts. Seine zahlreichen Besitzungen, in der Untersteiermark (heute Slowenien), sowie in Schlesien gingen nach seinem Tod auf seinen Neffen Gotthard über, danach auf dessen ältesten Sohn Johann Erasmus. Johann Erasmus war an der Magnatenverschwörung gegen den Kaiser beteiligt und wurde 1671 enthauptet, der Besitz in Slowenien und Schlesien wurde konfisziert. Die Grafschaft Reinstein (Regenstein) fiel in Folge an den Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Die ältere bayerische Linie hatte ab 1673 noch einen Herrschaftssitz in Baumgarten (Landkreis Rottal-Inn) nicht unweit vom ursprünglichen Ober- und Untertattenbach. Sie erlosch mit dem Tod des Josef Ferdinand von Reinstein-Tattenbach, Reichsgraf des Heiliges Römisches Reiches, Graf von Valley, Freiherr zu Ganowitz, kurbayerischer Oberst-Hofmeister und Minister, am 19. November (Tattenbach (Adelsgeschlecht))

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