Uwe Knietsch

Uwe Knietsch (* 1965 in Wiesbaden) ist ein deutscher Aktionskünstler.

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Geboren & Gestorben

1965

Geboren:
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Uwe Knietsch wird in Wiesbaden geboren. Uwe Knietsch ist ein deutscher Aktionskünstler.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

2009

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Werke und Aktionen: Vergessene Bücher ist eine Aktion, die bis in die Gegenwart andauert und mit Robert Louis Stevensons Prinz Otto (engl. Originaltitel: Prince Otto, 1885) auf der Frankfurter Buchmesse begann. Das bis dahin nicht in die Deutsche Sprache übersetzte Werk wurde von Uwe Knietsch in einer ersten Übersetzung, an Studenten der Literaturwissenschaften ausgegeben. Der Künstler hielt den weniger erfolgreichen Roman für bisher verkannt und möchte ihn vor dem "Vergessen" bewahren. Prinz Otto ist 2012 in größerer Auflage im Cybertrix Verlag ISBN: 978-3-9813001-2-3 erschienen.

2007

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Werke und Aktionen: Geldsäcke. Schaufensterpuppen in Geldsäcke gekleidet, die, als Ausstellungsbesucher getarnt, als 'echte Geldsäcke' entscheiden, was gefragt ist. „Dies führt durch das damit untrennbar verbundene Medieninteresse zur wiederholten Multiplizierung der Darstellung in der Öffentlichkeit bis hin zur quälenden Penetration und trägt so multiplizierend zur stetig wachsenden immer einheitlicher wirkenden Bilderflut bei.“ (Künstler) Die vierte Installation ist seit der öffentlichen Verwitterung/Verrottung preisgegeben.

1987

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Werke und Aktionen: Das Buch, das nie geschrieben wurde Neuauflage 2009, ISBN 978-3-9813001-1-6. – ein Buch mit leeren Seiten, zunächst als Einzelkunstwerk geschaffen, fand es zuletzt 2009 mit einem Vorwort und einer Einleitung versehen, den Weg in den regulären Handel. Die erste Fassung dieses Buchs ist manchmal noch auf Ausstellungen zu sehen, wogegen die Zweitausgabe im Rahmen einer öffentlichen Hinrichtung auf dem Königsplatz in München standrechtlich erschossen wurde. Uwe Knietsch bezog sich mit dieser Aktion auf die Vernichtungen von Büchern, Aufzeichnungen und Geschichten in der Geschichte der Menschheit und schloss alle Werke mit ein, die nie entstehen konnten. Auch verfälschte Werke gehören zu den symbolisch negierten Büchern, wie auch zensierte Texte, Bild-, Ton-, Datendokumente und Kommentare. 2008 folgte die letzte Hinrichtung einer Ausgabe des Buches im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennungen durch die Nazis, als Vorspiel zu einer Reminiszenz des Künstlers an Ray BradburysFahrenheit 451“ ebenfalls in München, durch die Erschießung mit einem M16-Sturmgewehr. Die dritte Phase der Kunstaktion war die Herausgabe des Buches als "Popularauflage", wie Uwe Knietsch es nennt, um es als realen Platzhalter für all die symbolisch vertretenen Werke und als stetige Erinnerung in jedem Bücherregal vorzuhalten. Der Künstler selbst versteht sich eher als Herausgeber oder „executive producer“ denn als Auor.

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