Völkerbund

  

Der Völkerbund (französischSociété des Nations, englischLeague of Nations, spanischSociedad de Naciones) war eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Genf (Schweiz). Er entstand als Ergebnis der Pariser Friedenskonferenz nach dem Ersten Weltkrieg und nahm am 10. Januar 1920 seine Arbeit auf. Sein Ziel, den Frieden durch schiedsgerichtliche Beilegung internationaler Konflikte, internationale Abrüstung und ein System der kollektiven Sicherheit dauerhaft zu sichern, konnte er nicht erfüllen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Gründung der Vereinten Nationen (UNO) beschlossen seine damals noch 34 Mitglieder am 18. April 1946 einstimmig, den Völkerbund mit sofortiger Wirkung aufzulösen.

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Geboren & Gestorben

1973

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Gestorben: Georges Kaeckenbeeck stirbt. Georges Sylvain François Charles Kaeckenbeeck war belgischer Jurist und Politiker. Er war 1918 bis 1920 Berater im belgischen Außenministerium. Bis 1922 war er danach Mitglied der juristischen Abteilung des Generalsekretariats des Völkerbundes. 1922 bis 1937 war er Vorsitzender des deutsch-polnischen Schiedsgerichts für Oberschlesien, zwischen 1937 und 1939 Professor am Genfer Hochschulinstitut für internationale Studien. Ab 1940 war Kaeckenbeeck Berater der belgischen Exilregierung unter Hubert Pierlot in London. 1945 wurde er Minister und Vertreter Belgiens bei den Vereinten Nationen. Von 1949 bis 1953 war er Generalsekretär der Internationalen Ruhrbehörde in Düsseldorf. Im Oktober 1955 wurde Kaeckenbeeck Vorsitzender des Lenkungsausschußes der Truppenvertragskonferenz in Bonn, die den rechtlichen Rahmen der Stationierung von NATO-Truppen in Deutschland bestimmte, vergl. dazu NATO-Truppenstatut.
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Gestorben: Simeon Radew stirbt in Sofia, Bulgarien. Simeon Trajtschew Radew war ein bulgarischer Diplomat, Historiker, Chronist, Journalist und Publizist. Er war außerdem der erste Vertreter Bulgariens im Völkerbund in Genf, Mitbegründer und Mitglied des Mazedonischen Wissenschaftlichen Instituts und Freimaurer. Simeon Radew ist Vater des Schriftstellers Trajan Radew und einer der bekanntesten Chronisten in den Jahren des bulgarischen Staatsaufbaus.
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Gestorben: Georges Scelle stirbt in Paris. Georges Auguste Jean Joseph Scelle war ein französischer Jurist, der im Bereich des Völkerrechts wirkte. Er war von 1912 bis 1932 an der Universität Dijon sowie anschließend bis 1948 an der Universität Paris tätig, und gehörte von 1948 bis 1960 der Völkerrechtskommission der Vereinten Nationen an. Darüber hinaus amtierte er langjährig am Verwaltungsgericht der Internationalen Arbeitsorganisation sowie als Generalsekretär und später als Mitglied des Kuratoriums der Haager Akademie für Völkerrecht. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten seines Schaffens zählten insbesondere der Minderheitenschutz, das Seevölkerrecht, das internationale Arbeitsrecht und das Mandat des Völkerbundes.
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Gestorben: Seán Lester stirbt in Galway, Republik Irland. Seán Lester war ein irischer Journalist, Politiker und Diplomat; von 1940 bis 1946 war er der letzte Generalsekretär des Völkerbundes.
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Gestorben: Robert Cecil, 1. Viscount Cecil of Chelwood stirbt in Tunbridge Wells, Kent. Edgar Algernon Robert Gascoyne-Cecil, kurz Lord Robert Cecil und seit 1923 Robert Cecil, 1. Viscount Cecil of Chelwood war ein britischer Politiker und Diplomat sowie Mitbegründer und von 1923 bis 1946 erster und einziger Präsident des Völkerbunds. Als Gründer und Präsident der Internationalen Friedenskampagne erhielt er 1937 den Friedensnobelpreis.

Struktur der Alten Eidgenossenschaft > Einzelörtische Untertanen von Länderorten und Zugewandten

1440

Rundfunk, Film & Fernsehen

1911

Sonstige Ereignisse

1919

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Mandat des Völkerbundes unter Verwaltung der Südafrikanischen Union (Südwestafrika)

Internationale Organisationen

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Die Satzung des Völkerbundes wird durch die Vollversammlung der Friedenskonferenz von Versailles angenommen.

Friedensschlüsse

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Satzung des Völkerbunds- im Rahmen des Vertrags von Versailles

Osmanisches Reich

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Auf der Konferenz von Sanremo werden für Teile des zusammengebrochenen Osmanischen Reichs im Nahen Osten Mandatsgebiete des Völkerbunds festgelegt. Es gibt ein Britisches Mandat Mesopotamien neben ihrem Völkerbundsmandat für Palästina. Die Franzosen erhalten das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon.

1920

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7. März: Der syrische Nationalkongress proklamiert Faisal I. zum König von Syrien. Die Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien durchkreuzen jedoch das arabische Unabhängigkeitsstreben über den Völkerbund. Frankreich erhält das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon. König Faisal geht im Juli nach einer verlorenen Schlacht gegen französische Truppen ins Exil.

Österreich

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Österreich wird in den Völkerbund aufgenommen.

Amerika

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In Buenos Aires erklärt der argentinische Staatspräsident Hipólito Yrigoyen, dass sein Land den Völkerbund verlassen habe. Er bemängelt damit, dass nicht alle Länder der Welt in diesen Verbund aufgenommen wurden.

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Der Völkerbund bestätigt das britische Mandat über Palästina, das die heutigen Gebiete Israels und Jordaniens sowie die palästinensischen Autonomiegebiete umfasst.

Ereignisse

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Das britische Mandat über den Irak endet mit der Aufnahme des Landes in den Völkerbund.

Europa

Weitere Ereignisse in Europa:
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Die UdSSR wird als 59. Mitglied in den Völkerbund aufgenommen und tritt so aus ihrer bisherigen politischen Isolation.

Mitglieder und Nichtmitglieder > Spätere Mitglieder

1937

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Ägypten

1934

1932

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Türkei

1931


Italien

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Italien tritt aus dem Völkerbund aus.

Politik & Weltgeschehen

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Auf seiner letzten Sitzung in Genf löst sich der Völkerbund selbst auf; seine Befugnisse gehen an die Vereinten Nationen über.
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Zweiter Weltkrieg: Die Sowjetunion wird aufgrund des Überfalls auf Finnland aus dem Völkerbund ausgeschlossen. Weitere Maßnahmen unterbleiben: Die USA erklären ein „moralisches Embargo“.

1937

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Italien tritt trotz der Aufhebung der Sanktionen nach dem Italienisch-Äthiopischen Krieg aus dem Völkerbund aus. (11. Dezember)
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Japan erklärt seinen Austritt aus dem Völkerbund. Vorausgegangen war der Bericht der Lytton-Kommission über den Mukden-Zwischenfall, wonach Japan ohne Kriegserklärung chinesisches Territorium in der Mandschurei besetzt habe. Der Anerkennung des geschaffenen japanischen Marionettenstaats Mandschukuo wird damit ein Hindernis entgegengesetzt. (27. März)

1933

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Ereignisse > Politische und militärische Ereignisse: Japan verlässt den Völkerbund. (Sh?wa-Zeit)

Mitglieder und Nichtmitglieder > Völkerbundsmandate > Ehemals osmanische Gebiete

1948

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Palästina bis

1946

1944

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Syrien bis

1943

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Libanon bis

1932

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Königreich Irak bis

keinem Staat zugeordnet

2009

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– Archive des Völkerbunds 1919–1946 (Weltdokumentenerbe)

S > Schweiz?Schweiz

2009

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– Das Archiv des Völkerbunds (1919–1946), Büro der Vereinten Nationen in Genf (Weltdokumentenerbe)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1954

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Werk: Die Saar von Genf. Die Saarfrage während des Völkerbundregimes von 1920-1935. Röhrscheid, Bonn (Helmut Hirsch (Historiker))
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Vereinte Nationen: Gründung der Vereinten Nationen in San Francisco als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes

1935

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Werk: Die Entschließung von Genf. In: Deutsche Juristenzeitung. 40 Jg. , Heft 9, Spalten 527 bis 530 (Hier bemühte sich Freytagh-Loringhoven zu beweisen, dass die von Deutschland am 16. März verkündigte Wiedereinführung der Wehrpflicht keine Vertragsverletzung des Weimarer Vertrages war. Dagegen verstoße die gegen die Einführung der Wehrpflicht gerichtete Entschließung des Völkerbundes vom 17. April gegen das Verfahrensrecht des Völkerbundes.). (Axel von Freytagh-Loringhoven)

1935

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Werk: Die Entschließung von Genf. In: Deutsche Juristenzeitung. 40 Jg. , Heft 9, Spalten 527 bis 530 (Hier bemühte sich Freytagh-Loringhoven zu beweisen, dass die von Deutschland am 16. März verkündete Wiedereinführung der Wehrpflicht keine Vertragsverletzung des Weimarer Vertrages war. Dagegen verstoße die gegen die Einführung der Wehrpflicht gerichtete Entschließung des Völkerbundes vom 17. April gegen das Verfahrensrecht des Völkerbundes.). (Axel von Freytagh-Loringhoven)

1931

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Herkunft und Werdegang: Bevollmächtigter des Deutschen Reiches beim Völkerbund in Genf (Gerhard von Mutius)

"Völkerbund" in den Nachrichten