Völkerbundmandat für Syrien und Libanon

Das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon (arabisch الانتداب الفرنسي على سوريا ولبنان, DMGal-Intidāb al-Faransī ʿalā Sūriyā wa-Lubnān, französischMandat français sur la Syrie et le Liban) wurde 1922 vom Völkerbund in Bestätigung der Beschlüsse der britisch-französischen Konferenz von Sanremo (1920) an Frankreich erteilt. Es umfasste das Gebiet der heutigen Staaten Syrien und Libanon sowie der heutigen türkischen Provinz Hatay.

Das Mandat français en Syrie wurde nach dem Ersten Weltkrieg und dem Auseinanderbrechen des osmanischen Reiches geschaffen. In den Jahren 1919 und 1920 entsprechend dem Sykes-Picot-Abkommen, welches zwischen Großbritannien und Frankreich im Ersten Weltkrieg geschlossen worden war, erhielt Großbritannien das britische Mandat Mesopotamien auf dem Gebiet des heutigen Irak sowie das Völkerbundsmandat für Palästina, welches den südlichen Teil der osmanischen Provinz Syrien (Syrien, Palästina und Jordanien) umfasste, während Frankreich den Rest des osmanischen Syriens (das moderne Syrien, den Libanon und Hatay) kontrollierte.

mehr zu "Völkerbundmandat für Syrien und Libanon" in der Wikipedia: Völkerbundmandat für Syrien und Libanon

Politik & Weltgeschehen

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen:
thumbnail
Der syrische Nationalkongress proklamiert Faisal I. zum König von Syrien. Die Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien durchkreuzen jedoch das arabische Unabhängigkeitsstreben über den Völkerbund. Frankreich erhält das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon. König Faisal geht im Juli nach einer verlorenen Schlacht gegen französische Truppen ins Exil. (7. März)

Das Mandat > Hochkommissare

1940

thumbnail
Jean Chiappe

Geboren & Gestorben

Gestorben:
thumbnail
Sulaimān Murschid stirbt in Damaskus. Sulaimān Murschid war ein religiöser und politischer Führer bei den syrischen Alawiten während der französischen Mandatszeit.

1907

Geboren:
thumbnail
Sulaimān Murschid wird in Dschaubat al-Burghāl im Alawitengebirge geboren. Sulaimān Murschid war ein religiöser und politischer Führer bei den syrischen Alawiten während der französischen Mandatszeit.

Osmanisches Reich

thumbnail
Auf der Konferenz von Sanremo werden für Teile des zusammengebrochenen Osmanischen Reichs im Nahen Osten Mandatsgebiete des Völkerbunds festgelegt. Es gibt ein Britisches Mandat Mesopotamien neben ihrem Völkerbundsmandat für Palästina. Die Franzosen erhalten das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon.

1920

thumbnail
7. März: Der syrische Nationalkongress proklamiert Faisal I. zum König von Syrien. Die Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien durchkreuzen jedoch das arabische Unabhängigkeitsstreben über den Völkerbund. Frankreich erhält das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon. König Faisal geht im Juli nach einer verlorenen Schlacht gegen französische Truppen ins Exil.

"Völkerbundmandat für Syrien und Libanon" in den Nachrichten