Völkerrechtlicher Vertrag

Ein Vertrag im Sinne des Völkerrechts ist eine „ausdrückliche oder konkludente Willenseinigung zwischen zwei oder mehreren Völkerrechtssubjekten, durch welche völkerrechtliche Rechte und Pflichten begründet werden“.Völkervertragsrecht stellt neben Völkergewohnheitsrecht und allgemeinen Rechtsgrundsätzen „heute die wichtigste Rechtsquelle des Völkerrechts (siehe Art. 38 lit. a IGH-Statut)“ dar. Er setzt, analog zum Vertrag im Privatrecht, die Handlungsfähigkeit der Partner, im völkerrechtlichen Sinne also zumindest eine beschränkte Völkerrechtsfähigkeit der beteiligten Rechtssubjekte voraus. Der Vertrag mit der höchsten geografischen Bindungswirkung ist das Wiener Übereinkommen zum Schutz der Ozonschicht vom 22. März 1985 mit 197 Vertragsparteien.

„Weil es im Völkerrecht keinen zentralen Gesetzgeber gibt, fungieren die völkerrechtlichen Verträge, insbesondere die multilateralen Verträge (‚Weltordnungsverträge‘), als ‚Gesetze‘ der internationalen Gemeinschaft.“

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Richard Reeve Baxter stirbt in Boston. Richard Reeve Baxter war ein amerikanischer Jurist, der insbesondere im Bereich des Völkerrechts tätig war. Er wirkte von 1959 bis 1979 als Professor an der Harvard University und anschließend bis zu seinem Tod als Richter am Internationalen Gerichtshof. Im Bereich des humanitären Völkerrechts und des internationalen Rechts zu Wasserstraßen sowie zum Verhältnis von Völkervertrags- und Völkergewohnheitsrecht galt er als einer der führenden Experten seiner Zeit.
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Geboren: Karl Zemanek wird in Wien geboren. Karl Zemanek ist ein österreichischer Jurist. Er fungierte ab 1958 als außerordentlicher und von 1964 bis 1998 als ordentlicher Professor für Völkerrecht und Internationale Organisationen an der Universität Wien sowie von 1965 bis 1988 als Gastprofessor an der Diplomatischen Akademie Wien und an der österreichischen Landesverteidigungsakademie. Darüber hinaus vertrat er sein Heimatland mehrfach bei den Sitzungen der UN-Generalversammlung, bei den Generalkonferenzen der UNESCO sowie bei anderen internationalen Institutionen und Konferenzen. Schwerpunkte seines Wirkens waren das Recht völkerrechtlicher Verträge und internationaler Organisationen.
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Geboren: Richard Reeve Baxter wird in New York City geboren. Richard Reeve Baxter war ein amerikanischer Jurist, der insbesondere im Bereich des Völkerrechts tätig war. Er wirkte von 1959 bis 1979 als Professor an der Harvard University und anschließend bis zu seinem Tod als Richter am Internationalen Gerichtshof. Im Bereich des humanitären Völkerrechts und des internationalen Rechts zu Wasserstraßen sowie zum Verhältnis von Völkervertrags- und Völkergewohnheitsrecht galt er als einer der führenden Experten seiner Zeit.

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