Valletta

Koordinaten:35° 54′ N, 14° 31′ O

Valletta (maltesisch auch il-Belt Valletta, il-Belt Valetta, Valetta oder il-Beltitalienisch auch La Valletta) ist die Hauptstadt der Republik Malta. Sie ist sowohl nach Fläche als auch nach Einwohnerzahl die kleinste Hauptstadt eines EU-Staates. Aufgrund ihres kulturellen Reichtums wurde Valletta 1980 als Gesamtmonument in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Im Jahr 2018 ist Valletta Kulturhauptstadt Europas.



Geschichte




Nachdem die Belagerung durch die Osmanen im Jahr 1565 mit einem militärischen Erfolg für die Verteidiger der Insel zu Ende gegangen war, entschlossen sich die Ritter des Malteserordens, auf der Landzunge des Monte Sciberras hinter dem zuvor hart umkämpften und bei der türkischen Belagerung komplett zerstörten Fort St. Elmo eine Festungsstadt nach den neuesten Erkenntnissen der Militärarchitektur und den zeitgenössischen Idealstadt-Theorien zu errichten. Die Halbinsel bot eine strategisch hervorragende Position, um die beiden großen natürlichen Häfen auf jeder Seite zu kontrollieren.Der Grundstein für diese Stadt wurde am 28. März 1566 durch den Großmeister des Ordens, Jean de la Valette gelegt. Die Planungen für die geometrische Anlage der Befestigungsmauern und des rechtwinkligen Straßennetzes stammten von dem italienischen Architekten und Festungsbaumeister Francesco Laparelli. Der Entwurf und die Fertigstellung der einzelnen Festungselemente wurden weitgehend dem maltesischen Assistenten Laparellis, Gerolamo Cassar, überlassen.Als Laparelli die Insel 1568 noch vor Abschluss der Bauarbeiten wieder verließ, übernahm sein Assistent Cassar die Gesamtleitung des Vorhabens. Am 18. März 1571 wurde der Ordenssitz mit einer feierlichen Zeremonie offiziell von Birgu in die neue Stadt verlegt. La Valette, der am 21. August 1568 in Birgu verstarb, konnte das Ende seines Projekts nicht mehr miterleben. Ihm zu Ehren erhielt die Stadt seinen Namen. Sein Nachfolger als Großmeister wurde Pierre de Monte, der den Ausbau von Valletta weiter vorantrieb.Ursprünglich planten die Ritter zur See, an der Nordflanke der Stadt ein Hafenbecken für ihre Ordensflotte anzulegen, das von der Festungsumfassung geschützt sein sollte. Der Aushub der als Manderaggio bezeichneten Anlage (im Maltesischen il-Mandraġġ) sollte als Baumaterial für die Häuser Vallettas dienen. Als dieses Vorhaben aufgegeben wurde, entwickelte sich die Baustelle zu einer Art Slum, der von Obdachlosen unter bedenklichen sanitären Bedingungen bewohnt wurde. Das Areal des geplanten Manderaggio, das sich heute als Irregularität im orthogonalen Rasterplan der Stadt abzeichnet, wurde in den 1950er Jahren mit einer Wohnsiedlung bebaut....

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Oliver Reed stirbt in Valletta, Malta. Robert Oliver Reed war ein britischer Schauspieler.
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Geboren: Roderick Briffa wird in Valletta geboren. Roderick Briffa ist ein maltesischer Fußballspieler.
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Geboren: Fabrizio Faniello wird in Valletta geboren. Fabrizio Faniello ist ein maltesischer Popsänger. Er vertrat Malta beim Eurovision Song Contest 2001 und 2006.
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Geboren: Stefan Giglio wird in Valletta geboren. Stefan Giglio ist ein maltesischer Fußballspieler, der aktuell im Mittelfeld des FC Valletta in seinem Heimatland spielt.
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Geboren: Luke Dimech wird in Valletta geboren. Luke Dimech ist ein maltesischer Fußballspieler. Derzeit spielt der Verteidiger für den FC Valletta und die maltesische Nationalmannschaft.

Geografie > Lage

2000

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Blick auf Valletta

Söhne und Töchter der Stadt

1950

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Enrico Mizzi (1885–), Premierminister Maltas

Nationale Qualifikation > Finale > Die besten zehn des Vorjahres

2001

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Malta: Der maltesische Beitrag wurde am 4.? Februar in Valletta ausgewählt. Beim Malta Song for Europe Festival siegte Fabrizio Faniello mit dem Song I Do. Er vertrat Malta bereits (Eurovision Song Contest 2006)

Tagesgeschehen

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Valletta/Malta: Bei einem Referendum stimmen 53 % der Wähler für die Zulassung von Scheidungen.

Kunst & Kultur

2014

Regelmäßige Veranstaltungen:
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Valletta, Malta (Junior Chamber International)

2010

Ausstellung > Einzelausstellung:
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MCA 13, Cyprien Gaillard, Malta Contemporary Art, Valletta

1996

Inszenierung:
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Das Malteserkreuz von Charles Camilleri, Valletta (Wolfram Mehring)

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