Vandalen

Karte der germanischen Stämme um 100 n. Chr. (ohne Skandinavien)
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Die Vandalen (auch Wandalen, Vandali, Vandili, Vandilier und Vanduli genannt; griechisch ΟὐανδαλοίVandaloi, ΒανδῆλοιWandeloi, ΒανδίλοιWandiloi) waren ein germanisches Volk, das zur ostgermanischen Sprachgruppe gezählt wird. Zur Zeit des Tacitus siedelten die Vandalen zunächst in der nordöstlichen Germania magna, breiteten sich später aber weiter aus und wanderten im 5. Jahrhundert im Zuge der Völkerwanderung größtenteils nach Spanien und schließlich nach Nordafrika aus. Mit der Zerschlagung des Vandalenreichs im 6. Jahrhundert durch oströmische Truppen verlieren sich ihre Spuren.

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Geboren & Gestorben

462 n. Chr.

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Gestorben: Licinia Eudoxia stirbt. Licinia Eudoxia war die Tochter der Aelia Eudocia und des oströmischen Kaisers Theodosius II. Seit 437 war sie mit dem weströmischen Kaiser Valentinian III. verheiratet. Die beiden hatten zwei Töchter, Eudocia und Placidia. Nach dem Tod Valentinians im Jahr 455 wurde Licinia Eudoxia zur Ehe mit dessen Nachfolger Petronius Maximus gezwungen. Im selben Jahr eroberten die Vandalen unter König Geiserich die Stadt und verschleppten Licinia Eudoxia und ihre beiden Töchter in ihr Reich nach Africa.

422 n. Chr.

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Geboren: Licinia Eudoxia wird geboren. Licinia Eudoxia war die Tochter der Aelia Eudocia und des oströmischen Kaisers Theodosius II. Seit 437 war sie mit dem weströmischen Kaiser Valentinian III. verheiratet. Die beiden hatten zwei Töchter, Eudocia und Placidia. Nach dem Tod Valentinians im Jahr 455 wurde Licinia Eudoxia zur Ehe mit dessen Nachfolger Petronius Maximus gezwungen. Im selben Jahr eroberten die Vandalen unter König Geiserich die Stadt und verschleppten Licinia Eudoxia und ihre beiden Töchter in ihr Reich nach Africa.

379 n. Chr.

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Geboren: Gunderich wird geboren. Gunderich war König der Vandalen und der Alanen. Er regierte von 406/407 bis 428.

359 n. Chr.

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Geboren: um 359: Godigisel, König des germanischen Vandalenstammes (+ 406)

Antike

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Römisches Reich: Stilicho wird Opfer einer Intrige: Als Sohn eines Vandalen ohnehin der Germanenfreundlichkeit verdächtig, wird ihm nunmehr von einigen Senatoren außerdem vorgeworfen, er erstrebe für seinen Sohn Eucherius die Kaiserkrone; er wird wegen Hochverrats hingerichtet, etwas später auch seine Frau Serena. In der Folge fehlt es Westrom an einem fähigen Feldherrn, der Alarich I. ebenbürtig wäre.

270 n. Chr.

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Römisches Reich: Reichskrise des 3. Jahrhunderts: Januar: Nur wenige Monate nach seinem bedeutenden Sieg über die Goten, bei dem er das Römische Reich vor einer Invasion durch die 300.000 Mann starke Horde bewahrt hatte, erkrankt Kaiser Claudius Gothicus während eines Feldzugs gegen die Vandalen an der Pest. Er stirbt noch im selben Monat. Auf seinem Totenbett benennt er angeblich den Kommandanten der Kavallerie Aurelian zu seinem Nachfolger. Der römische Senat benennt jedoch Claudius’ Bruder Quintillus. Aurelian ernennt sich daraufhin zum Gegenkaiser.

6 n. Chr.

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Römisches Reich: Frühling: Das Römische Reich beginnt einen Feldzug gegen die germanischen Markomannen, die sich unter ihrem König Marbod mit den Hermunduren, Langobarden, Semnonen und Vandalen verbündet haben und in dem Gebiet des späteren Böhmen über ein Heer von rund 74.000 Mann verfügen. Tiberius Caesar Augustus soll mit sechs Legionen von Carnuntum aus nach Norden stoßen, während Gaius Sentius Saturninus mit sechs weiteren Legionen Richtung Osten über den Rhein vordringt.

Zeitleiste

439 n. Chr.

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Einnahme Karthagos durch die Vandalen unter Geiserich und damit für fast 100 Jahre Verlust der Provinz Africa. (Spätantike)

Ereignisse

483 n. Chr.

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Im Vandalenreich unter Hunerich kommt es 483 und 484 zu Katholikenverfolgungen durch die arianischen Germanen.

474 n. Chr.

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Zenon erkennt in einem Friedensvertrag die Herrschaft der Vandalen über Nordafrika und die Inseln des westlichen Mittelmeeres an.

469 n. Chr.

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Korsika gerät unter die Herrschaft der Vandalen.

467 n. Chr.

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Geiserich, König der Vandalen, bricht den Friedensvertrag mit dem Oströmischen Reich und führt Plünderungszüge in Griechenland durch.

462 n. Chr.

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Zwischen den Vandalen unter Geiserich und dem Oströmischen Reich wird ein Friedensvertrag geschlossen, der allerdings nicht lange Bestand hat.

Vandalenreich

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Nach dem Tod Geiserichs wird dessen Sohn Hunerich König der Vandalen.

Germanische Teilreiche

511 n. Chr.

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Der Ostgotenkönig Theoderich der Große greift im Westgotenreich ein und vertreibt dessen Herrscher Gesalech. Als neuen König setzt Theoderich seinen Enkel Amalarich ein, für den er die Vormundschaft übernimmt. Gesalech flieht vorerst zu den Vandalen nach Nordafrika. Deren Herrscher Thrasamund, der im Gegensatz zu Theoderich steht, gewährt Gesalech Asyl und stattet ihn mit Geldmitteln aus. Dieser unternimmt den Versuch, von Gallien aus die Herrschaft über sein Reich wiederzuerlangen, wird aber mit seinen Anhängern bei Barcino besiegt. Beim Versuch, ins Reich der Burgunden zu flüchten, wird er getötet.

Afrika

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Im Vandalenreich besteigt Hilderich, Enkel des Reichsgründers Geiserich den Thron. Er stellt die Katholikenverfolgungen im arianischen Reich ein.

Politik & Weltgeschehen

537 n. Chr.

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Ab Januar: Die Ostgoten beginnen im Gotenkrieg, die im Vorjahr von Belisar für das Oströmische Reich eroberte Stadt Rom zu belagern; besonders heftige Kämpfe finden um die Porta Pinciana statt. Die mehrjährigen Kämpfe um die Stadt sorgen für die eigentliche Zerstörung des antiken Stadtbildes, das die Eroberungen durch die Westgoten 410 und die Vandalen455 noch weitgehend unbeschädigt überstanden hat.

461 n. Chr.

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Sieg der Vandalen über die römische Flotte vor der Iberischen Halbinsel.

460 n. Chr.

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Die römische Flotte erleidet eine Niederlage gegen die Vandalen vor Nordafrika.

442 n. Chr.

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In einem Vertrag mit dem VandalenkönigGeiserich anerkennt das Weströmische Reich unter Valentinian III. dessen Reich als ersten souveränen Staat auf bis dahin römischen Boden.

440 n. Chr.

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Die Vandalen fallen auf Sizilien ein.

Afrika / Restauratio imperii

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Vandalenkrieg: In der Schlacht bei Ad Decimum, südlich von Karthago besiegt der oströmische Feldherr Belisar die Vandalen. Am nächsten Tag zieht er in Karthago ein.

Geschichte der Vandalen > Zeittafel

553 n. Chr.

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König Gelimer, der letzte König der Vandalen, stirbt im Exil (im Oströmischen Reich).

534 n. Chr.

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endet die Herrschaft der Vandalen in Nordafrika mit der Eroberung des Gebiets durch den oströmischen Kaiser Justinian I..

530 n. Chr.

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Gelimer stürzt Hilderich und wird König, erneute Repressalien gegenüber den Katholiken

523 n. Chr.

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König Hilderich erlaubt den Katholizismus.

496 n. Chr.

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König Gunthamund wird durch Thrasamund abgelöst.

Sieger

1984

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Schweiz Niki Rüttimann (Clásica San Sebastián)

Europa

534 n. Chr.

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Europa & Mittelmeerraum: Restauratio imperii: Angesichts seiner aussichtslosen militärischen Lage kapituliert der VandalenkönigGelimer, der zuletzt von Numidien aus operierte, vor den oströmischen Truppen Belisars. Die Eroberung des Vandalenreiches ist damit abgeschlossen; auch die Balearen, Korsika (erobert durch Cyril) und Sardinien fallen an Ostrom. Gelimer wird in Konstantinopel in einem Triumphzug vorgeführt und dann auf ein Landgut in Kleinasien verbannt.
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Europa / Afrika: Die Annäherung des VandalenkönigsHilderichs an das Oströmische Reich führt zu dessen Sturz durch die „Nationalpartei“ unter Gelimer, der neuer König wird. Justinian I. verweigert der neuen Regierung die Anerkennung und nimmt den Umsturz wenig später zum Anlass für eine Invasion.

496 n. Chr.

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Thrasamund wird als Nachfolger von Gunthamund König der Vandalen.
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Der VandalenkönigHunerich erlässt ein Dekret, wonach alle Katholiken bis zum 1. Juni zum Arianismus überzutreten hätten; dies bedeutet eine Verschärfung der seit 483 andauernden Verfolgung.

456 n. Chr.

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Vandalen erobern Korsika und Sardinien, auch Capua wird von ihnen zerstört. Vor Korsika gelingt Ricimer ein Seesieg gegen die Vandalen, auf Sizilien schlägt er sie bei Agrigent zurück.

"Vandalen" in den Nachrichten