Vestalin

Als Vestalin (lat.virgo Vestalis „vestalische Jungfrau“; ursprünglicher amtlicher Titel: sacerdos Vestalis „vestalische Priesterin“) bezeichnet man eine römische Priesterin der Göttin Vesta.

Die Priesterschaft der Vestalinnen bestand aus sechs (in der Spätantike sieben) Priesterinnen, die im Alter von sechs bis zehn Jahren für eine mindestens dreißigjährige Dienstzeit berufen wurden. Ihre Hauptaufgabe war es, das Herdfeuer im Tempel der Vesta zu hüten, das niemals erlöschen durfte, und das Wasser aus der heiligen Quelle der Nymphe Egeria zu holen, das zur Reinigung des Tempels verwendet wurde. Daneben stellten sie die mola salsa (eine Mischung aus Salzwasser und Getreideschrot) sowie das suffimen (Asche ungeborener Kälber) her, die bei bestimmten Kulthandlungen benötigt wurden.

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Geboren & Gestorben

55 n. Chr.

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Gestorben: Iunia Torquata stirbt n. Chr.. Iunia Torquata war eine Vestalin aus der Familie der Iunier. Sie war die Tochter eines Gaius Iunius Silanus (Torquatus?) und Schwester des Konsuls des Jahres 10 n. Chr. Gaius Iunius Silanus, der 22 n. Chr. als Prokonsul von Asia wegen laesa maiestas angeklagt wurde. Torquata setzte sich für ihn ein, dass er um des Ansehens der Familie willen nicht auf die unwirtliche Kykladeninsel Gyaros, sondern auf die benachbarte, größere Insel Kythnos verbannt wurde. Von den Bewohnern einer weiteren Kykladeninsel, Tenos, erhielt Iunia Torquata eine leider nur unvollständig erhaltene Ehreninschrift, aus der der Grund für diese Ehrung nicht zu erschließen ist. Zwei Inschriften bezeugen, dass Iunia Torquata noch im Alter von 64 Jahren Vestalin war und später zur Vestalis maxima aufstieg.

Antike

220 n. Chr.

Römisches Reich:
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Kaiser Marcus Aurelius Antoninus (Elagabal) erhebt den orientalischen Sonnengott Elagabal zum obersten Gott des Reiches, verstößt seine im Vorjahr geheiratete Gemahlin Iulia Paula und heiratet die VestalinAquilia Severa.

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