Viertes Laterankonzil

Das Vierte Laterankonzil (auch Vierte Lateransynode) war das bedeutendste Konzil des Mittelalters. Es wurde durch die BulleVineam Domini Sabaoth von Papst Innozenz III. vom 19. April 1213 einberufen und im November 1215 im römischen Lateran abgehalten. In der katholischen Kirchengeschichtsschreibung gilt es seit BellarminsDisputationes (1586) trotz Abwesenheit der Ostkirche als ökumenisches Konzil.

Innozenz III. gilt als einer der bedeutendsten Kirchenrechtler des Mittelalters. Dementsprechend ließ er auf dem Konzil eine Fülle von Verfahrensregeln verabschieden. Sein Entwurf über die Finanzierung der römischen Dikasterien wurde allerdings abgelehnt, die anderen Canones feierlich bestätigt. Diese wurden später von den Glossatoren gegliedert, nummeriert und in verschiedene Kirchenrechtssammlungen aufgenommen und fanden weiteste Rezeption in den europäischen Teilkirchen, u. a. auf Provinzialsynoden. Als bedeutendster und wohl einer der frühesten Kommentatoren des Vierten Laterankonzils gilt Johannes Teutonicus Zemeke.

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Sonstige Ereignisse

1215

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Lateinische Kirche: vom Mittelalter bis zum Lehrentscheid des Vierten Laterankonzils (Abendmahlsstreit)

Geschichte

1215

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November: Viertes Laterankonzil, einige der Beschlüsse: Die Königswahl Friedrichs II. wird anerkannt und Otto IV. für abgesetzt erklärt, die Auslieferung der verurteilten Albigenser an die weltliche Gewalt gefordert, die Augustinusregel bestätigt, Joachim von Fiores Ansichten zur Trinität als Tritheismus verworfen, einige der bisher üblichen Gottesurteile verboten, die Transsubstantiationslehre dogmatisiert.

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Johannes Teutonicus Zemeke stirbt in Halberstadt. Johannes Teutonicus Zemeke ist der Verfasser der „Glossa ordinaria“ zum „Decretum Gratiani“ und der Glosse zu den Konstitutionen des vierten Laterankonzils.

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