Vitali Klitschko

Vitali Klitschko, 2016
Bild: GFHund
Kyrillisch (Ukrainisch)
???????? ?????????????? ???????
Transl.:Vitalij Volodymyrovy? Kly?ko
Transkr.:Witalij Wolodymyrowytsch Klytschko
Kyrillisch (Russisch)
???????? ????????????? ???????
Transl.:Vitalij Vladimirovi? Kli?ko
Transkr.:Witali Wladimirowitsch Klitschko

Witalij Wolodymyrowytsch Klytschko (ukrainisch Віталій Володи́мирович Кличко; russisch Вита́лий Влади́мирович Кличко́, Witali Wladimirowitsch Klitschko; * 19. Juli 1971 in Belowodsk, Kirgisische SSR, Sowjetunion), bekannt als Vitali Klitschko, ist ein ukrainischer Politiker und ehemaliger Profiboxer. Er ist Gründer der Partei UDAR. Er wurde am 25. Mai 2014 zum Bürgermeister von Kiew gewählt und ließ sich bei der Parlamentswahl in der Ukraine 2014 am 26. Oktober zusätzlich über den Listenplatz 1 des Block Petro Poroschenko, mit dem seine Partei ein Wahlbündnis bildete, als Abgeordneter in die Werchowna Rada wählen. Seit dem 28. August 2015 ist er zudem Vorsitzender der Regierungspartei Block Petro Poroschenko, in der seine UDAR nach der erfolgreichen Zusammenarbeit aufging.

Klitschko ist Champion im Ruhestand (Champion Emeritus) der WBC im Schwergewicht sowie ehemaliger Weltmeister nach Version der WBO. Insgesamt gingen 87,23 % seiner Gegner k. o. Dies ist eine der höchsten K.o.-Quoten in der Geschichte des Profiboxens.

Sein jüngerer Bruder ist Wladimir Klitschko.



Inhaltsverzeichnis



Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vitali Klitschko wurde als Sohn des ukrainischen Offiziers der sowjetischen und später der ukrainischen Luftstreitkräfte Wladimir Rodionowitsch Klitschko (* 1947; † 13. Juli 2011 in Kiew) und der ukrainischen Grundschullehrerin Nadeschda Uljanowna Klitschko in Semipalatinsk (Kasachische SSR) geboren. Der Vater stieg in den Ukrainischen Streitkräften bis zum Generalmajor auf und war zuletzt Militärattaché der ukrainischen Botschaft in Deutschland und bei der NATO. Seine Muttersprache ist Russisch. Der Großvater väterlicherseits, Rodion Klitschko (1910–?), war Mitarbeiter des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten (NKWD). Die Großmutter väterlicherseits, Tamara Jefimowna, geborene Etkinson, war Dorfschullehrerin und Holocaustüberlebende. Ihre Eltern, ein Bruder und ihr ältester Sohn wurden ermordet. Sie selbst wurde von ihrem Ehemann bis zur Befreiung versteckt.

Von 1980 bis 1985 war Klitschkos Vater auf dem tschechischen Truppenübungsplatz Ralsko stationiert; die Familie lebte in Hradčany, Vitali und später auch sein Bruder Wladimir besuchten die Gagarin-Schule in Letná. Klitschko schloss ein Sportlehrerstudium an der Pädagogischen Universität „Hryhorij Skoworoda“ in Perejaslaw-Chmelnyzkyj mit Auszeichnung ab. Im Jahr 2000 erfolgte seine Promotion in Sportwissenschaft an der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew. Das Thema seiner Dissertation war „Sportbegabung und Talentförderung“.

Im April 1996 heiratete Klitschko Natalia Egorowa, ein ehemaliges Model. Mit ihr hat er drei Kinder (* 16. Mai 2000, * 24. November 2002 und * 1. April 2005). Einer der beiden Söhne wurde nach Max Schmeling benannt.



Boxen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1985 bis 1992: Kickboxen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erfahrungen im Boxen machte Vitali Klitschko im Alter von vierzehn Jahren auf einem sowjetischen Militärstützpunkt in Hradčany, Tschechoslowakei, wo die Familie Klitschko seit der Versetzung des Vaters lebte. Dort war eine Boxsektion eingerichtet worden, um den Kindern der Soldaten eine Freizeitbeschäftigung zu bieten. 1985 zog die Familie nach Kiew. Während Klitschko den Boxsport auch weiterhin ausübte, galt seine Aufmerksamkeit nun verstärkt dem Kickboxen, das er unter Andrei Schistow zu trainieren begann. Innerhalb der nächsten drei Jahre gewann er erst die Stadtmeisterschaft, dann die Republikmeisterschaft der Ukraine und anschließend die Spartakiade. Er wurde in die sowjetische Junioren-Nationalmannschaft der Kickboxer aufgenommen. Diese reiste im Frühjahr 1989 auf Einladung nach West Palm Beach, USA, zum Wettkampf gegen die US-amerikanische Jugendnationalmannschaft. Der 17-jährige Klitschko verlor dort seinen Kampf.

Der Antritt des Armeedienstes erzwang vorübergehend eine Unterbrechung seiner sportlichen Karriere. Im ZSKA nahm Klitschko bei Wladimir Solotarew das Training wieder auf. Klitschko betrieb schwerpunktmäßig Kickboxen und parallel dazu Boxen. Als Armeesportler gewann er 1991 die Kickbox-Weltmeisterschaft in Paris. Insgesamt beläuft sich die Zahl seiner Weltmeisterschaftstitel im Kickboxen auf sechs; zwei bei den Amateuren, vier bei den Profis. Während seiner Kickboxkarriere erlitt er den einzigen K. o. seiner sportlichen Laufbahn: Bei den Kickbox-Europameisterschaften 1992 in Warna, Bulgarien, traf er im Finale auf den Briten Pele Reid und ging nach einem Tritt ans Kinn in der zweiten Runde zu Boden. Da es bei dieser Leichtkontaktvariante des Kickboxens kein Anzählen gibt, wurde der Kampf vom Ringrichter sofort abgebrochen.

1992 bis 1996: Amateurboxen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Amateur war Klitschko auch im Boxen erfolgreich, er siegte in 195 Kämpfen (80 Siege vorzeitig) bei nur 15 Niederlagen. Unter anderem gewann er drei ukrainische Meisterschaften. Mit Punktsiegen über Willi Fischer, René Monse und einem kampflosen Erfolg über Georgi Kandelaki siegte er beim 23. Chemiepokal in Halle. Außerdem gewann er die Militärweltmeisterschaft 1995 in Rom, dabei schlug er im Finale den Russen Alexei Lesin nach Punkten. Bei der Amateurweltmeisterschaft 1995 in Berlin schlug er Attila Levin vorzeitig sowie Monse erneut nach Punkten und belegte den zweiten Platz, da er im Finale Lesin unterlag.

Doping[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da ihm in einer Dopingprobe die Einnahme des Steroids Nandrolon nachgewiesen wurde, blieb ihm aufgrund der folgenden einjährigen Sperre die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta versagt. Sein Bruder wurde für ihn nachnominiert und errang die Goldmedaille. Wegen des Dopingvergehens konnte er auch nicht wie vorgesehen in der 1. Bundesliga für den BC Sparta Flensburg antreten und wurde in der Saison 1995/1996 durch seinen Bruder ersetzt.

Profiboxer 1996?2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daten
GeburtsnameWitali Wladimirowitsch Klitschko
KampfnameDr. Eisenfaust
GewichtsklasseSchwergewicht
NationalittUkraineUkraine
Geburtstag19. Juli 1971
GeburtsortBelowodskoje
StilLinksauslage
Gre2,00m
Kampfstatistik
Kmpfe47
Siege45
K.-o.-Siege41
Niederlagen2
Profil in der BoxRec-Datenbank

Nach den Olympischen Spielen wechselten die Klitschko-Brüder gemeinsam in das Profilager und schlossen einen Vertrag mit dem deutschen Boxstall Universum Box-Promotion. Sein Debüt im Profiboxen entschied Vitali Klitschko am 16. November 1996 für sich, als er in der Sporthalle Wandsbek in Hamburg Tony Bradham in der zweiten Runde K. o. schlug.

1998: Europameister im Schwergewicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein erster bedeutender Titelgewinn gelang ihm am 24. Oktober 1998 in seinem 22. Profikampf, als er Mario Schießer im Kampf um die Europameisterschaft vorzeitig besiegte.

1999: erster Weltmeistertitel der WBO[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Serie von 24 K.-o.-Siegen in Folge gewann Klitschko am 26. Mai 1999 gegen Herbie Hide den Weltmeistertitel der WBO durch K. o. in der zweiten Runde. Klitschko wurde damit der erste Schwergewichtsweltmeister aus der ehemaligen Sowjetunion sowie der erste, der promoviert wurde. Den WBO-Gürtel verteidigte er in zwei Kämpfen erfolgreich.

2000: WBO-Niederlage gegen Chris Byrd[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überraschend verlor er am 1. April 2000 gegen den US-Amerikaner Chris Byrd den WBO-Gürtel. Byrd war nur anderthalb Wochen vor dem Kampf als Ersatzgegner für den ursprünglich vorgesehenen, aber kurzfristig erkrankten Donovan Ruddock verpflichtet worden. Nach der neunten Runde gab Klitschko den Kampf wegen eines Sehnenrisses in der linken Schulter auf. Er lag zu diesem Zeitpunkt auf allen drei Punktzetteln vorn (zweimal mit 7:2, einmal mit 8:1 Runden). Besonders in den USA wurde ihm daraufhin mangelnder Kampfgeist vorgeworfen.

Nach der verletzungsbedingten Pause gab Klitschko am 25. November 2000 mit einem Kampf um den vakanten Europameistertitel gegen Timo Hoffmann sein Comeback. Es war der erste Kampf seiner Profikarriere, den Klitschko nach Punkten gewann. In der Folgezeit kämpfte er sich mit mehreren Siegen, unter anderem gegen Orlin Norris, Ross Puritty, Vaughn Bean und Larry Donald an die Spitze der Ranglisten der Boxverbände zurück und stieg dadurch zum Herausforderer des damaligen WBC-Weltmeisters Lennox Lewis auf.

2003: Kampfabbruch gegen WBC-Weltmeister Lennox Lewis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich sollte Klitschko bei einer freiwilligen Titelverteidigung von Lewis gegen den Kanadier Kirk Johnson in einem Vorkampf gegen den ungeschlagenen US-Amerikaner Cedric Boswell boxen. Durch die verletzungsbedingte Absage Johnsons bekam Klitschko allerdings die Chance, selbst gegen Lewis anzutreten. Am 21. Juni 2003 verlor er im Staples Center von Los Angeles gegen Lewis durch technischen K. o. Nach der sechsten Runde wurde der Kampf vom Ringrichter auf Empfehlung des Ringarztes wegen mehrerer stark blutender Platzwunden in Klitschkos Augenbereich abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er auf allen drei Punktzetteln der Punktrichter vier der sechs Runden gewonnen. Die Entscheidung, den Kampf abzubrechen, war umstritten. Der als Experte anwesende George Foreman sah in Klitschko den eigentlichen Sieger des Kampfes. Auch das US-amerikanische Publikum feierte Vitali Klitschko und reagierte verärgert auf den Abbruch.

2004: WBC-Weltmeister durch Sieg ber Corrie Sanders[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen der unglücklichen Art der Niederlage blieb Klitschko allerdings weiterhin hoch in den Ranglisten platziert. Noch im Dezember desselben Jahres konnte er sich durch einen K.-o.-Sieg über Kirk Johnson für einen weiteren Titelkampf der WBC qualifizieren. Nachdem der erwartete und vom WBC-Verband angesetzte Rückkampf gegen Lewis aufgrund des Rücktritts des amtierenden Weltmeisters nicht zustande kam, boxte Klitschko am 24. April 2004 in Los Angeles gegen den Südafrikaner Corrie Sanders, der im März 2003 Klitschkos Bruder Wladimir im Kampf um den WBO-Titel überraschend geschlagen hatte, um den nunmehr vakanten Titel. Er gewann in einem mit hoher Intensität geführten Kampf durch technischen K. o. in der achten Runde. Vitali Klitschko zeigte sich in diesem Kampf, wie bereits im Kampf gegen Lewis, als kompletter Boxer auf der Höhe seines Könnens. Er verdiente sich durch seine spektakuläre Kampfesführung den Respekt der US-amerikanischen Boxszene sowie den Ruf als zu diesem Zeitpunkt bester Schwergewichtsweltmeister.

Ein anschließend angestrebtes prestigeträchtiges Duell mit Mike Tyson ließ sich nicht realisieren, da der gealterte Tyson in der Zwischenzeit überraschend gegen den Briten Danny Williams verlor. Klitschko verteidigte seinen Titel daraufhin am 11. Dezember 2004 gegen Williams durch technischen K. o. in der achten Runde. Es war der vorerst letzte Kampf in der Karriere des Ukrainers, was zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen war.

Zwangspause bis 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nächster Gegner sollte der US-Amerikaner Hasim Rahman sein. Rahman hatte sich 2001 mit einem sensationellen K.-o.-Sieg über Lennox Lewis einen Namen gemacht, war im direkten Rückkampf allerdings selbst schwer K. o. gegangen und hatte auch anschließend in einigen Folgekämpfen enttäuscht. Klitschko musste diese Pflichtverteidigung mehrmals verletzungsbedingt verschieben. Am 30. April war ein Muskelfaserriss der Grund, am 18. Juni und am 23. Juli eine Rücken-Operation und kurz vor dem 12. November dann ein Meniskusriss im rechten Knie. Neben dem Meniskusschaden wurde bei ihm zusätzlich noch ein Riss des Kreuzbandes im rechten Knie diagnostiziert. Da durch diese Verletzungen der Kampf erneut abgesagt werden musste, kündigte der WBC an, Klitschko den Titel abzuerkennen, falls er seiner Verpflichtung zur Titelverteidigung nicht innerhalb von sechzig Tagen nachkomme. Daraufhin entschloss sich der damals 34-Jährige zum überraschenden Rücktritt. Am 9. November 2005 gab Klitschko offiziell das Ende seiner Profiboxkarriere bekannt. Er wurde daraufhin vom WBC zum so genannten „World Champion Emeritus“ ernannt, ein Status, der es ihm ermöglichte, bei einem Comeback sofort wieder um den WBC-Titel boxen zu dürfen.

Nachdem er ein derartiges Comeback lange ausgeschlossen hatte, wurde am 24. Januar 2007 seine Absicht zur Rückkehr in den Boxring publik. Er legte dem WBC einen Antrag auf einen Kampf gegen den aktuellen Weltmeister des Verbandes Oleg Maskajew vor. Der Kampf war zunächst für Juni 2007 in Moskau geplant, konnte aber nicht realisiert werden, da die Verhandlungen zwischen Klitschko, Maskajew und dessen Pflichtherausforderer Samuel Peter scheiterten und entschieden wurde, dass zunächst Peter gegen Maskajew antreten sollte. Der Gewinner dieses Duells sollte den WBC-Titel danach gegen Klitschko verteidigen. In der Zwischenzeit plante Vitali Klitschko für den 22. September 2007 einen Kampf in München gegen Jameel McCline, musste dieses Duell allerdings aufgrund eines Bandscheibenvorfalls, den er während der Vorbereitung in Kitzbühel erlitt, zwei Wochen vor dem Kampftermin absagen. Die erneute Trainingsverletzung erforderte eine Notoperation in Innsbruck mit anschließender sechswöchiger Rehabilitation. Er beschloss, danach keinen Aufbaukampf mehr zu bestreiten und gleich gegen den WBC-Weltmeister Samuel Peter anzutreten, der inzwischen Oleg Maskajew entthront hatte.

2008: Rckkehr und erneute WBC-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vitali Klitschko trat am 11. Oktober 2008, drei Jahre und zehn Monate (1400 Tage) nach seinem vorläufigen Rücktritt, in der Berliner O2 World gegen den Nigerianer Samuel Peter an. Er beherrschte den Kampf deutlich und nutzte dabei den Vorteil seiner wesentlich größeren Reichweite. Nachdem Peter alle acht vorangegangenen Runden klar verloren hatte und im Gesicht bereits schwer gezeichnet war, kam er zur neunten Runde nicht mehr aus seiner Ecke und gab den Kampf auf. Durch den Gewinn des WBC-Titels durch Vitali Klitschko gelang den Klitschko-Brüdern zudem ein boxhistorisches Novum, da erstmals zwei Brüder gleichzeitig Weltmeistertitel im Schwergewicht hielten. Zudem gelang es ihm als viertem Boxer nach Muhammad Ali, Evander Holyfield und Lennox Lewis, ein drittes Mal eine Weltmeisterschaft im Schwergewicht zu gewinnen.

Gemäß der Vereinbarung mit dem WBC-Verband, die ihm trotz der langen Inaktivität den Weltmeisterschaftskampf ermöglichte, musste Klitschko den Titel gegen den ehemaligen Cruisergewichtsweltmeister Juan Carlos Gómez verteidigen. Gómez, ein früherer Sparringspartner der Klitschkos aus der Zeit, als sie gemeinsam beim Hamburger Universum-Boxstall unter Vertrag standen, erwarb sich das Recht auf den Titelkampf mit einem Sieg über Klitschkos Landsmann Wolodymyr Wirtschis. Im Dezember 2008 wurde zudem von der WBC angeordnet, dass der Gewinner des Kampfes zwischen Klitschko und Gómez seinen Titel innerhalb von 120 Tagen gegen den Ex-Weltmeister Oleg Maskajew verteidigen sollte, wogegen Klitschko allerdings beim internationalen Sportgerichtshof (CAS) Beschwerde einlegte. Die Pflichtverteidigung gegen den Exilkubaner Gómez fand am 21. März 2009 in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle statt. Klitschko gewann den Kampf durch technischen K. o. in der neunten Runde. Im Juni 2009 wurde von der CAS zugunsten Klitschkos geurteilt, so dass er nicht gegen Maskajew antreten musste und stattdessen seinen nächsten Gegner im Rahmen der Verbandsbestimmungen für eine freiwillige Titelverteidigung selbst bestimmen konnte. Kurz nach dem Sieg gegen Gómez erklärte der World Boxing Council WBC den zu diesem Zeitpunkt 37-jährigen Ukrainer zum größten Knockouter aller Zeiten. „Die Quote von 36 K. o. bei 37 Siegen (97,3 Prozent) hat noch nie ein Boxer in der Geschichte des Schwergewichts erreicht.“

Nachdem der ehemalige britische Cruisergewichtsweltmeister David Haye einen Kampf gegen Vitalis Bruder Wladimir Klitschko wegen einer umstrittenen Rückenverletzung abgesagt hatte, einigte er sich kurz darauf mit Vitali Klitschko auf einen Kampf. Der Kampf sollte am 12. September 2009 in der Commerzbank-Arena in Frankfurt stattfinden, kam aber ebenfalls nicht zustande, da Haye ihn wegen Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Vertrages absagte. Klitschkos nächster Gegner wurde stattdessen der in 27 Profikämpfen unbesiegte US-Amerikaner Chris Arreola. Der Kampf fand am 26. September 2009 im Staples Center in Los Angeles statt. Klitschko traf seinen Kontrahenten von Beginn an häufig, nutzte seine Reichweitenvorteile optimal und boxte den ganzen Kampf aus der Rückwärtsbewegung heraus. Arreola gelang es nicht, an Klitschkos starker Führhand vorbeizukommen, und wurde oft ausgekontert. Nach insgesamt 301 Treffern, die er bei Arreola platzieren konnte, siegte Klitschko durch Abbruch durch den Ringrichter in der Pause zur elften Runde vorzeitig.

Vitali Klitschko gegen Albert Sosnowski in der Gelsenkirchener Veltins-Arena am 29. Mai 2010
Bild: GFHund

Zur dritten Verteidigung des WBC-Titels innerhalb eines Jahres trat Klitschko weniger als drei Monate nach seinem Sieg gegen Arreola am 12. Dezember 2009 in der Berner PostFinance-Arena gegen den US-Amerikaner Kevin Johnson an. Da sein Bruder Wladimir diesen ursprünglich für ihn geplanten Kampftermin (mit dem Sender RTL waren für das Jahr 2009 vier Kampfabende mit Beteiligung der Klitschkos vereinbart worden) wegen einer Schulterverletzung, die eine Operation erforderte, nicht wahrnehmen konnte, übernahm Vitali Klitschko den Termin und bestritt damit erstmals seit 1999 mehr als zwei Kämpfe in einem Kalenderjahr. Den Kampf gegen Johnson, der in der WBC-Rangliste auf Rang sechs platziert und in 23 Profikämpfen ungeschlagen war, gewann Klitschko einstimmig nach Punkten und dadurch erstmals seit 2000 nicht vorzeitig, da der weitgehend passiv und defensiv agierende Johnson durch Pendel- und Meidbewegungen nur wenige klare Treffer zuließ. Nach Ende der zwölf Runden werteten zwei der drei Punktrichter alle Runden zugunsten Vitali Klitschkos, während der dritte Punktrichter dem Herausforderer eine Runde gutschrieb. In diesem Kampf schlug Klitschko insgesamt 1013 mal, davon 749 Jabs. Nachdem zu Beginn des Jahres 2010 langwierige Verhandlungen für einen Kampf gegen den ehemaligen WBA-Weltmeister Nikolai Walujew insbesondere an den hohen finanziellen Forderungen von Walujews Co-Promoter Don King scheiterten, wurde als nächster Gegner der in Großbritannien lebende, in Deutschland zuvor eher unbekannte Pole Albert Sosnowski verpflichtet. Sosnowski hatte im Dezember 2009 die Europameisterschaft im Schwergewicht gewonnen. Das Duell zwischen Klitschko und Sosnowski, zu diesem Zeitpunkt die Nummer elf der WBC-Rangliste, fand am 29. Mai 2010 in der Gelsenkirchener Veltins-Arena statt, in der im Jahr zuvor Wladimir Klitschko gegen Ruslan Chagayev gekämpft und gewonnen hatte. Klitschko besiegte den Polen durch K. o. in der zehnten Runde.

Anschließend wurden die Verhandlungen mit Haye und Walujew wieder aufgenommen, doch es konnte erneut keine Einigung erzielt werden, so dass schließlich der ehemalige WBO-Weltmeister Shannon Briggs als nächster Gegner verpflichtet wurde. Beim WM-Kampf am 16. Oktober 2010 in der Hamburger O2 World besiegte Klitschko den US-Amerikaner in zwölf Runden einstimmig nach Punkten.

Der kubanische Boxer Odlanier Solís gewann am 17. Dezember 2010 in einem WM-Ausscheidungskampf das Herausforderungsrecht auf einen WBC-Weltmeisterschaftskampf gegen Vitali Klitschko. Dieser WM-Kampf fand am 19. März 2011 in Köln statt. Solís (in 17 Profi-Kämpfen ungeschlagen und Olympiasieger von 2004) verlor den Kampf gegen Klitschko durch Technischen KO in der ersten Runde. Laut Solís waren Risse im vorderen Kreuzband und äußeren Meniskus im rechten Knie für das Ende des Kampfes verantwortlich.

Wladimir (l.) und Vitali Klitschko 2012 mit ihren damaligen Weltmeistergürteln
Bild: GFHund

Bereits im Januar 2011 war eine Vorvereinbarung zwischen dem Management der Klitschko-Brüder und dem des Polen Tomasz Adamek für einen möglichen Kampf im September 2011 getroffen worden, zunächst mit Präferenz für Wladimir Klitschko. Da sich Wladimir Klitschko allerdings im März nach langwierigen Verhandlungen zu einem Titelvereinigungskampf gegen den WBA-Titelträger David Haye verpflichtete, sollte Vitali Klitschko stattdessen gegen Adamek antreten. Als Termin und Veranstaltungsort wurden der 10. September 2011 und das für die Europameisterschaft 2012 errichtete Fußballstadion in Breslau ausgewählt. Nach überlegen geführtem Kampf gewann Klitschko durch technischen K. o. in der zehnten Runde.

Für die folgende freiwillige Titelverteidigung am 18. Februar 2012 in München wurde Dereck Chisora verpflichtet. Chisora hätte bereits 2010 bzw. 2011 gegen Vitalis Bruder Wladimir boxen sollen; dieser Kampf wurde jedoch zweimal verschoben und schließlich gänzlich abgesagt. Im Rahmen des nun stattfindenden Kampfes sorgte Chisora insbesondere außerhalb des Rings für Aufsehen; unter anderem ohrfeigte er Vitali Klitschko beim Wiegen, spuckte Wladimir Klitschko Wasser ins Gesicht und lieferte sich auf der Pressekonferenz nach dem Kampf mit dem ebenfalls anwesenden David Haye eine intensive verbale und physische Auseinandersetzung. Den Kampf über zwölf Runden gewann Vitali Klitschko letztlich klar nach Punkten trotz einer Schulterverletzung, durch die er ab der fünften Runde seine linke Hand nicht mehr richtig einsetzen konnte. Seinen bisher letzten Kampf bestritt er am 8. September 2012 in Moskau gegen Manuel Charr, den er durch TKO nach der 4. Runde besiegte.

Am 16. Dezember 2013 wurde Vitali Klitschko vom WBC zum „Champion Emeritus“ ernannt, nachdem er seinen WBC-Weltmeistergürtel niedergelegt hatte. Der vakant gewordene WBC-Titel wurde anschließend von Bermane Stiverne gegen Chris Arreola gewonnen.

Boxstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der schlagstarke Linksausleger Vitali Klitschko zählte neben seinem Bruder Wladimir zu den stärksten Boxern im Schwergewicht. Sein Boxstil zeichnete sich durch einen linken Jab, den er sehr variantenreich einsetzte, und eine starke rechte Schlaghand aus.

Aufgrund seiner Körpergröße von 2,00 m und guter Reflexe konnte er es sich erlauben, in einem Kampf nahezu ohne Deckungsarbeit zu agieren. Seine linke Führhand ließ er auf Hüfthöhe hängen, die rechte Schlaghand behielt er etwa auf Brusthöhe. Aufgrund seiner tiefen Linken, die er variantenreich als Gerade, Kopf- oder Aufwärtshaken von unten schlug, konnte er seine starke Führhand platzieren, ohne dass der Gegner diese sah. Die rechte Hand schlug er oft als Cross von seiner Schulterhöhe nach unten, aber auch als einfache Gerade oder Seitwärtshaken. Ein wichtiger Aspekt war auch die psychische Wirkung: Klitschko stand ohne Deckung vor dem Gegner und traf häufig, ohne selbst getroffen zu werden. Dieser unorthodoxe und für seine Gegner sehr unbequeme Kampfstil ermöglichte es ihm, seine Kontrahenten schnell zu zermürben.

Seine Defensivarbeit bestand lediglich aus kurzen Meidbewegungen mit dem Oberkörper nach hinten, gepaart mit Rollbewegungen der Schulter, um das Kinn zu schützen, sowie einer Beinarbeit, mit der er im Rückwärtsgang zur Seite auswich. Anders als sein Bruder war er nicht immer auf die Distanz zum Gegner angewiesen, sondern konnte auch in der Halbdistanz mit schnellen Händen agieren. Mit diesem Stil schaffte es der dreifache Schwergewichtsweltmeister, 41 seiner 45 gewonnenen Kämpfe vorzeitig zu beenden, meistens durch einen Technischen Knockout. Er war zudem dafür bekannt, in gefährlichen Situationen starke Nerven zu zeigen, und galt als Boxer, der bereit war, in einem Kampf an seine Grenzen zu gehen, auch wenn das die amerikanische Boxöffentlichkeit nach seiner Aufgabe gegen Chris Byrd noch bezweifelt hatte. Es wurden ihm sehr gute Nehmerfähigkeiten zugesprochen, die er vor allem in den Duellen mit Lennox Lewis und Corrie Sanders unter Beweis stellte, aber auch eine sehr hohe Verletzungsanfälligkeit, die dann auch der Grund für seine beiden einzigen Niederlagen war.

Liste der Profikmpfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

45 Siege (41 K.o.-Siege), 2 Niederlagen (2 K.o.-Niederlagen),0 Unentschieden
JahrTagOrtGegnerErgebnis fr Klitschko
199616. NovemberDeutschland Sporthalle Wandsbek, Hamburg, DeutschlandVereinigte Staaten Tony BradhamSieg / KO 2. Runde
30. NovemberOsterreich Arena Nova, Wiener Neustadt, sterreichSlowakei Franti?ek SuminaSieg / TKO 1. Runde
21. DezemberDeutschland Zoo-Gesellschaftshaus, Frankfurt am Main, DeutschlandVereinigte Staaten Brian SargentSieg / TKO 2. Runde
199725. JanuarDeutschland Maritim Hotel, Stuttgart, DeutschlandVereinigte Staaten Mike AcklieSieg / KO 1. Runde
22. FebruarDeutschlandSporthalle Hamburg, Hamburg, DeutschlandKanada Troy RobertsSieg / KO 2. Runde
8. MrzDeutschlandSartory-Sle, Kln, DeutschlandVereinigte Staaten Calvin JonesSieg / KO 1. Runde
12. AprilDeutschlandEurogress, Aachen, DeutschlandVereinigte Staaten Derrick RoddySieg / TKO 2. Runde
10. MaiDeutschland Ballsporthalle, Frankfurt am Main, DeutschlandVereinigte Staaten Cleveland WoodsSieg / KO 2. Runde
14. JuniDeutschland Saaltheater Geulen, Aachen, DeutschlandVereinigte Staaten Jimmy HaynesSieg / KO 2. Runde
4. OktoberDeutschlandStadionsporthalle, Hannover, DeutschlandVereinigte Staaten Will HintonSieg / KO 2. Runde
8. NovemberDeutschlandBallsporthalle, Frankfurt am Main, DeutschlandVereinigte Staaten Gilberto WilliamsonSieg / KO 6. Runde
29. NovemberDeutschland Rheinstrandhalle, Karlsruhe, DeutschlandVereinigte Staaten Herman DelgadoSieg / TKO 3. Runde
20. DezemberDeutschland Oberrheinhalle, Offenburg, DeutschlandVereinigte Staaten Anthony WillisSieg / KO 5. Runde
199817. JanuarDeutschlandSport- und Erholungszentrum, Berlin, DeutschlandVereinigte StaatenMarcus RhodeSieg / TKO 2. Runde
30. JanuarDeutschland Berdux Filmstudios, Mnchen, DeutschlandBulgarien Alben BelinskiSieg / KO 2. Runde
7. MrzDeutschland Sartory Sle, Kln, DeutschlandVereinigte Staaten Louis MonacoSieg / KO 3. Runde
20. MrzDeutschland Ballsporthalle, Frankfurt am Main, DeutschlandVereinigte Staaten Levi BillupsSieg / KO 2. Runde
18. AprilDeutschland Eurogress, Aachen, DeutschlandVereinigtes Konigreich Julius FrancisSieg / TKO 2. Runde
2. MaiDeutschland Hansehalle, Lbeck, DeutschlandVereinigte Staaten Dicky RyanSieg / TKO 5. Runde
5. JuniDeutschlandSporthalle Hamburg, Hamburg, DeutschlandKuba Jos RibaltaSieg / TKO 2. Runde
11. AugustVereinigte Staaten Miccosukee Indian Gaming, Miami, USAJamaika Ricardo KennedySieg / TKO 1. Runde
24. OktoberDeutschlandSporthalle Hamburg, Hamburg, DeutschlandDeutschlandMario Schieer
vakante Europameisterschaft
Sieg / TKO 2. Runde
5. DezemberUkraine Sportpalast, Kiew, UkraineItalien Francesco Spinelli
EM-Titelverteidigung
Sieg / TKO 1. Runde
199920. FebruarDeutschlandSporthalle Hamburg, Hamburg, DeutschlandFrankreich Ismael Youla
EM-Titelverteidigung
Sieg / TKO 2. Runde
26. JuniVereinigtes Konigreich London Arena, London, GrobritannienNigeriaHerbie Hide
WBO-Weltmeisterschaft
Sieg / KO 2. Runde
9. OktoberDeutschlandArena Oberhausen, Oberhausen, DeutschlandVereinigte Staaten Ed Mahone
WBO-Titelverteidigung
Sieg / TKO 3. Runde
11. DezemberDeutschlandSporthalle Hamburg, Hamburg, DeutschlandVereinigte Staaten Obed Sullivan
WBO-Titelverteidigung
Sieg / TKO 9. Runde
20001. AprilDeutschlandEstrel Convention Center, Berlin, DeutschlandVereinigte StaatenChris Byrd
WBO-Titelverteidigung
Niederlage / Aufgabe 9. Runde
25. NovemberDeutschlandPreussag-Arena, Hannover, DeutschlandDeutschlandTimo Hoffmann
vakante Europameisterschaft
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
200127. JanuarDeutschlandRudi-Sedlmayer-Halle, Mnchen, DeutschlandVereinigte StaatenOrlin NorrisSieg / KO 1. Runde
8. DezemberDeutschland Arena Oberhausen, Oberhausen, DeutschlandVereinigte StaatenRoss PurittySieg / TKO 11. Runde
20028. FebruarDeutschlandVolkswagen Halle, Braunschweig, DeutschlandVereinigte StaatenVaughn BeanSieg / TKO 11. Runde
23. NovemberDeutschlandWestfalenhalle, Dortmund, DeutschlandVereinigte StaatenLarry DonaldSieg / TKO 10. Runde
200321. JuniVereinigte StaatenStaples Center, Los Angeles, USAVereinigtes KonigreichLennox Lewis
WBC-Weltmeisterschaft
Niederlage / TKO 6. Runde
6. DezemberVereinigte StaatenMadison Square Garden, New York, USAKanadaKirk JohnsonSieg / TKO 2. Runde
200424. AprilVereinigte Staaten Staples Center, Los Angeles, USASudafrikaCorrie Sanders
vakante WBC-Weltmeisterschaft
Sieg / TKO 8. Runde
11. DezemberVereinigte Staaten Mandalay Bay Hotel, Las Vegas, USAVereinigtes KonigreichDanny Williams
WBC-Titelverteidigung
Sieg / TKO 8. Runde
200811. OktoberDeutschlandO2 World, Berlin, DeutschlandNigeriaSamuel Peter
WBC-Weltmeisterschaft
Sieg / Aufgabe 8. Runde
200921. MrzDeutschlandHanns-Martin-Schleyer-Halle, Stuttgart, DeutschlandKubaJuan Carlos Gmez
WBC-Titelverteidigung
Sieg / TKO 9. Runde
26. SeptemberVereinigte Staaten Staples Center, Los Angeles, USAVereinigte StaatenChris Arreola
WBC-Titelverteidigung
Sieg / TKO 10. Runde
12. DezemberSchweizPostFinance-Arena, Bern, SchweizVereinigte StaatenKevin Johnson
WBC-Titelverteidigung
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
201029. MaiDeutschlandVeltins-Arena, Gelsenkirchen, DeutschlandPolenAlbert Sosnowski
WBC-Titelverteidigung
Sieg / KO 10. Runde
16. OktoberDeutschlandO2 World, Hamburg, DeutschlandVereinigte StaatenShannon Briggs
WBC-Titelverteidigung
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
201119. MrzDeutschlandLanxess-Arena, Kln, DeutschlandKubaOdlanier Sols
WBC-Titelverteidigung
Sieg / TKO 1. Runde
10. SeptemberPolenStadion Miejski, Breslau, PolenPolenTomasz Adamek
WBC-Titelverteidigung
Sieg / TKO 10. Runde
201218. FebruarDeutschlandOlympiahalle, Mnchen, DeutschlandVereinigtes KonigreichDereck Chisora
WBC-Titelverteidigung
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
8. SeptemberRusslandOlimpijski-Halle, Moskau, RusslandDeutschlandManuel Charr
WBC-Titelverteidigung
Sieg / TKO 4. Runde
Quelle: Vitali Klitschko in der BoxRec-Datenbank

Daten und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktive Zeit (Profi):1996?2005, 2008?2013
Trainer:Fritz Sdunek
Manager:Bernd Bnte
Alias:Dr. Eisenfaust
Gewicht ():112kg
Gre:2,00 Meter
Brustkorbumfang:1,19 Meter
Oberarmumfang:43,5cm
Unterarm:43cm
Faust:30cm

Erfolge als Amateur

  • 195 Siege ? 15 Niederlagen
  • 1995: Vize-Weltmeister im Superschwergewicht (Berlin, Deutschland)
  • 1995: Militr-Weltmeister im Superschwergewicht (Ariccia, Italien)

Erfolge als Profi

  • 45 Siege ? 2 Niederlagen
  • 26. Juni 1999: WBO-Weltmeister im Schwergewicht (2 Titelverteidigungen)
  • 24. April 2004: WBC-Weltmeister im Schwergewicht (11 Titelverteidigungen)

Regionale Titel

  • 2. Mai 1998: WBO Interkontinentaler Meister im Schwergewicht
  • 24. Oktober 1998: EBU-Europameister im Schwergewicht (2 Titelverteidigungen)
  • 25. November 2000: EBU-Europameister im Schwergewicht
  • 27. Januar 2001: WBA Interkontinentaler Meister im Schwergewicht (3 Titelverteidigungen)


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wladimir (l.) und Vitali Klitschko 2004 als Unterstützer der Orangen Revolution
Bild: GFHund

Die Klitschko-Brüder engagierten sich für die Farbrevolution Orange Revolution in der Ukraine.

Erste Kandidaturen zum Amt des Kiewer Brgermeister 2006 und 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. März 2006 trat Vitali Klitschko erstmals bei der Wahl zum Bürgermeister der Stadt Kiew an und kandidierte für das ukrainische Parlament. Bei der Bürgermeisterwahl erzielte er 29 % der Stimmen und verlor damit gegen Leonid Tschernowezkyj, für den 34 % stimmten. Der Amtsinhaber Olexander Omeltschenko erreichte nur 20 %. Klitschko errang dadurch ein Abgeordnetenmandat für den Stadtrat der ukrainischen Hauptstadt.

Im März 2008 wurden vorzeitige Neuwahlen zum Bürgermeisteramt und dem Stadtparlament angesetzt, bei denen Vitali Klitschko erneut u. a. gegen den damaligen Amtsinhaber Tschernowezkyj und Olexander Turtschynow antrat. Der Urnengang fand am 25. Mai statt. Wie bereits bei den vorherigen Bürgermeisterwahlen war Klitschko dabei Spitzenkandidat des nach ihm benannten Wahlbündnisses Blok Witalij Klytschko. Bei der Wahl wurde Amtsinhaber Tschernowezkyj bestätigt, Klitschko kam nach Olexander Turtschynow auf den dritten Platz. Er erklärte, bei den nächsten Bürgermeisterwahlen in Kiew wieder kandidieren zu wollen.

UDAR-Grndung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klitschko 2012 mit dem damaligen EVP-Vorsitzenden Wilfried Martens
Bild: GFHund

Im April 2010 wurde Vitali Klitschko zum Vorsitzenden der neu gegründeten, pro-westlichen Partei Ukrainische demokratische Allianz für Reformen (Ukrajinskij demokratitschnij aljans sa reformy) UDAR (ukr./rus. für Schlag bzw. Fausthieb) gewählt. Er war der Spitzenkandidat der Partei für die Parlamentswahlen 2012. Klitschko erklärte vor diesen Wahlen, sein Ziel sei es, mit UDAR 15 Prozent der Stimmen zu erhalten. Bei den Wahlen am 28. Oktober 2012 erreichte UDAR 13,9 % der Wählerstimmen und wurde mit einer Fraktionsstärke von 42 Abgeordneten drittstärkste Parlamentsfraktion. Klitschko wurde im Dezember 2012 zum Fraktionsvorsitzenden von UDAR gewählt. Im August 2013 kündigte er an, 2015 für das Präsidentenamt kandidieren zu wollen.

Untersttzung durch die deutsche Regierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klitschko und seine Partei erhielten Unterstützung von Angela Merkel, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der EVP. Zielsetzung war nach SPIEGEL-Informationen, Klitschko „gezielt zum neuen starken Mann in Kiew auf(zu)bauen - und so den gewachsenen Einfluss des Kreml (zu) kontern“.

Euromaidan-Proteste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klitschko auf dem Chreschtschatyk in Kiew am 27. November 2013
Bild: GFHund
Vitali Klitschko mit Oleh Tjahnybok und Arsenij Jazenjuk (v.l.n.r., Dezember 2013)
Bild: GFHund

Bei den Euromaidan-Protesten spielte Klitschko eine wichtige Rolle. Er bildete gemeinsam mit Oleh Tjahnybok von der rechtsextremen Swoboda-Partei sowie Arsenij Jazenjuk von der Allukrainischen Vereinigung „Vaterland“ der ehemaligen Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko ein oppositionelles Dreierbündnis, das den Rücktritt von Präsident Wiktor Janukowytsch erreichen wollte. Klitschko und seine Partei erhielten u. a. Unterstützung von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nach schweren Ausschreitungen in Kiew am 19. Januar 2014 verabredete Klitschko mit Janukowytsch ein Zusammentreffen von Regierungsmitgliedern und Oppositionsvertretern. Klitschko selbst war während der Ausschreitungen beim Versuch, die eskalierte Lage zu beruhigen, von einzelnen Demonstranten angegriffen worden. Unter Mithilfe der Vermittler Radosław Sikorski und Frank-Walter Steinmeier handelten Klitschko und die führenden Funktionäre der anderen Oppositionsparteien einen Kompromiss mit Janukowytsch aus, der vorgezogene Neuwahlen und die Wiedereinsetzung der Verfassung von 2004 vorsah. Bei der Unterzeichnung des Kompromisses am 21. Februar 2014 vertauschte Klitschko zuvor sein Namensschild mit dem des deutschen Außenministers Steinmeier, um nicht neben Janukowytsch sitzen zu müssen. Nur einen Tag später setzte die Opposition um Klitschko zusammen mit Überläufern aus Janukowytschs Partei den Präsidenten durch einen Parlamentsbeschluss ab und ordnete Neuwahlen für den 25. Mai 2014 an.

Kritik am Bndnis mit Swoboda[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klitschko wurde dafür kritisiert, dass er sich während der Euromaidan-Proteste mit der rechtsextremen Swoboda-Partei unter der Führung von Oleh Tjahnybok verbündet hatte. Er verteidigt die Allianz mit den Rechten allen Bedenken zum Trotz. „Wir haben verschiedene Ideologien, zwei Dinge aber einen uns: Wir kämpfen gegen die heutigen Machthaber, und wir wollen europäische Werte in unserem Land“, sagt er. Die Friedrich-Ebert-Stiftung verurteilt das Verhalten der Opposition um Klitschko: Sie distanziere sich nicht eindeutig von Swobodas antisemitischer, fremdenfeindlicher und rassistischer Rhetorik und habe damit „Swoboda in den Augen der Öffentlichkeit vom Stigma befreit, sie legitimiert“ und ihr den Anschein gegeben, „als sei sie als Partner mit anderen Parteien gleichwertig“. Oleh Tjahnybok stand stets neben Klitschko, Arseni Jazenjuk und Julija Tymoschenko während der Euromaidan-Proteste und der Krimkrise 2014.

Aufgegebene Prsidentschaftskandidatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petro Poroschenko, Vitali Klitschko, John Kerry und Arsenij Jazenjuk (v.l.n.r., 2014 bei der Sicherheitskonferenz in München)
Bild: GFHund

Drei Tage nach dem Sturz von Janukowytsch kündigte Klitschko seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2014 an. Er zog sie jedoch am 29. März 2014 zurück, um die Kandidatur Petro Poroschenkos zu unterstützen.

Wahl zum Kiewer Brgermeister 2014 und Wiederwahl 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. März 2014 gab Klitschko seine Kandidatur zum Kiewer Bürgermeister bei der Wahl am 25. Mai 2014 bekannt. Die Wahl gewann er im ersten Wahlgang mit 57,4 % der Stimmen.

Zur Wiederwahl im Herbst 2015 erhielt er am 25. Oktober im ersten Wahlgang 38,4 % der Stimmen und damit am meisten Stimmen aller Kandidaten. Er wurde im zweiten Wahlgang mit 66,5 % wiedergewählt.

Ernennung zum Vorsitzenden des Block Poroschenko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. August 2015 wurde Vitali Klitschko auf Grund der Vereinigung von UDAR mit Block Petro Poroschenko zu deren neuen Parteivorsitzenden ernannt.

Mitgliedschaft beim International Advisory Council[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vitali Klitschko ist Mitglied des International Advisory Councils, einer, vom amerikanischen Think-Tank International Republican Institute ausgewählten, internationalen Gruppe politischer Führungspersönlichkeiten.



Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012, wenige Wochen vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine, kritisierte Klitschko in einem Interview die Menschenrechtssituation in der Ukraine.

Seit 1996 engagieren sich Vitali Klitschko und sein Bruder Wladimir neben dem Sport für mehr soziale Gerechtigkeit. Sie haben einen Fonds für sozial benachteiligte Kinder gegründet und starteten in Marokko und Brasilien Hilfsprojekte. Sie unterstützen Schulungs- und Bildungsaktivitäten für Kinder in Afrika, Asien und Südamerika. Für ihren Einsatz wurden sie von der UNESCO als „Heroes for Kids“ ausgezeichnet, als Vorbilder für Fairness, sportlichen Erfolg und Bildung.

Zusammen mit seiner Frau Natalia und wie bereits zuvor sein Bruder Wladimir unterstützt er die Felix Burda Stiftung bei einer Kampagne zur Darmkrebsvorsorge unter dem Titel „Wer seinen Partner LIEBT, schickt ihn zur Vorsorge“.

Vitali Klitschko und Wladimir Kramnik, Dortmund 2002
Bild: GFHund

Bei den Dortmunder Schachtagen spielte er am 20. Juli 2002 eine Blitzpartie gegen Schachweltmeister Wladimir Kramnik, die remis endete (bei einer Zeitvorgabe von einer Minute für Kramnik zu fünf Minuten für Klitschko).

Die Klitschko-Brüder betreiben seit Oktober 2007 eine eigene Vermarktungsagentur „Klitschko Management Group GmbH“ (KMG) mit Sitz in Hamburg-Ottensen. Geschäftsführer der Agentur ist der langjährige Klitschko-Manager Bernd Bönte.

Im Disney-Film Die Kühe sind los liehen er und sein Bruder Wladimir 2004 den Jungbullen Boris und Noris ihre Stimmen.

Das Lied Hells Bells von AC/DC wird vom Boxer als Einlaufmusik genutzt.



Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vitali Klitschko ist zusammen mit seinem Bruder Wladimir Protagonist des Kinofilms Klitschko, der am 16. Juni 2011 im Majestic Filmverleih in die deutschen Kinos kam. Regisseur Sebastian Dehnhardt begleitete in seinem Kinodebüt die Klitschkos über einen Zeitraum von zwei Jahren in Deutschland, in der Ukraine, in USA, in Kasachstan, in Kanada, in Österreich und in der Schweiz. Seine Weltpremiere feierte der Film auf dem Tribeca Film Festival.



Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]



Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ?Central Election Commission, Electoral list of PARTY "BLOK PETRA POROSHENKA", Official Website, cvk.gov.ua, abgerufen am 8. Mrz 2015
  2. ?Klitschko wird Chef der Prsidentenpartei. In: Der Standard.28. August 2015, abgerufen am 31.August 2015.
  3. ??? ??? ??????? ????????? ? ????? ??????????... Er war ein guter General und kluger Diplomat ... (russ.) In: box.sport.ua
  4. ?Klitschko und der Aufstand in Kiew, SPON vom 10. Dezember 2013
  5. ?instinkt.tyden.cz
  6. ?sport.segodnya.ua
  7. ?Persnliche Webseite von Vitali Klitschko
  8. ?In dieser Kabine in Wandsbek begann Klitschkos Traum Abendblatt.de vom 5. Juni 2013. Abgerufen am 8. Februar 2016.
  9. ?spiegel.de
  10. ?rp-online.de
  11. ?Haye bittet um Verlegung von Kampftermin zeitong.de, 4. Juni 2009
  12. ?Hintergrnde zur Kampfabsage Vitali Klitschko gegen David Haye klitschko.com, 24. Juli 2009
  13. ?Klitschko zermrbt Arreola und bleibt WBC-Weltmeister sport.rtl.de, 27. September 2009
  14. ?sport.orf.at
  15. ?Klitschko bleibt Weltmeister, stern.de vom 19. Februar 2012.
  16. ?Klitschko und Haye schlagen Chisora: Morddrohung und Keilerei nach dem Kampf vom 19. Februar 2012.
  17. ?boxrec.com
  18. ?NEWSru.ua: ?????? ??????, ??? ?????? ???????? ???? ??, ???? ??????????? ? ???????? ?? ????, 24. Mrz 2008, (russisch)
  19. ?NEWSru.ua: ?? ?????? ?????-????, ?? ??????? ????????? ?????? ??????????? ? 32% ? ???? ??? ????? ? 25,7%, 25. Mai 2008 (russisch)
  20. ?Ex-Boxweltmeister Klitschko scheitert bei Brgermeisterwahl in Kiew. dpa (Deutsche Presse-Agentur), 25. Mai 2008
  21. ?Bjrn Jensen: Vitali Klitschko: "Meine Aufgabe ist es, der Beste zu sein". In: Hamburger Abendblatt.23.August 2012, abgerufen am 22.Dezember 2013.
  22. ?Ukraine: Witalij Klitschko zum Parteichef gewhlt. Spiegel Online, 25. April 2010
  23. ?Klitschko will Politik fr Menschen machen, DIE WELT vom 12. September 2012
  24. ?UDAR elects faction?s leadership in parliament, Kyiv Post vom 12. Dezember 2012
  25. ?Vitali Klitschko is planning to run for President, Webseite des World Boxing Council abgerufen am 17. August 2013
  26. ?Ulrich Krkel: Klitschko betritt den Ring. In: Frankfurter Rundschau.17.August 2013, abgerufen am 22.Dezember 2013.
  27. ?Merkel kmpft fr Klitschko. Spiegel Online, 8. Dezember 2013
  28. ?Nikolaus Blome, Matthias Gebauer, Ralf Neukirch: Ein Profi fr Runde zwei. In: Der Spiegel. Nr.50, 2013 (online). Zitat: ??Regime Change? wre als Begriff wohl zu hoch gegriffen, aber ein bisschen geht es doch darum: Merkels CDU und die europische konservative Parteienfamilie EVP haben Klitschko auserkoren, das ukrainische Nein von innen aufzuweichen. Er soll die Opposition einen und anfhren, auf der Strae, im Parlament und schlielich bei der Prsidentenwahl 2015. ?Klitschko ist unser Mann?, heit es in hohen EVP-Kreisen. ?Der hat eine klar europische Agenda? ? und Merkel noch eine Rechnung offen mit Putin.?
  29. ?Ukraine: Klitschko scheitert mit Misstrauensantrag gegen Regierung. In: Spiegel Online.3.Dezember 2013, abgerufen am 3.Dezember 2013.
  30. ?Ukraine: Erster Erfolg fr die Opposition. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung.2.Dezember 2013, abgerufen am 22.Dezember 2013.
  31. ?Proteste gegen die Regierung in der Ukraine. Vitali Klitschko ruft Demonstranten zum Durchhalten auf. In: RP Online.2.Dezember 2013, abgerufen am 22.Dezember 2013.
  32. ?Ukraine: Merkel untersttzt Klitschko. In: Zeit Online.8.Dezember 2013, abgerufen am 22.Dezember 2013.
  33. ?Klitschko und Janukowitsch verhandeln nach Straenschlachten, FAZ vom 20. Januar 2014
  34. ?morgenpost.de
  35. ?Klitschkos rechte Hand. Sddeutsche Zeitung
  36. ?zeit.de
  37. ?nzz.ch
  38. ?ukrinform.ua
  39. ?Klitschko wird Brgermeister von Kiew n-tv.de, 25. Mai 2014
  40. ?Klitschko reelected Kyiv mayor in run-off ballot, DW, 16. November 2015
  41. ?Klitschko wird Chef der Prsidentenpartei. In: Der Standard.28. August 2015, abgerufen am 31.August 2015.
  42. ?International Advisory Council | IRI. Abgerufen am 3.Mai 2017.
  43. ?EM-Gastgeber Ukraine: Klitschko greift Janukowitsch an. In: Spiegel Online.28.April 2012, abgerufen am 22.Dezember 2013.
  44. ?Vitali Klitschko ist Testimonial fr die Felix Burda Stiftung.9.Februar 2012, abgerufen am 17.Februar 2012.
  45. ?Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting 2002, 20. Juli 2002
  46. ?Website der Klitschko Management Group GmbH
  47. ?Pressemeldung vom 3. April 2012 bei brckepreis.de
  48. ?Gregor Timmer: Konrad-Adenauer-Preis 2015 geht an Vitali Klitschko. Stadt Kln - Amt fr Presse- und ffentlichkeitsarbeit, 9.Dezember 2014, abgerufen am 9.Dezember 2014.
VorgngerTitelNachfolger
Herbie HideBoxweltmeister im Schwergewicht (WBO)
26. Juni 1999 bis 1. April 2000
Chris Byrd
Lennox Lewis
vakant
Boxweltmeister im Schwergewicht (WBC)
24. April 2004 bis 9. November 2005
vakant
Hasim Rahman
Samuel PeterBoxweltmeister im Schwergewicht (WBC)
11. Oktober 2008 bis 16. Dezember 2013
vakant
Bermane Stiverne

Vitali Klitschko, 2016 Bild: GFHundLizenz: Creative Commons Attribution V3.0

Bild: GFHund

Vitali Klitschko gegen Albert Sosnowski in der Gelsenkirchener Veltins-Arena am 29. Mai 2010Bild: GFHundLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
Bild: GFHund

Wladimir (l.) und Vitali Klitschko 2012 mit ihren damaligen WeltmeistergürtelnBild: GFHundLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
Bild: GFHund

Wladimir (l.) und Vitali Klitschko 2004 als Unterstützer der Orangen RevolutionBild: GFHundLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
Bild: GFHund

Klitschko 2012 mit dem damaligen EVP-Vorsitzenden Wilfried MartensBild: GFHundLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
Bild: GFHund

Klitschko auf dem Chreschtschatyk in Kiew am 27. November 2013Bild: GFHundLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
Bild: GFHund

Vitali Klitschko mit Oleh Tjahnybok und Arsenij Jazenjuk (v.l.n.r., Dezember 2013)Bild: GFHundLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
Bild: GFHund

Petro Poroschenko, Vitali Klitschko, John Kerry und Arsenij Jazenjuk (v.l.n.r., 2014 bei der Sicherheitskonferenz in München)Bild: GFHundLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
Bild: GFHund

Vitali Klitschko und Wladimir Kramnik, Dortmund 2002Bild: GFHundLizenz: Creative Commons Attribution V3.0
Bild: GFHund

Witalij Wolodymyrowytsch Klytschko (ukrainischВіталій Володи́мирович Кличко; russischВита́лий Влади́мирович Кличко́, Witali Wladimirowitsch Klitschko; * 19. Juli 1971 in Belowodsk, Kirgisische SSR, Sowjetunion), bekannt als Vitali Klitschko, ist ein ukrainischer Politiker und ehemaliger Profiboxer. Er ist Gründer der Partei UDAR. Er wurde am 25. Mai 2014 zum Bürgermeister von Kiew gewählt und ließ sich bei der Parlamentswahl in der Ukraine 2014 am 26. Oktober zusätzlich über den Listenplatz 1 des Block Petro Poroschenko, mit dem seine Partei ein Wahlbündnis bildete, als Abgeordneter in die Werchowna Rada wählen. Seit dem 28. August 2015 ist er zudem Vorsitzender der Regierungspartei Block Petro Poroschenko, in der seine UDAR nach der erfolgreichen Zusammenarbeit aufging.

Klitschko ist Champion im Ruhestand (Champion Emeritus) der WBC im Schwergewicht sowie ehemaliger Weltmeister nach Version der WBO. Insgesamt gingen 87,23 % seiner Gegner k. o. Dies ist eine der höchsten K.o.-Quoten in der Geschichte des Profiboxens.

mehr zu "Vitali Klitschko" in der Wikipedia: Vitali Klitschko

Geboren & Gestorben

thumbnail
Geboren: Vitali Klitschko wird in Belowodsk, Kirgisische SSR, Sowjetunion geboren. Witalij Wolodymyrowytsch Klytschko, bekannt als Vitali Klitschko, ist ein ehemaliger ukrainischer Profiboxer, Politiker und Gründer der Partei UDAR. Er wurde am 25. Mai 2014 zum Bürgermeister von Kiew gewählt und ließ sich bei der Parlamentswahl in der Ukraine 2014 am 26. Oktober zusätzlich über den Listenplatz?1 vom Block Petro Poroschenko als Abgeordneter in die Werchowna Rada wählen. Seit dem 28. August 2015 ist er zudem Vorsitzender der Partei Block Petro Poroschenko, in der seine UDAR aufging.

thumbnail
Vitali Klitschko ist heute 46 Jahre alt. Vitali Klitschko ist im Sternzeichen Krebs geboren.

Sport

thumbnail
Vitali Klitschko verliert einen Boxkampf gegen Lennox Lewis im Staples Center, Los Angeles, Kalifornien, USA, durch technisches K.o
thumbnail
Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Vaughn Bean in der Volkswagen Halle, Braunschweig, Deutschland, durch technischen K.o.
thumbnail
Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Orlin Norris in der Rudi-Sedlmayer-Halle, München, Deutschland, durch K. o.
thumbnail
Vitali Klitschko verliert seinen Boxkampf gegen Chris Byrd im Estrel Convention Center, Berlin, Deutschland, durch technischen K.o.
thumbnail
Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Ismael Youla in Hamburg, Deutschland, durch technischen K. o.

Rundfunk, Film & Fernsehen

2011

thumbnail
Film: Klitschko ist ein Kino-Dokumentarfilm des deutschen Regisseurs Sebastian Dehnhardt aus dem Jahr 2011 über die beiden Schwergewichtsweltmeister Vitali Klitschko und Wladimir Klitschko. Seine Weltpremiere feierte der Film auf dem Tribeca Film Festival welches vom Schauspieler Robert De Niro und der Produzentin Jane Rosenthal ins Leben gerufen wurde. Am 16. Juni 2011 startete er im Majestic Filmverleih in den Kinos.

Stab:
Regie: Sebastian Dehnhardt
Drehbuch: Sebastian Dehnhardt
Produktion: Leopold Hoesch
Musik: Stefan Ziethen
Kamera: Johannes Imdahl
Schnitt: Lars Roland

Besetzung: Vitali Klitschko, Wladimir Klitschko, Fritz Sdunek, Emanuel Steward

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2014

Ehrung:
thumbnail
M100 Media Award der internationalen Chefredakteurskonferenz M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam am 12. September

2011

Ehrung:
thumbnail
Steiger Award

2010

Ehrung:
thumbnail
Bundesverdienstkreuz am Bande für seine Verdienste um die deutsch-ukrainischen Beziehungen

2009

Ehrung:
thumbnail
Laureus World Sports Award in der Kategorie Comeback des Jahres

2009

Ehrung:
thumbnail
Bambi in der Kategorie Sport

Tagesgeschehen

thumbnail
München/Deutschland: In der Olympiahalle verteidigt Vitali Klitschko seinen Titel als Boxweltmeister im Schwergewicht nach WBC gegen Dereck Chisora in 12 Runden klar nach Punkten.
thumbnail
Los Angeles/Vereinigte Staaten: Vitali Klitschko verteidigt gegen Chris Arreola seinen WBC-Weltmeistertitel im Schwergewicht.
thumbnail
Los Angeles/USA. Vitali Klitschko besiegt in einem harten Boxkampf um die Weltmeisterschaft der WBC (World Boxing Council) den Südafrikaner Corrie Sanders. Der Titel war nach dem Rücktritt des Weltmeisters Lennox Lewis im Sommer 2003 vakant.
thumbnail
Oberhausen/Deutschland: Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Ross Puritty in der Arena Oberhausen durch technischen K. o.
thumbnail
London/Vereinigtes Königreich: Vitali Klitschko besiegt den Briten Herbie Hide in der zweiten Runde durch ein K.O. und wird damit Weltmeister im Schwergewicht.

"Vitali Klitschko" in den Nachrichten