Geschichte Volksrepublik China

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Die Volksrepublik China (chinesisch 中華人民共和國 / 中华人民共和国 Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó Aussprache?/i), meist China, im 20. Jahrhundert in ideologischer Abgrenzung zur Republik China auch „Rotchina“ genannt, ist mit knapp 1,34 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde, der flächengrößte Staat in Ostasien und hinsichtlich der Landfläche nach Russland, Kanada und den USA der viertgrößte der Erde.

Die Volksrepublik China grenzt an 14 Staaten und hat damit gemeinsam mit Russland die meisten Nachbarländer der Welt. Im Uhrzeigersinn sind dies: Vietnam, Laos, Myanmar, Bhutan, Nepal, Indien, Pakistan, Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan, Russland, Mongolei und Nordkorea.

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Ereignisse

11 n. Chr.
Der Gelbe Fluss in China verlagert seine Mündung südwärts. Die erneuten Überschwemmungen isolieren Shantung, verursachen dort Hunger, Seuche und Auswanderung.
[1] de.wikipedia.org/wiki/11
1295
Marco Polo kehrt nach Venedig zurück und bringt umfassende Informationen über China nach Europa.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1295
1434
China unter der Ming-Kaiser Xuande und Japan unter dem Muromachi-Shogun Ashikaga Yoshinori errichten das Tosen-bugyō-System (唐船奉行) gegenseitiger Handelsmissionen. (niedergeschrieben im Mansai Jugo Nikki (満済准后日記))
[1] de.wikipedia.org/wiki/1434
30.07.1917
Ein Erdbeben der Stärke 6,5 in China, ca. 1.800 Tote
[1] de.wikipedia.org/wiki/1917
13.02.1918
Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in Kwangtung in der Provinz Guangdong, China, etwa 10.000 Tote
[1] de.wikipedia.org/wiki/1918
16.12.1920
Das Erdbeben von Haiyuan 1920 (auch Erdbeben von Gansu genannt) mit der Stärke 8,6 erschüttert die Provinz Ningxia (damals Gansu) in China, rund 200.000 Tote.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1920
24.03.1923
Ein Erdbeben der Stärke 7,3 in der Volksrepublik China fordert ca. 5.000 Tote.
[1] de.wikipedia.org/wiki/24._März
1931
August: Bei Überschwemmungen des Jangtsekiang kommen in China circa 1,4 Millionen Menschen ums Leben.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1931
18.02.1932
Japan erklärt die Unabhängigkeit der Mandschurei, die es in der Mandschurei-Krise besetzt hat, von China. Am 1. März wird der Marionettenstaat Mandschukuo gegründet.
[1] de.wikipedia.org/wiki/18._Februar
25.12.1932
Ein Erdbeben der Stärke 7,6 in Gansu, Volksrepublik China, fordert etwa 70.000 Tote.
[1] de.wikipedia.org/wiki/25._Dezember
15.06.1948
Aus einem regionalen Parteiblatt der Kommunistischen Partei Chinas, dessen Erstausgabe erscheint, entwickelt sich in der Folge die Renmin Ribao (Volkszeitung) zum offiziellen Sprachrohr der Partei und zu einer der beiden größten Tageszeitungen in der Volksrepublik China.
[1] de.wikipedia.org/wiki/15._Juni
01.10.1949
– Proklamation der Volksrepublik China durch Mao Zedong.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkjahr_1949
17.10.1949
Die DDR tauscht die diplomatischen Vertreter mit Bulgarien, der ČSR, Polen, Ungarn, Rumänien und der Volksrepublik China aus.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1949
15.11.1949
Die Volksrepublik China erhebt den Anspruch, als einziges rechtmäßig China bei der UNO vertreten zu dürfen.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1949
17.12.1949
Burma anerkennt als erster nichtkommunistischer Staat die Volksrepublik China.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1949
30.12.1949
Indien erkennt die Volksrepublik China an.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1949
06.01.1950
Europa: Die britische Regierung erkennt die Volksrepublik China diplomatisch an.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1950
31.01.1950
Asien & Russland: Die letzten Truppen der Kuomintang auf dem chinesischen Festland ergeben sich den Kommunisten.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1950
14.02.1950
Asien & Russland: Die Sowjetunion und die Volksrepublik China schließen ein Verteidigungsbündnis auf 30 Jahre ab. Stalin sagt die Zahlung von 330 Mio. Dollar und den Rückzug aus Port Arthur und Dairen zu.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1950
26.09.1950
Koreakrieg: Die USA erklären die zwei Tage zuvor geschehene Bombardierung der Stadt Antung (Mandschurei) zum Irrtum und erklären sich zu Schadensersatz gegenüber der Volksrepublik China bereit.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1950
19.10.1950
Koreakrieg: Im Koreakrieg nehmen die UN-Verbände die Stadt Pjöngjang ein. Am selben Tag beginnt mit der Überschreitung des Grenzflusses Yalu durch Freiwilligenverbände die Teilnahme der Volksrepublik China am Koreakrieg. Im Oktober marschiert China außerdem in Tibet ein und beendet dessen Autonomie.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1950
19.10.1950
Die Volksrepublik China greift mit dem Entsenden einer „Freiwilligenarmee“ an der Seite Nordkoreas in den Koreakrieg ein.
[1] de.wikipedia.org/wiki/19._Oktober
18.05.1951
Die UN-Generalversammlung beschließt wegen des Koreakriegs ein Embargo strategisch wichtiger Güter gegen die Volksrepublik China.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1951
23.05.1951
In Peking wird zwischen der Volksrepublik China und Tibet ein „17-Punkte-Abkommen zur friedlichen Befreiung Tibets“ unterzeichnet. Inhalt des Abkommens ist die Zusicherung innenpolitischer Autonomie und Religionsfreiheit Tibets von Seiten der Volksrepublik China, zugleich soll die außenpolitische Vertretung Tibets durch die Volksrepublik China wahrgenommen werden. Aus Sicht der tibetischen Exilregierung ist das Abkommen unter militärischem Druck in Folge der Besetzung der osttibetischen Provinz Qamdo und unter Androhung eines weiteren militärischen Vordringens durch die chinesische Volksbefreiungsarmee zu Stande gekommen und damit ungültig.
[1] de.wikipedia.org/wiki/23._Mai
25.05.1951
Tibet unterzeichnet unter Zwang ein „17-Punkte-Abkommen“ mit der Volksrepublik China, das Tibet Autonomie und freie Religionsausübung zusichert.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1951
01.01.1953
Die Sowjetunion gibt der Volksrepublik China die Tschangtschun-Eisenbahn zurück.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1953
07.10.1954
Die Römisch-katholische Kirche in China steht im Mittelpunkt der Enzyklika Ad sinarum gentem von Papst Pius XII. Er lehnt dortige Bestrebungen zu einer Staatskirche ab und verneint die Vereinbarkeit von kommunistischen Regeln mit katholischem Glauben.
[1] de.wikipedia.org/wiki/7._Oktober
27.02.1957
In der Volksrepublik China hält Mao Zedong während der Hundert-Blumen-Kampagne seine Rede Zur Frage der richtigen Behandlung von Widersprüchen im Volk.
[1] de.wikipedia.org/wiki/27._Februar
1959
März – Die Volksrepublik China strahlt im besetzten Tibet zum ersten Mal ein regelmäßiges Radioprogramm aus.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkjahr_1959
10.03.1959
Der tibetische Widerstand gegen die Besetzung durch die Volksrepublik China gipfelt in einem offenen Volksaufstand. Dieser wird von den chinesischen Machthabern bis zum 21. März mit Militärgewalt niedergeschlagen.
[1] de.wikipedia.org/wiki/10._März
21.03.1959
Das chinesische Militär schlägt den tibetischen Volksaufstand gegen die völkerrechtswidrige Besetzung des Landes durch die Volksrepublik China mit Militärgewalt nieder.
[1] de.wikipedia.org/wiki/21._März
26.08.1959
Truppen der chinesischen Volksbefreiungsarmee dringen in ein zwischen China und Indien umstrittenes Gebiet an der McMahon-Linie ein und nehmen Wachen eines indischen Außenpostens gefangen.
[1] de.wikipedia.org/wiki/26._August
20.10.1962
Chinesische Truppen überqueren die McMahon-Linie und dringen auf indisches Staatsgebiet vor. Damit beginnt der einen Monat dauernde Indisch-Chinesische Grenzkrieg.
[1] de.wikipedia.org/wiki/20._Oktober
20.11.1962
Nach Erreichen ihrer Kriegsziele proklamiert die Volksrepublik China im Indisch-Chinesischen Grenzkrieg einen einseitigen Waffenstillstand. Durch die Zustimmung Indiens am Folgetag endet der am 20. Oktober begonnene Konflikt.
[1] de.wikipedia.org/wiki/20._November
02.05.1964
Erstbesteigung des Shisha Pangma, des dreizehnthöchsten Berges der Erde durch eine chinesische Großexpedition
[1] de.wikipedia.org/wiki/1964
16.10.1964
Die Volksrepublik China unternimmt den ersten unterirdischen Atombombenversuch
[1] de.wikipedia.org/wiki/1964
1966
Beginn der Kulturrevolution in der Volksrepublik China.
[1] de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkjahr_1966
18.08.1966
Auf dem Tiananmen-Platz in Peking versammelt sich eine Million Jugendlicher in der Uniform der chinesischen Volksbefreiungsarmee, um die Kulturrevolution zu feiern.
[1] de.wikipedia.org/wiki/18._August
18.08.1966
Beginn der 'Großen Proletarischen Kulturrevolution' in der Volksrepublik China.
[1] de.wikipedia.org/wiki/1966
05.09.1968
In Tibet wird als letzter chinesischer Provinz ein Revolutionskomitee gebildet.
[1] de.wikipedia.org/wiki/5._September
25.07.1969
Erdbeben unbekannter Stärke in der Volksrepublik China, rund 3.000 Tote.
[1] de.wikipedia.org/wiki/25._Juli
13.08.1969
Schwere Grenzkonfrontation zwischen der Sowjetunion und China
[1] de.wikipedia.org/wiki/1969
04.01.1970
Erdbeben der Stärke 7,5 in der Provinz Yunnan, Volksrepublik China, rund 10.000 Tote
[1] de.wikipedia.org/wiki/1970

Weiterführende Informationen

Literatur

  • Laurenz Awater: Die politische Wirtschaftsgeschichte der VR China: Vom Sowjetmodell zur sozialistischen Marktwirtschaft. LIT Verlag, Münster 1998, ISBN 3-8258-3221-X
  • Berthold, Rolf: Chinas Weg. 60 Jahre Volksrepublik. Berlin 2009, ISBN 978-3-939828-46-4
  • Georg Blume: China ist kein Reich des Bösen. Trotz Tibet muss Berlin auf Peking setzen, Hamburg: edition Körber-Stiftung 2008, ISBN 3-89684-134-3
  • Nadja Brauhardt, Die Entwicklung der Zensur im deutschen und chinesischen Recht und daraus folgende ökonomische Auswirkungen . Universitätsverlag Ilmenau 2007, ISBN 978-3-939473-10-7 auch online
  • Bundeszentrale für polit. Bildung (Hg): Informationen zur politischen Bildung: China. Heft 289, 4/2005, ISSN 0046-9408. Sehr informativ, 70 S. und 4 Karten (auch online: www.bpb.de)
  • Johnny Erling: China – Der große Sprung ins Ungewisse. 2002, ISBN 3-451-27995-9
  • Weigui Fang: Das Internet und China – Digital sein, digitales Sein im Reich der Mitte. Hannover, Heinz Heise Verlag o.J., ISBN 3-936931-20-8 (Telepolis-Buch)
  • Jacques Gernet: Die chinesische Welt. Insel, Frankfurt/M. 1979, ISBN 3-458-15503-1; Neuauflage: Suhrkamp, Frankfurt/M. 1988, ISBN 3-518-38005-2; Original: Le Monde chinois. Armand Colin, Paris 1972.
  • China in: Aus Politik und Zeitgeschichte H. 49/2006, 4. Dezember 2006, 38 Seiten (Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament) Aufsätze von Xuewu Gu, Bernhard Seliger, Heinrich Kreft, Thomas Heberer, Eva Sternfeld, Tang Shaocheng (auch online: www.bpb.de)
  • Sebastian Heilmann: Das politische System der Volksrepublik China. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2002, ISBN 3-531-13572-4
  • Investitions- und Standortführer China, Institut für Außenwirtschaft (Hrsg.), 2006, ISBN 3-937992-00-6
  • James Kynge: China, Aufstieg einer hungrigen Nation. Hamburg 2006, ISBN 3-938017-60-0
  • James Mann: The China Fantasy – How Our Leaders Explain Away Chinese Repression. 2007, ISBN 0-670-03825-3
  • Gregor Paul (Hrsg.), Caroline Y Robertson-Wensauer (Hrsg.): Traditionelle chinesische Kultur und Menschenrechtsfrage, 1997, ISBN 3-7890-5482-8
  • Karl H. Pilny: Das asiatische Jahrhundert. Campus Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-593-37678-4 (Siehe dazu auch: Aufstieg Chinas: Weltmacht des „Asiatischen Jahrhunderts“, Interview mit dem Autor, Eurasisches Magazin, 31. Juli 2005)
  • Charles Reeve, Xuanwu Xi: Die Hölle auf Erden : Bürokratie, Zwangsarbeit und Business in China. Edition Nautilus, Hamburg 2001, ISBN 978-3-89401-368-4
  • Colin A. Ronan: The Shorter Science and Civilisation in China: An Abridgement of Joseph Needham’s Original Text. ISBN 0-521-29286-7
  • Oliver Lutz Radtke: Welcome to Presence – Abenteuer Alltag in China. Dryas Verlag, Oldenburg, 2. Auflage 2010 ISBN 978-3-9811327-0-0
  • Schmidt, Helmut: Nachbar China. Helmut Schmidt im Gespräch mit Frank Sieren. Econ, September 2006, ISBN 3-430-30004-5. (Vorabdruck aus der Zeit)
  • Liao Yiwu: Fräulein Hallo und der Bauernkaiser: Chinas Gesellschaft von unten, Fischer, Frankfurt am Main, 2. Auflage 2009, ISBN 3-10-044812-X

    Weblinks

  • Links zum Thema China im Open Directory Project
  • german.China.org.cn Offizielle Website der Chinesischen Regierung (deutsch)
  • Jahresbericht 2005 von Amnesty International
  • Länderinformationen des Auswärtigen Amtes zu der Volksrepublik China
  • Länderprofil des Statistischen Bundesamtes
  • Länderdossier zur Volksrepublik China der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Georg Blume: „Der größte Feind der Partei“, Die Zeit, 6. Dezember 2007
  • Spiegel.de Thema „Chinas Internet Zensur“
  • Karte

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