Württemberg

Württemberg war ein seit dem Hochmittelalter bestehender Teilstaat des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation, des Rheinbundes, des Deutschen Bundes, des Deutschen Reiches, der 1952 im neu gebildeten Bundesland Baden-Württemberg aufging. Seine Haupt- und Residenzstadt war Stuttgart. Das Land bildete sich im 11. Jahrhundert aus dem Herrschaftsgebiet des Hauses Württemberg am mittleren Neckar heraus. Neben diesem Kerngebiet gehörten bis 1793 linksrheinische Gebiete im Elsass und um Montbéliard (Württemberg-Mömpelgard) zu Württemberg.

Seit dem 12. Jahrhundert zunächst eine Grafschaft, wurde das Land nach 1495 zum Herzogtum – mit den zeitweiligen Residenzen Stuttgart und Ludwigsburg – erhoben, 1803 zum Kurfürstentum und 1806 zum Königreich. Als solches war Württemberg vom Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1806 bis zur deutschen Reichsgründung 1871 ein souveräner Staat. Als Gliedstaat des Deutschen Reiches wahrte Württemberg, ähnlich wie Bayern, Sonderrechte im Eisenbahn- und Postwesen, die am 30. März 1920 aufgrund von Bestimmungen der Weimarer Verfassung endeten. Die Novemberrevolution von 1918 hatte zum Sturz der Monarchie und zur Ausrufung des freien Volksstaats Württemberg geführt.

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Religion

1534

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Das Herzogtum Württemberg führt die Reformation ein.

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Johann Konrad Varnbüler, württembergischer Diplomat (* 1595)
Geboren:
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Johann Konrad Varnbüler, württembergischer Diplomat (+ 1657)
Gestorben:
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Agnes Gräfin von Württemberg, älteste Tochter von Ulrich I., gen. der Stifter von Württemberg und von Mechthild von Baden

1264

Geboren:
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vor 1264: Agnes von Württemberg (1264–1305), älteste Tochter von Ulrich I., gen. der Stifter von Württemberg und der Mechthild von Baden (+ 1305)

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1660

Gründung des „Rheinischen Bundes“ 1655–1658:
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Württemberg (Rheinischer Bund)

1599

Stadtgründungen:
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22. März: Freudenstadt wird durch den württembergischen Herzog Friedrich I. als geplante Residenzstadt gegründet.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1515

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Kultur und Sehenswürdigkeiten > Bauwerke: Die katholische Kirche Heilig Geist gilt als Wahrzeichen des Ortes. Die Kirche St. Nazarius und die Pfarrei werden 780 erstmals genannt. Das Patronatsrecht, im 15. Jahrhundert bei Erzherzogin Mechthild, kam über die von Gültlingen, die von Ehingen , die von Neuneck (1614) und die Johanniterkomturei Hemmendorf (1619) schließlich 1809 an Württemberg. Vom spätmittelalterlichen Vorgängerbau blieben bei der Errichtung der heutigen Pfarrkirche Hl. Geist (1964/1967) lediglich Turm und spätgotischer Chor (1479) erhalten. (Ergenzingen)

Natur & Umwelt

855 n. Chr.

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Erste überlieferte Beobachtung aus Württemberg über einen Tornado in Deutschland.

Antike

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Heiliges Römisches Reich: Nach dem Tod von Ulrich, dem ersten protestantischen württembergischen Herzogs, wird sein Sohn Christoph Herzog von Württemberg.
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Heiliges Römisches Reich: Nach dem Tod seines Vaters Eberhard I. wird Eberhard II. Herzog von Württemberg, der jedoch bald in Gegensatz zu den württembergischen Landständen gerät.
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Heiliges Römisches Reich: Die bisherige GrafschaftWürttemberg wird auf dem Reichstag zu Worms vom römisch-deutschen König Maximilian I. zum Herzogtum erhoben. Der bisherige Graf Eberhard V. wird als Eberhard I. erster Herzog.
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Heiliges Römisches Reich: Nürtinger Vertrag zur Teilung des Landes Württemberg zwischen Ludwig I. und seinem Bruder Ulrich V.
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Heiliges Römisches Reich: Agnes Gräfin von Württemberg, älteste Tochter von Ulrich I., gen. der Stifter, Graf von Württemberg und der Mechthild von Baden heiratet Graf Friedrich II. von Truhendingen (+ 1290).

Wirtschaft

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Der Weberaufstand in der Freien Reichsstadt Augsburg wird durch den Einsatz württembergischer Truppen niedergeschlagen.

Europa

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Württemberg erhält eine Verfassung.
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Die Herrscher Bayerns (Maximilian Joseph) und Württembergs (Friedrich) werden zu Königen.
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Pariser Vertrag zwischen Frankreich und Württemberg

1674

Westeuropa:
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Wilhelm Ludwig wird nach dem Tod von Eberhard III. Herzog von Württemberg.
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Nach dem Tod von Ludwig wird dessen entfernter Cousin Friedrich I. Herzog von Württemberg. Dessen Grafschaft Mömpelgard geht damit im Herzogtum auf.

Tierkampf im Zwielicht > Verbote

1839

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Württemberg; verboten seit (Tierkampf)

Kunst & Kultur

Kultur:
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Württembergs König Wilhelm I. genehmigt den Aufbau einer Staatssammlung für vaterländische Kunst- und Altertumsdenkmale in Stuttgart -das heutige Landesmuseum Württemberg.
Ereignisse > Kultur:
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Württembergs König Wilhelm I. genehmigt den Aufbau einer Staatssammlung für vaterländische Kunst- und Altertumsdenkmale in Stuttgart – das heutige Landesmuseum Württemberg. (17. Juni)

Gesellschaft & Soziales

1863

Gesellschaft:
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Die hölzernen Ortstafeln in Württemberg werden allmählich durch Varianten aus Gusseisen ersetzt.

Historische Kondominien

1905

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Die Gemeinde Kürnbach als Kondominium zwischen Hessen und Württemberg (später Baden) bis

Stiftungen

1907

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rief er eine Studentinnenstiftung an der Universität Tübingen ins Leben: "Die von Professor Dr. Walter Simon in Königsberg mit einem Grundkapital von 10 000 M am 5. Juni errichtete und am 30. Juni bestätigte Stiftung ist bestimmt zu Studienunterstützungen für bedürftige und würdige an der Universität Tübingen immatrikulierte weibliche Studierende der Naturwissenschaft und der Medizin, in erster Linie für Württembergerinnen," heißt es im ersten Paragraphen des Statuts für die Walter-Simon-Stiftung. In einem Brief von Walter Simon an das "Königlich Württembergische Ministerium des Kirchen- und Schulwesens zu Stuttgart" vom 2. März steht, dass Simon mit der Stiftung feierlich festhalten wollte, dass er "vor bald dreissig Jahren die Universität Tübingen bezogen" hatte. Die nach Walter Simon benannte Stiftung an der Universität Tübingen wurde im Jahr 1932, nachdem sie durch die Inflation den größten Teil ihres Vermögens verloren hatte, mit einer Reihe weiterer Stiftungen zur "Vereinigten Studienstiftung für Studierende aller Fakultäten" zusammengefasst. Als Nachfolgerin der "Vereinigten Studienstiftung" wurde im Jahr 1960 die "Tübinger Stipendienstiftung" geschaffen. (Walter Simon (Bankier))

Geschichte > Eckpunkte der Stadtgeschichte > Schwenningen

1907

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Schwenningen, bisher größtes Dorf Württembergs, wird zur Stadt erhoben. (Villingen-Schwenningen)

Mitglieder > U

1939

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Georg Utz (1901–), Wahlkreis 31 , verstorben am 21. Februar (Liste der Reichstagsabgeordneten im Nationalsozialismus (4. Wahlperiode))

Mitglieder > Q

Politik & Weltgeschehen

1941

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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: Beginn der systematischen Deportationen der Juden aus Württemberg. Vom Stuttgarter Nordbahnhof werden über 1000 Menschen nach Riga in das KZ Jungfernhof deportiert. Die meisten von ihnen kehren nie wieder zurück. (1. Dezember)
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Deutsches Reich: Bayern und Württemberg feiern beide das hundertjährige Bestehen als Königreich.

1546

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Weihnachten: Ulrich von Württemberg und Kürfurst Friedrich von der Pfalz beugen sich der kaiserlichen Übermacht und unterschreiben Verträge, die sie zu Neutralität und hohen Geldzahlungen verpflichten.

1473

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Am 12. Juli wird der Uracher Vertrag unterzeichnet, der die Erbfolge im Hause Württemberg festlegt.
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Agnes Gräfin von Württemberg, älteste Tochter von Ulrich I., gen. der Stifter, Graf von Württemberg und der Mechthild von Baden heiratet Graf Kraft I. von Hohenlohe-Weikersheim (+ 1313).

Mitglieder > S

1945

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Franz Schenk Freiherr von Stauffenberg (1878–1950), Wahlkreis 31 , Gast der NSDAP-Fraktion, ausgeschieden am 7. Februar (Liste der Reichstagsabgeordneten im Nationalsozialismus (4. Wahlperiode))

Mitglieder > M

1945

1940

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Eugen Maier (Ulm) (1899–), Wahlkreis 31 , verstorben am 16. Januar (Liste der Reichstagsabgeordneten im Nationalsozialismus (4. Wahlperiode))

Mitglieder > O

Mitglieder > R

1945

Mitglieder > A

1945

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1984

Preisträger > Wissenschaftliche und technische Forschung:
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Antonio García Bellido (Prinz-von-Asturien-Preis)

1977

Preisträger und ihre ausgezeichneten Werke:
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Paul Sauer für Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus (Schillerpreis der Stadt Marbach am Neckar)

"Württemberg" in den Nachrichten