Waffen-SS

Waffen-SS ist seit 1939 die Bezeichnung für die schon früher gegründeten militärischen Verbände der nationalsozialistischen Parteitruppe SS. Ab Mitte 1940 war sie organisatorisch eigenständig und unterstand dem direkten Oberbefehl des Reichsführers SS Heinrich Himmler. Ihr gehörten sowohl Kampfverbände als auch die Wachmannschaften der Konzentrationslager an.

Ihre Kampfverbände wurden im Zweiten Weltkrieg dem Oberbefehl der Wehrmacht unterstellt, kämpften an der Front und wurden zur Sicherung der okkupierten Gebiete gegen Widerstandskämpfer eingesetzt. Aufgrund ihrer Beteiligung am Holocaust, am Porajmos und an zahlreichen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die zivile Bevölkerung wurde sie 1946 vom Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg zur verbrecherischen Organisation erklärt. In der Bundesrepublik Deutschland sind zudem die Verbreitung von Propagandamaterial und Verwendung von Symbolen der SS (§§ 86 und 86a StGB) strafbar.

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Aufstieg im Nationalsozialismus > Beförderungen

1940

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SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS am 1. Oktober (Karl Gebhardt)

Politik & Weltgeschehen

Zweiter Weltkrieg:
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Vier Kompanien der Waffen-SS erschießen nach zahlreichen Partisanenangriffen fast alle Bewohner des italienischen Dorfs Sant’Anna di Stazzema. Unter den 560 Opfern sind überwiegend Frauen und 116 Kinder.
Zweiter Weltkrieg:
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Eine Einheit der Waffen-SS richtet im südwestfranzösischen Ort Oradour-sur-Glane ein Massaker an; 642 Bewohner, davon 202 Kinder und 241 Frauen kommen dabei um.

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1984

Veröffentlichungen:
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The Waffen-SS (Martin Windrow)

1940

Geschichtliche Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus:
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mit der Umsiedlung und dem Einbürgerungsverfahren, den Bedingungen in den Umsiedlungslagern und der Rekrutierung von Bessarabiendeutschen für die Waffen-SS (Bessarabiendeutscher Verein)

Tagesgeschehen

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Frankfurt am Main: Der deutsche Historiker Hans Mommsen nimmt Günter Grass in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau gegenüber den jüngsten Anfeindungen in Schutz. Weil die Rekrutierung zur Waffen-SS im Spätsommer 1944 durchaus verbreitet gewesen sei, sei die öffentliche Erregung über Grass „unangebracht“; so verkenne das sich anbahnende „Spießrutenlaufen“, dass dem damals 17-Jährigen die formelle Zugehörigkeit zur Waffen-SS schwerlich zum Vorwurf zu machen sei und Grass sehr wohl ein Recht auf persönliche Bewältigung gehabt habe.
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La Spezia/Italien. Im Prozess um ein Massaker an 60 Zivilisten im toskanischen Kloster Farneta bei Lucca am 2. September 1944 spricht ein Militärgericht den angeklagten früheren Waffen-SS-Offizier Hermann Langer aus Mangel an Beweisen frei. Der 85-Jährige war angeklagt, als Befehlshabender der Einheit den Massenmord an Mönchen und von ihnen versteckten Flüchtlingen befohlen zu haben. Er blieb dem Prozess aus Protest fern.

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