Wagenrennen

Wagenrennen waren im antiken Griechenland und Rom eine beliebte Sportart. In der römischen Spätantike und in Byzanz waren die Anhänger verschiedener Mannschaften in Zirkusparteien geteilt, vor allem die „Grünen“ und die „Blauen“, aber auch die „Weißen“ und „Roten“, die sich bisweilen bürgerkriegsähnliche Kämpfe lieferten, aber auch sonst kräftig in der Politik mitmischten. Jede Partei repräsentierte eine bestimmte Volksschicht, und diese Wagenrennen waren nicht zuletzt auch ein Ventil für die Ressentiments zwischen den Volksschichten.

Wagenrennen wurden mit Streitwagen durchgeführt, die üblicherweise mit zwei (griechisch: Synoris, römisch: Biga) oder vier (griechisch: Tethrippon, römisch Quadriga) Pferden bespannt wurden. Seit wann es diesen Fahrsport gibt, ist unklar. Die erste literarische Erwähnung findet sich bereits in der Ilias, die von einem Rennen zu Ehren des im Kampf gefallenen Patroklos erzählt.

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Geboren & Gestorben

146 n. Chr.

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Gestorben: Gaius Appuleius Diocles stirbt oder 147. Gaius Appuleius Diocles war ein berühmter Wagenlenker im antiken Rom der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts. Der gebürtige Lusitanier begann 122 im Alter von 18 Jahren für den Rennstall der Weißen zu fahren. 128 wechselte er zu den Grünen, 131 zu den Roten, für die er Rennen fuhr, bis er sich im Alter von 42 Jahren vom Rennsport zurückzog. Diocles’ Karriere, in deren Verlauf er 4257 Rennen bestritt, dauerte ungewöhnlich lange, denn viele Wagenlenker ließen schon in jungen Jahren ihr Leben.

104 n. Chr.

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Geboren: Gaius Appuleius Diocles wird in Lusitanien geboren. Gaius Appuleius Diocles war ein berühmter Wagenlenker im antiken Rom der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts. Der gebürtige Lusitanier begann 122 im Alter von 18 Jahren für den Rennstall der Weißen zu fahren. 128 wechselte er zu den Grünen, 131 zu den Roten, für die er Rennen fuhr, bis er sich im Alter von 42 Jahren vom Rennsport zurückzog. Diocles’ Karriere, in deren Verlauf er 4257 Rennen bestritt, dauerte ungewöhnlich lange, denn viele Wagenlenker ließen schon in jungen Jahren ihr Leben.

Sport

408 v. Chr.

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Der makedonische König Archelaos I. siegt bei den Olympischen Spielen im tethrippon, dem Rennen mit dem Vierergespann.

460 v. Chr.

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König Arkesilaos IV. von Kyrene siegt bei den Olympischen Spielen im Viergespann.

476 v. Chr.

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Tyrann Theron von Akragas siegt im Wagenrennen bei den Olympischen Spielen.

488 v. Chr.

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Gelon, Tyrann von Gela, siegt beim Wagenrennen bei den Olympischen Spielen.

582 v. Chr.

Kultur & Sport:
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Kleisthenes von Sikyon gewinnt das Wagenrennen der neu geordneten Pythischen Spiele.

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