Wahlforschung

Die Wahlforschung (selten auch Psephologie; von altgriechischpsephos ψῆφος, 'Kieselstein' – diese wurden im antiken Griechenland als Stimmzettel benutzt) setzt sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung von politischen Wahlen auseinander. Die Wahlsoziologie – auch bekannt als empirische Wahlforschung – ist ebenso Teil des Forschungsgebiets wie die Wahlsystem- und Wahlrechtsforschung.

Zur Wahlforschung tragen akademische Wahlforscher und Forscher von kommerziellen Instituten bei. Zwischen beiden gibt es enge Verbindungen. Beide verfolgen jedoch durchaus unterschiedliche Ziele, was sich in unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten niederschlägt. Kommerzielle Wahlforscher legen großen Wert auf die Erhebung sehr gut geeigneter Daten und die Beschreibung von Wahlverhalten. Beispielsweise erheben kommerzielle Institute in regelmäßigen Abständen die aktuelle politische Stimmung der Bevölkerung, unter anderem mit der Sonntagsfrage, und die Stimmung zu bestimmten Themen oder Personen. An den Wahltagen werden mit Wahltagsbefragungen (exit polls) Daten für Hochrechnungen und Prognosen erhoben. Akademische Wahlforscher legen im Vergleich dazu größeren Wert darauf, Wahlverhalten nicht nur zu beschreiben, sondern es auch zu erklären. Akademische Wahlforscher sind in Deutschland in der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung (DGfW) organisiert.

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Geboren

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Nate Silver wird in East Lansing, Michigan geboren. Nathaniel Read „Nate“ Silver ist ein amerikanischer Statistiker, Sabermetrician, Wahlforscher und Schriftsteller. Silver gewann zuerst öffentliche Anerkennung für die Entwicklung von PECOTA, einem nach Bill Pecota benannten Algorithmus zur Vorhersage der Leistung und beruflichen Entwicklung von Baseballspielern.
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Thorsten Faas wird in Idar-Oberstein geboren. Thorsten Faas ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Wahlforscher. Er ist Universitätsprofessor am Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

1956

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Matthias Jung (Wahlforscher) wird in Speyer geboren. Matthias Jung ist ein deutscherWahlforscher.
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Oskar Niedermayer wird in Schönau/Odenwald geboren. Oskar Niedermayer ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Hochschullehrer. Er leitet seit 1993 das Otto-Stammer-Zentrum der Freien Universität Berlin. Am dortigen Otto-Suhr-Institut ist er außerdem als Hochschullehrer tätig. Schwerpunkte seiner Forschung sind politische Einstellungen und Verhaltensweisen, Parteienforschung und Wahlforschung.
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Werner Kaltefleiter wird in Hagen geboren. Werner Kaltefleiter war ein deutscher Politikwissenschaftler. Sein Forschungsinteresse galt der Wahlforschung, der Medienforschung sowie den Internationalen Beziehungen, insbesondere der Sicherheitspolitik.
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Donald E. Stokes wird in Philadelphia geboren. Donald Elkinton Stokes war ein amerikanischer Politikwissenschaftler und Wahlforscher. Er lehrte von 1958 bis 1974 an der University of Michigan und von 1974 bis zu seinem Tod als Professor für Politik und öffentliche Angelegenheiten an der Princeton University. Zusammen mit anderen Autoren veröffentlichte er 1960 unter dem Titel „The American Voter“ eine Studie zum individuellen Stimmverhalten von Wählern bei politischen Wahlen in den USA, die als eines der einflussreichsten Werke in der Geschichte der Wahlforschung gilt.
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Walter Tormin wird in Lübeck geboren. Walter Tormin war ein deutscher Politiker der SPD in Hamburg, Wahlforscher und Publizist.
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Angus Campbell wird in Leiters Ford, Indiana geboren. Albert Angus Campbell war ein US-amerikanischer Sozialpsychologe, der von 1946 bis zu seinem Tod am Survey Research Center der University of Michigan wirkte und mit seinen Arbeiten grundlegende Beiträge zur Wahlforschung leistete.

Gestorben

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Walter Tormin stirbt in Hamburg. Walter Tormin war ein deutscher Politiker der SPD in Hamburg, Wahlforscher und Publizist.
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Donald E. Stokes stirbt in Philadelphia. Donald Elkinton Stokes war ein amerikanischer Politikwissenschaftler und Wahlforscher. Er lehrte von 1958 bis 1974 an der University of Michigan und von 1974 bis zu seinem Tod als Professor für Politik und öffentliche Angelegenheiten an der Princeton University. Zusammen mit anderen Autoren veröffentlichte er 1960 unter dem Titel „The American Voter“ eine Studie zum individuellen Stimmverhalten von Wählern bei politischen Wahlen in den USA, die als eines der einflussreichsten Werke in der Geschichte der Wahlforschung gilt.
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Angus Campbell stirbt in Ann Arbor, Michigan. Albert Angus Campbell war ein US-amerikanischer Sozialpsychologe, der von 1946 bis zu seinem Tod am Survey Research Center der University of Michigan wirkte und mit seinen Arbeiten grundlegende Beiträge zur Wahlforschung leistete.

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