Wartheland

Der Reichsgau Wartheland (polnischOkręg Rzeszy Kraj Warty) oder verkürzt Warthegau (polnisch Okręg Warcki) bestand im Verband des Deutschen Reiches von 1939 bis 1945. Grundlage für die Zugehörigkeit des vormals polnischen Territoriums zum Reich war eine völkerrechts­widrige Annexion durch die Reichsregierung. Seinen Namen hatte das Gebiet von der Warthe, die es vom Südosten zum Nordwesten durchfloss. Flächenmäßig umfasste der Reichsgau Wartheland im Wesentlichen die Landschaft Großpolen. Bei einer Einwohnerzahl von 4,5 Millionen (darunter 327.000 Deutsche) betrug die Fläche des Reichsgaus 45.000 km².

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Hermann Krumey stirbt in Erftstadt. Hermann Alois Krumey war ein deutscher SS-Führer, der während des Zweiten Weltkriegs zentral an der Vernichtung der Juden beteiligt war. Als Leiter der Umwandererzentralstelle (UWZ) koordinierte Krumey von 1940 bis 1943 die Vertreibung von Polen aus den vom Deutschen Reich annektierten Gebieten Wartheland, Danzig-Westpreußen und Ostoberschlesien. Als leitender Mitarbeiter im Sondereinsatzkommando Eichmann organisierte er 1944 als Stellvertreter Eichmanns die Deportation der ungarischen Juden in die Vernichtungslager. Krumey wurde 1969 von deutschen Gerichten wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil hatte im Kontext der juristischen Aufarbeitung der NS-Taten in der Bundesrepublik durch die Art des Schuldspruchs (Verurteilung wegen Mord und nicht wegen Beihilfe zu Mord bei einem Schreibtischtäter) und die Höhe des Strafmaßes einen „deutlichen Ausnahmecharakter“.
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Gestorben: Oskar Gundermann stirbt in Hannover. Oskar Gundermann war ein deutscher Mediziner, der während der Zeit des Nationalsozialismus Gesundheitsfunktionär im deutsch besetzten Wartheland war und in der Bundesrepublik Deutschland als Medizinalbeamter bei der niedersächsischen Landesregierung tätig wurde.
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Gestorben: Ernst Kendzia stirbt in Waldheim. Ernst Kendzia war ein deutscher Verwaltungsbeamter im besetzten Polen. Zuletzt war er Präsident des Gauarbeitsamtes sowie Reichstreuhänder der Arbeit für Wartheland und Posen.
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Gestorben: Arthur Greiser stirbt in Poznań. Arthur Karl Greiser war Senatspräsident der Freien Stadt Danzig von 1934 bis 1939 und Reichsstatthalter und Gauleiter der NSDAP im von den Deutschen besetzten Reichsgau Wartheland von 1939 bis 1945. Er wurde wegen des hunderttausendfachen Massenmordes, der massenhaften Deportation von Polen zur Zwangsarbeit und der Ausplünderung des polnischen Volkes als Kriegsverbrecher angeklagt und 1946 in Polen zum Tod verurteilt und hingerichtet.
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Gestorben: Max Jungnickel (Schriftsteller) stirbt in Welun, Wartheland. Max Jungnickel war ein deutscher Schriftsteller.

Geschichte > Zwanzigstes Jahrhundert

1939

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– Ende der Geschichte der Deutschen im Baltikum mit dem Hitler-Stalin-Pakt: Im Oktober wurden mit Estland und Lettland Umsiedlerverträge vereinbart. Zum Jahresende waren bereits mehr als 50.000 Deutsche aus Lettland und 14.000 aus Estland umgesiedelt, die Mehrzahl in die gerade annektierten Gaue Wartheland und nach Danzig-Westpreußen. Die Nachumsiedler, einige tausend 1940, weitere 7.000 aus Estland und 10.000 aus Lettland 1941, wurden in das Altreich umgesiedelt. (Deutsch-Balten)

Mitglieder > W

1940

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Ludwig Wolff (Litzmannstadt) (1908–1988), Wartheland, eingetreten am 7. Juli (Liste der Reichstagsabgeordneten im Nationalsozialismus (4. Wahlperiode))

Politik & Weltgeschehen

1940

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Zeittafel zur Geschichte der Stadt > Im Zweiten Weltkrieg: Die Stadt wird vom Großdeutschen Reich annektiert und dem sogenannten Wartheland einverleibt. Bis 1944 verlieren 7628 Personen ihr Leben, 8032 Personen werden als Zwangsarbeiter ins Innere Deutschlands deportiert. In den Wäldern um Zgierz werden während des Zweiten Weltkrieges 35.000 Personen aus der Stadt und dem Kreise erschossen. Sämtliche Juden werden ins Litzmannstädter (?ód?), danach ins Warschauer Ghetto verbracht.

1939

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Geschichte > Zweiter Weltkrieg (1939 bis 1945): Vertreibung von Polen aus dem Wartheland (Deutsche Minderheit in Polen)

Mitglieder > G

Geschichte > Ethnische Neuordnung und Holocaust

1940

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„Umzug" von Juden in das Ghetto Litzmannstadt, März

1939

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„Aussiedlung“ von Polen, B?onie

1939

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„Polenevakuierung“ oder „Aussiedlung": Polen auf dem Weg zum Bahnhof, Schwarzenau bei Gnesen

1939

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„Polenlager" am Verteilerpunkt Gelsendorf (Sahirne, Ukraine)

1939

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„Aussiedlung“ von Polen, Radungen

Mitglieder > U

1945

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Ulrich Uhle (1897–), Wartheland, eingetreten am 7. Juli 1940, gefallen am 28. April (Liste der Reichstagsabgeordneten im Nationalsozialismus (4. Wahlperiode))

"Wartheland" in den Nachrichten