Wassili IV. (Russland)

Wassili IV. Iwanowitsch Schuiski (russischВасилий Иванович Шуйский, wiss. TransliterationVasilij Ivanovič Šujskij; * 22. September 1552; † 12. September 1612 auf Burg Gostynin) war russischer Zar von 1606 bis 1610.

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Politik & Weltgeschehen

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Polnisch-Russischer Krieg: Nach der Niederlage des russischen Heeres bei Kluschino im Krieg mit Polen-Litauen am 4. Juli wird Zar Wassili IV. von innenpolitischen Gegnern gestürzt und zu einem einfachen Mönch geschoren. Das Interregnum Russlands bildet den Höhepunkt der so genannten „Zeit der Wirren“. Die Regierungsverantwortung übernimmt ein Bojarenrat aus sieben Mitgliedern. Dem polnischen Heer unter Führung von Stanisław Żółkiewski hat Moskau nach dieser Niederlage nichts mehr entgegenzusetzen, woraufhin dieses Moschaisk, Volokolamsk und Dmitrow einnimmt.

Geboren & Gestorben

Gestorben:
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Wassili IV. (Russland) stirbt auf Burg Gostynin. Wassili IV. Iwanowitsch Schuiski war russischer Zar von 1606 bis 1610.
Geboren:
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Wassili IV. (Russland) wird geboren. Wassili IV. Iwanowitsch Schuiski war russischer Zar von 1606 bis 1610.

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Wassili IV. (Russland) starb im Alter von 60 Jahren. Wassili IV. (Russland) war im Sternzeichen Jungfrau geboren.

Russland

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Wassili IV. erlangt im Vertrag von Wiborg gegen die Abtretung der Festung Kexholm am Ladogasee Militärhilfe (15.000 Mann) durch den Schwedenkönig Karl IX. (1604-1611), der mit seinem Neffen Sigismund III. Wasa verfeindet ist. Der Oberbefehlshaber der Truppen Wassilis, Michail Wassiljewitsch Skopin-Schuiski sammelt in Torschok neue Aufgebote, verlegt durch einen Sieg bei Twer den Truppen des Falschen Dimitri den Weg in den russischen Norden und entsetzt das belagerte Dreifaltigkeitskloster.

1607

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Sommer: Die labile innenpolitische Situation in Russland nutzt ein weiterer Prätendent zu einem erneuten Anlauf gegen das Regime Wassilis IV.. Er taucht als Zweiter Pseudodimitri im Juli in Starodub auf und sammelt nochmals die bei der Niederlage Iwan Issajewitsch Bolotnikows versprengten Bauern und Kosaken um sich. Sein Unternehmen erhält offene Unterstützung Polens und einzelner mit Wassili verfeindeten Vertreter des russischen Hochadels. Im Dezember 1607 steht er mit seinen Truppen vor Brjansk, ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen.
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2. Dezember: Fünfwöchige Belagerung Moskaus. Nach der Ermordung des Falschen Dimitris formiert sich in den südlichen Regionen unter seinen ehemaligen Anhängern eine Oppositionsbewegung gegen den neuen Bojarenzaren Wassili IV., die sich zu einer sozialen Protestbewegung ausweitet. Ihr Führer Iwan Issajewitsch Bolotnikow sammelt aufrührerische Bauern und Knechte um sich und tritt im Juli 1606 von Putyvl aus zum Marsch auf Moskau an. Die Aufständischen setzen sich schließlich nach der Niederlage bei Kotly und der Erstürmung Kolomenskojes nach Kaluga ab.
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Der falsche Dimitri, der als angeblicher Sohn von Iwan IV. russischer Zar geworden ist, wird durch revoltierende Adlige ermordet. Wassili IV. wird von seinen Parteifreunden zum Nachfolger proklamiert (19. Mai) und am 1. Juni 1606 zum Zaren gekrönt. Mit schwedischer Hilfe gelingt es ihm, bis 1610 den Thron zu halten, bevor er auf Betreiben Polens gestürzt werden kann.

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