Weichbild

Unter Weichbild versteht man den Anblick und das Erscheinungsbild eines urbanen Raumes, einer Stadt oder eines Ortes, eines Bauensembles oder eines einzelnen Bauwerkes. Es kann aber auch auf die gesamte Ausdehnung eines bewohnten Gebietes angewandt werden und damit seine Begrenzung oder sein Einflussgebiet meinen.

Der Wortteil Weich kommt dabei von einem alten Wort für Siedlungen (lat. vicus, siehe auch ‚-wik‘ als Endung von Ortsnamen). Rechtshistorisch bezeichnet Weichbild den vor den eigentlichen Stadtmauern gelegenen Bezirk, der der städtischen Gerichtsbarkeit unterworfen war. In Westfalen findet er sich noch als Wigbold. Als Weichbild wird auch das Sächsische Weichbildrecht bezeichnet, welches sich zum Teil in Ausgaben des Sachsenspiegels findet.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Bartholomäus von Dobschütz stirbt in Breslau. Bartholomäus von Dobschütz war Gutsbesitzer und Kaufmann, Ratsältester in Breslau und Landeshauptmann des WeichbildesNamslau (Oberschlesien).
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Geboren: Bartholomäus von Dobschütz wird in Breslau, Niederschlesien geboren. Bartholomäus von Dobschütz war Gutsbesitzer und Kaufmann, Ratsältester in Breslau und Landeshauptmann des WeichbildesNamslau (Oberschlesien).
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Gestorben: Albert von Vechelde stirbt in Braunschweig. Albert von Vechelde, auch Albrecht von Vechelde, war ein deutscher Großhändler für Flachs und Hopfen und Großer Bürgermeister des WeichbildesAltstadt von Braunschweig.

1427

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Geboren: Albert von Vechelde wird in Braunschweig geboren. Albert von Vechelde, auch Albrecht von Vechelde, war ein deutscher Großhändler für Flachs und Hopfen und Großer Bürgermeister des WeichbildesAltstadt von Braunschweig.

Politik & Weltgeschehen

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Zweiter Weltkrieg: Die nationalsozialistische Führung erlässt eine Polizeiverordnung, die das Tragen des „Judensterns“ ab dem 19. September für alle Juden im Deutschen Reich ab dem sechsten Lebensjahr verbindlich macht. Das Abzeichen besteht aus zwei gelben Stoffdreiecken, die in Form eines sechszackigen Davidsterns übereinander genäht werden, und trägt in schwarzen Buchstaben die Aufschrift „Jude“. Der Stern muss „deutlich sichtbar“ und „fest an der linken Brustseite des Kleidungsstücks angenäht“ getragen werden. Auch zu Hause müssen Juden den „Judenstern“ tragen, wenn sie jemandem die Haustür öffnen. - Polizeistreifen kontrollieren willkürlich auf der Straße, ob das Abzeichen auch fest genug angenäht ist. Zuwiderhandlungen können eine Einweisung in ein Konzentrationslager (so genannte „Schutzhaft“) nach sich ziehen. In der Folgezeit werden weitere diskriminierende Verordnungen gegen die Juden erlassen, so z. B. das Verbot, das Weichbild des Heimatortes zu verlassen. - In den besetzten polnischen Gebieten (so genanntes „Generalgouvernement“) wurde die Kennzeichnungspflicht für Juden durch die deutsche Besatzungsmacht schon 1939 eingeführt und bestand in einer weißen Armbinde mit blauem Stern.

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