Westjordanland

Das Westjordanland (arabisch الضفة الغربية, DMGaḍ-Ḍaffa al-Ġarbiyya, aḍ-Ḍiffa al-Ġarbiyya, hebräischהגדה המערביתhaGada haMa'arawit) oder Westbank (englischWest Bank), auch Cisjordanien, in Israel offiziell Judäa und Samaria (hebräischיהודה ושומרוןJehuda we'Schomron), ist ein Gebiet im Nahen Osten westlich von Jordanien und östlich von Israel mit einer Fläche von etwa 5800 Quadratkilometern, davon sind rund 220 Quadratkilometer Wasser. Von den 2012 geschätzt rund 2,4 Millionen Bewohnern des Gebiets sind 83 Prozent Palästinenser und 17 Prozent Juden, die in schätzungsweise 355 israelischen Siedlungen und ihren Außenposten leben. Das Westjordanland bildet mit dem Gazastreifen die Palästinensischen Autonomiegebiete.

Das Gebiet ist in der Bibel als Siedlungsgebiet verschiedener kanaanitischer Völker bekannt, als da wären die Phönizier, die Philister, die Hebräer und die Samaritaner. Es wurde im Lauf seiner mehrtausendjährigen Geschichte oft erobert und besetzt; Teile davon bildeten die biblischen Reiche Assur, Ägypten, Israel und Juda und das Kalifat der Abbasiden.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Reinhard Lettmann stirbt in Bethlehem, Westjordanland. Reinhard Lettmann war ein deutscher Geistlicher und von 1980 bis 2008 römisch-katholischer Bischof des Bistums Münster. Er war der 75. Bischof dieses Bistums und bei seinem Ausscheiden im Jahre 2008 der dienstälteste Diözesanbischof Deutschlands.
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Gestorben: Ron Nachman stirbt in Petach Tikwa. Ron Nachman war ein israelischer Politiker und Gründer der heutigen Stadt Ariel – eine der größten israelischen Siedlungen im Westjordanland. Von 1985 bis zu seinem Tod war er deren erster und einziger Bürgermeister.
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Gestorben: Juliano Mer-Khamis stirbt in Dschenin, Westjordanland. Juliano Mer-Khamis war ein israelischer Schauspieler, Filmregisseur und politischer Aktivist. Er wurde von einem maskierten Täter im Westjordanland erschossen.
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Gestorben: Asher Weisgan stirbt. Asher Weisgan war ein israelischer Attentäter, der am 17. August 2005 vier Palästinenser erschoss und zwei weitere durch Schüsse verletzte. Die Tat ereignete sich in der Nähe der israelischen Siedlung Shiloh im Westjordanland. Weisgan wollte einen palästinensischen Racheakt auslösen und dadurch den Friedensplan Scharons (Israels einseitiger Abkoppelungsplan) unterlaufen.
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Gestorben: Jigal Allon stirbt in Afula. Jigal Allon war ein israelischer Politiker der Arbeitspartei. Er war von 1974 bis 1977 der vierte Außenminister Israels. Nach ihm ist der Allon-Plan zur Besiedlung des Westjordanlandes (Westbank) benannt.

Naher Osten

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Das haschemitische Königreich Jordanien wird ausgerufen. Transjordanien gliedert sich dabei das Westjordanland an.

Geschichte

1959

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Es entstand ein neues Talitha Kumi etwa zwei km entfernt vom alten Standort, dessen Einweihung feierlich 1961 stattfand. Zu dieser Zeit wurde die Evangelisch-Lutherische Kirche in Jordanien selbstständig. Heute gehören zu dieser Kirche im von Israel besetzten Teil des Westjordanlandes fünf Gemeinden, vier Schulen und ein Jungeninternat. Die Leitung der Kirche hat seit 1979 ein arabischer Bischof (seit 1998 Munib Younan).

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2000

Preisträger:
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Sumaya Farhat-Naser, Friedensvermittlerin im Westjordanland (Augsburger Friedenspreis)

Produkt

2002

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Das andere Gesicht des Feindes. Amira Hass – Eine israelische Journalistin im Westjordanland , Reportage von Wiltrud Kremer (Beate Schlanstein)

Städtepartnerschaften

2004

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Palastina Autonomiegebiete? RamallahWestjordanland, seit (Trondheim)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2004

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Film: Paradise Now (engl. paradise -Paradies, now -jetzt) ist ein Kinofilm des palästinensisch-niederländischen Regisseurs Hany Abu-Assad, der 2004 im Westjordanland gedreht wurde. Filmstart in deutschen Kinos war der 29. September 2005.

Stab:
Regie: Hany Abu-Assad
Drehbuch: Hany Abu-Assad, Bero Beyer
Produktion: Bero Beyer, Gerhard Meixner, Roman Paul, Hengameh Panahi, Amir Harel
Musik: Jina Sumedi
Kamera: Antoine Heberlé
Schnitt: Sander Vos

Besetzung: Kais Nashef, Ali Suliman, Lubna Azabal, Amer Hlehel, Hiam Abbass, Ashraf Barchoum

Politik & Weltgeschehen

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Im Westjordanland beginnen israelische Sicherheitskräfte gegen den gewaltsamen Widerstand jüdischer Siedler mit der Zerstörung des Außenpostens Amona.
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Eine Serie von Bombenanschlägen erschüttert das von Israel besetzte Westjordanland.

Tagesgeschehen

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Bethlehem/Westjordanland: Mit der Geburtskirche in Bethlehem wird erstmals ein Kulturdenkmal aus den Palästinensischen Autonomiegebieten als UNESCO-Welterbe anerkannt.
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Ramallah/Palästinensische Autonomiegebiete: Die im Gazastreifen regierende Hamas und die im Westjordanland regierende Fatah einigen sich auf die Beilegung ihres Konfliktes und die Bildung einer gemeinsamen Übergangsregierung.
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Dschenin/Westjordanland: Bei einem Militäreinsatz töten israelische Soldaten bei Dschenin Walid Obeidi (38 Jahre), einen Anführer der radikalen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad.
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Ramallah/Palästinensische Autonomiegebiete: George W. Bush trifft zu seinem 1. Staatsbesuch bei Präsident Mahmud Abbas in seinem Amtssitz, der Muqataa in Ramallah ein. Bush hofft, dass es zu einem Friedensabkommen im Nahostkonflikt zwischen Palästina und Israel noch während seiner Amtszeit kommen werde. Dazu müsse Israel allerdings seine illegalen Siedlungen im Westjordanland aufgeben.
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Israel: Interimspremier Ehud Olmert übernimmt verfassungsgemäß 100 Tage nach dem Schlaganfall von Ariel Scharon offiziell das Amt des Regierungschefs. Er kündigt einen Teilrückzug aus dem Westjordanland an.

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