Westliche Welt

Der Begriff westliche Welt, der Westen oder westliche Hochkultur, auch Abendland (Okzident) genannt, kann je nach Kontext verschiedene Bedeutungen haben. Der Begriff des „Westens“ bzw. des „Abendlandes“ entstand als Gegenüber zum „Morgenland“, das Luther in seiner Bibelübersetzung zuerst gebrauchte, und wurde von Kaspar Hedio 1529 in die deutsche Sprache eingeführt. Während der Begriff ursprünglich die westeuropäische Kultur bezeichnete, wird er heute meistens auf gemeinsame Werte der Nationen in Europa und Nordamerika bezogen, die Bürger- und Menschenrechte garantieren, nach westlichen Werten wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Gleichheit, Individualismus und Toleranz leben und die liberale Demokratie praktizieren. Die Gesellschaftssysteme der westlichen Welt beruhen auf dem Wirtschaftssystem der Marktwirtschaft mit freier Lohnarbeit und sind historisch vom Christentum, später jedoch maßgeblich von der Aufklärung geprägt. Dazu gehören auch die sprachlich und kulturell eng verwandten früheren Kolonien wie Lateinamerika oder Australien, deren ethnische Identität und dominierende Kultur von Europa abgeleitet wurden.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: John Gage stirbt. John Stephen Gage war ein britischer Kunsthistoriker und Hochschullehrer, der grundlegende Arbeiten über den britischen Maler William Turner sowie mit Colour and Culture: Practice and Meaning from Antiquity to Abstraction (1993) ein Standardwerk über die Farbenlehre in der Kunst der westlichen Welt veröffentlichte und wegen seiner scharfsinnigen Intelligenz und seinem tiefen Engagement bezüglich der Erforschung der Bedeutung der Farben in der Malerei zu einem der bedeutendsten und wichtigsten Fachleute auf diesem Gebiet wurde.
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Gestorben: Inoue Kiyoshi stirbt in Kyōto. Inoue Kiyoshi war ein japanischer Historiker, Sozialwissenschaftler und Hochschullehrer, der marxistisch orientiert, aber auch beeinflusst von Max Webers Religionssoziologie und dem europäischen Humanismus, die Erscheinungen der japanischen Gesellschaft im Laufe ihrer Geschichte erforscht und beschrieben hat. Übersetzungen seines umfangreichen Werkes über die Geschichte Japans haben ihn auch in der westlichen Welt bekannt gemacht; in Deutschland ist es zum ersten Mal im Jahr 1993 veröffentlicht worden.
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Gestorben: Meir Kahane stirbt in Manhattan. Meir Kahane war ein orthodoxer Rabbiner, israelischer Politiker und Gründer der Jewish Defense League, sowie der Kach-Bewegung. Dabei vertrat er eine eigene Richtung des radikalen Zionismus, die als Kahanismus bezeichnet wird. Seine erklärten Ziele waren die Beseitigung der westlichenDemokratie in Israel zugunsten eines von der jüdischen Religion geprägten Gottesstaates, die Vertreibung der Nichtjuden aus Israel und den besetzten Gebieten und die Errichtung von Großisrael. In den Augen demokratischer Israelis war er der Vorkämpfer eines jüdischen Rassismus.
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Geboren: Zhang Jingchu wird in Fujian geboren. Zhang Jingchu ist eine chinesische Schauspielerin, die auch in westlichen Produktionen mitspielte.
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Geboren: Fjordman wird geboren. Fjordman ist das Pseudonym von Peder Are Nøstvold Jensen , einem norwegischen Blogger. Unter diesem Decknamen verfasste er ab 2003 islamfeindliche Artikel in rechtsgerichteten Blogs, in denen er die Einwanderung von Menschen muslimischen Glaubens in europäische Länder als Bedrohung der westlichen Welt bezeichnete und Thesen über unausweichlich bevorstehende Bürgerkriege in Europa verbreitete. Bekannt wurde er aufgrund der 2011 in Norwegen verübten Attentate von Anders Behring Breivik, der in seinem Pamphlet 2083: A European Declaration of Independence in größerem Umfang Texte von Fjordman übernahm. Jensen distanzierte sich drei Tage nach den Anschlägen von Breivik und dessen Taten.

Rundfunk, Film & Fernsehen

1980

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Film: Die Götter müssen verrückt sein ist ein botswanischer Kinofilm aus dem Jahr 1980, dem 1989 und 1993 weitere Teile folgten. Jaymie Uys schrieb das Drehbuch und führte Regie bei den ersten beiden Teilen. Die Filmkomödien der Reihe erzählen die Geschichte von Xixo, einem „Buschmann“ aus der Wüste Kalahari, dessen Stamm keinen Kontakt mit der westlichenZivilisation hat.

Stab:
Regie: Jaymie Uys
Drehbuch: Jaymie Uys
Produktion: Jaymie Uys
Musik: John Boshoff
Kamera: Robert Lewis, Buster Reynolds
Schnitt: Jaymie Uys

Besetzung: Marius Weyers, Sandra Prinsloo, Nǃxau, Louw Verwey, Michael Thys, Paddy O'Byrne

1979

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Film: Der menschliche Faktor (im Original The Human Factor) ist ein britischer Spielfilm aus dem Jahr 1979. Der Agentenfilm ist das letzte Werk des Regisseurs Otto Preminger und basiert auf dem gleichnamigen Roman seines Freundes Graham Greene. Er beschäftigt sich mit der Welt der britischen Spionage zur Zeit des Kalten Krieges und den Beziehungen der Westlichen Welt zum damaligen Apartheidsregime in Südafrika.

Stab:
Regie: Otto Preminger
Drehbuch: Tom Stoppard
Produktion: Sigma Production
Musik: Richard Logan
Gary Logan
Kamera: Mike Molloy
Schnitt: Richard Trevor

Besetzung: Richard Attenborough, John Gielgud, Derek Jacobi, Robert Morley, Joop Doderer, Ann Todd, Richard Vernon, Angela Thorne, Nicol Williamson, Iman Abdulmajid

1976

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Rundfunk: 1. März -Das sowjetische Fernsehen beginnt mit der Ausstrahlung der Fernsehhitparade Melodii i ritmy sarubeschnoi estrady (Melodien und Rhythmen der ausländischen Hitparade). Die Sendung, die bis zum Machtantritt Gorbatschows im Programm bleibt, macht vor allem unpolitische Stars aus dem Westen wie Boney M. oder ABBA populär.

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