Weströmisches Reich

Das sogenannte Weströmische Reich, auch Westrom oder Westreich (Hesperium Imperium), entstand im Jahre 395 durch die Teilung der Herrschaft im Römischen Reich unter den beiden Söhnen des Kaisers Theodosius I. Während der ältere Bruder, Arcadius, in Konstantinopel als senior Augustus über den römischen Osten herrschte, regierte Honorius zunächst von Mailand, dann von Ravenna aus als iunior Augustus den Westen des Reiches (ausnahmsweise residierten die weströmischen Kaiser auch noch in der Stadt Rom). Formal handelte es sich bei Westrom dabei nie um einen eigenständigen Staat, sondern lediglich um die Westhälfte des unteilbaren Imperium Romanum.

Wann das Ende des Weströmischen Reiches eintrat, ist in der neueren Forschung umstritten; mögliche Endpunkte sind:

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Petronius Maximus stirbt. Flavius Petronius Maximus war vom 17. März 455 bis zu seinem Tod weströmischerKaiser.
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Gestorben: Flavius Honorius stirbt in Ravenna. Flavius Honorius, war weströmischerKaiser zwischen 395 und 423.
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Geboren: Valentinian III. wird in Ravenna geboren. Valentinian III., mit vollständigem Namen Flavius Placidius Valentinianus, war von 425 bis 455 Kaiser des weströmischen Reiches. Er stand während seiner Regierungszeit lange unter dem Einfluss seiner Mutter Galla Placidia.

396 n. Chr.

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Geboren: Petronius Maximus wird geboren. Flavius Petronius Maximus war vom 17. März 455 bis zu seinem Tod weströmischerKaiser.
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Geboren: Flavius Honorius wird geboren. Flavius Honorius, war weströmischerKaiser zwischen 395 und 423.

Ereignisse

474 n. Chr.

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Juni: Glycerius dankt als weströmischer Kaiser ab und wird von seinem Nachfolger, Julius Nepos, nach Illyrien verbannt und dort zum Bischof von Salona gemacht.

473 n. Chr.

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Um den 3. März: Glycerius wird als Nachfolger von Olybriusweströmischer Kaiser. Auch Glycerius wird von Ostrom nicht als Kaiser anerkannt, das Julius Nepos favorisiert.

470 n. Chr.

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Odoaker wird zum Führer der germanischen Hilfstruppen Westroms ernannt.

469 n. Chr.

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468/470: Dem Heiligen Severin gelingt bei Passau die Auslösung römischer Kriegsgefangener aus der Gewalt des Alamannenfürsten Gibuld.
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Nach fast zweijährigem Interregnum wird Anthemius zum weströmischen Kaiser erklärt. Er hat die Rückendeckung sowohl des Heerführers Ricimer, der sein Schwiegervater ist, als auch des oströmischen Kaisers Leo I.

Europa

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Westeuropa: Romulus Augustulus wird von den Truppen auf Betreiben seines Vaters Orestes zum letzten weströmischen Kaiser ausgerufen.
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Majorian wird mit Hilfe von Ricimerweströmischer Kaiser als Nachfolger des ermordeten Avitus.

456 n. Chr.

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Oktober: Der Westgotenkönig Theoderich II. besiegt in römischem Auftrag die Sueben unter Rechiar und verhindert so deren Ausdehnung auf der Iberischen Halbinsel.
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Der gerade erst zum Kaiser proklamierte Petronius Maximus wird von der Volksmenge in Rom getötet. Die Führerlosigkeit der Römer und das Chaos in der Stadt nutzen die Vandalen zum Angriff.

455 n. Chr.

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17. März: Nach der Ermordung Valentinians III. wird Petronius Maximusweströmischer Kaiser. Er soll in den Tod seines Vorgängers verstrickt gewesen sein.

Frankenreich

486 n. Chr.

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Chlodwig I. besiegt in diesem oder im darauffolgenden Jahr (487) Syagrius, den letzten römischen Heerführer in Gallien, in der Schlacht von Soissons. Syagrius flieht zunächst zum westgotischen König Alarich II., der ihn aber schließlich an Chlodwig ausliefert, von dem er hingerichtet wird.

Antike

597 n. Chr.

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Oströmisches Reich: Kaiser Maurikios erkrankt schwer und regelt seine Nachfolge: Sein älterer Sohn soll ihm als Kaiser in Konstantinopel nachfolgen, der zweitgeborene hingegen das weströmische Kaisertum erneuern und in Rom residieren. Die beiden übrigen Söhne sind eventuell als Unterkaiser vorgesehen. Die Regelung tritt nie in Kraft.
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Römisches Reich: Stilicho wird Opfer einer Intrige: Als Sohn eines Vandalen ohnehin der Germanenfreundlichkeit verdächtig, wird ihm nunmehr von einigen Senatoren außerdem vorgeworfen, er erstrebe für seinen Sohn Eucherius die Kaiserkrone; er wird wegen Hochverrats hingerichtet, etwas später auch seine Frau Serena. In der Folge fehlt es Westrom an einem fähigen Feldherrn, der Alarich I. ebenbürtig wäre.

Politik & Weltgeschehen

812 n. Chr.

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Karl der Große und Michael I., Kaiser von Byzanz schließen den Frieden von Aachen. Karl der Große wird von Konstantinopel gegen Herausgabe Venedigs und Dalmatiens als weströmischer Kaiser anerkannt.

480 n. Chr.

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Odoaker vereitelt den Versuch des früheren weströmischen Kaisers Julius Nepos, Italien zurückzugewinnen. Julius Nepos kommt ums Leben.

468 n. Chr.

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Der Vandalenfeldzug des West- und des Oströmischen Reiches unter Leitung Kaiser Leos I. scheitert kläglich, nicht zuletzt an den Rivalitäten zwischen den west- bzw. oströmischen Kommandeuren Ricimer und Basiliskos.
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Majorian, römischer Kaiser seit 457, wird, wohl aufgrund seines allzu selbstständigen Handelns, durch den Magister militum Ricimer abgesetzt und am 7. August ermordet. Er setzt Libius Severus als neuen Kaiser ein, der jedoch vom oströmischen Kaiser Leo I. nicht anerkannt wird.

460 n. Chr.

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Die Westgoten siegen über die Römer bei Toulouse.

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