Widukind (Sachsen)

Widukind (auch Wittekind) stammte aus einem westfälischenAdelsgeschlecht und führte als dux Saxonum, also als „Herzog“ der Sachsen, in den Jahren 777 bis 785 den Widerstand gegen Karl den Großen in den Sachsenkriegen. Die Sachsen unterlagen letztlich den militärisch überlegenen Franken. So wurde der heutige Nordwesten Deutschlands dem Karolingerreich einverleibt und schließlich auch christianisiert.

Widukind wurde 777 anlässlich des Reichstags von Paderborn erstmals erwähnt. Nach seiner Taufe in der Königspfalz Attigny (785) fehlen gesicherte Informationen über sein weiteres Schicksal, während seine Gestalt ins Mythische wuchs und teilweise kultisch verehrt wurde.

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Politik & Weltgeschehen

782 n. Chr.

Frankenreich / Sachsenkriege:
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Oktober: Als Reaktion auf die Niederlage eines fränkischen Heeres auf dem Drachtelfeld am Süntelgebirge, bei der auch mehrere Grafen gefallen waren, lässt Karl der Große in Verden an der Aller in einem Blutgericht zeitgenössischen Quellen zufolge 4500 Geiseln der aufständischen Sachsen hinrichten; diese Angabe ist möglicherweise übertrieben. Unumstritten ist aber, dass die Franken in Sachsen eine harte Besatzungspolitik betreiben. Herzog Widukind entkommt nach Dänemark.

Religion

852 n. Chr.

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Ludolf, Nachkomme Widukinds und Stammvater der Ottonen, gründet das Stift Gandersheim (Kloster Brunshausen).

Europa

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Taufe Widukinds in der karolingischen Königspfalz Attigny, nachdem er vorher vor den Franken kapituliert hat.

783 n. Chr.

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Im Rahmen der Sachsenkriege besiegen die Sachsen die Franken zunächst in der Schlacht an der Grotenburg bei Detmold, werden dann aber ihrerseits von den Franken, denen eine Verstärkung ihres Heeres gelungen war, in der Schlacht an der Hase geschlagen. Herzog Widukind muss sich auf seine Burg bei Rulle nahe Osnabrück zurückziehen.

779 n. Chr.

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Im Verlauf der Sachsenkriege geht der aus Dänemark zurückgekehrte Herzog Widukind dazu über, die fränkischen Eroberer in einen langwierigen Kleinkrieg zu verwickeln.

777 n. Chr.

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Karl der Große beruft in Paderborn erstmals einen Reichstag auf sächsischem Boden ein. Dies ist zugleich die erste Erwähnung des Ortes Paderborn. Beschlossen wird die Aufteilung Sachsens in Missionssprengel, wobei die Mission unter anderem durch angelsächsische Prediger erfolgen soll. Eine Reihe anwesender Sachsen lassen sich taufen, doch bleibt Herzog Widukind der Versammlung fern; er geht zum dänischen König Sigifrid, um ihn um Unterstützung gegen die Franken zu bitten.

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