Wiener Kongress

Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu. Nachdem sich die politische Landkarte des Kontinentes als Nachwirkung der Französischen Revolution erheblich verändert hatte, legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.

Unter der Leitung des österreichischen Außenministers Fürst von Metternich berieten politisch bevollmächtigte Vertreter aus rund 200 europäischen Staaten, Herrschaften, Körperschaften und Städten, darunter alle bedeutenden Mächte Europas mit Ausnahme des Osmanischen Reiches. Die führende Rolle spielten Russland, das Vereinigte Königreich, Österreich und Preußen sowie das wiederhergestellte Königreich Frankreich und der Kirchenstaat. Die deutschen Fragen wurden angesichts ihrer Komplexität und ihres Umfangs getrennt von den übrigen europäischen Angelegenheiten beraten.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Edward Gibbon Wakefield stirbt in Wellington. Edward Gibbon Wakefield war ein britischer Staatsmann, der als einer der Vertreter des Vereinigten Königreichs am Wiener Kongress teilnahm und der maßgeblich an der Kolonialisierung Australiens und Neuseelands mitwirkte.
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Gestorben: Franz Anton von Kolowrat-Liebsteinsky stirbt in Wien. Graf Franz Anton von Kolowrat-Liebsteinsky (tschechisch František Antonín Kolovrat-Libštejnský) war tschechischer Adeliger und österreichischer Staatsmann, der als gemäßigt Liberaler zum Gegenspieler von Fürst Metternich auf dem Wiener Kongress wurde, obwohl beide das österreichische Kaiserreich vertraten. Kolowrat war Mitglied des Regentschaftsrates für Kaiser Ferdinand I.
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Gestorben: Klemens Wenzel Lothar von Metternich stirbt in Wien. Klemens Wenzel (oder Clemens Wenceslaus) Lothar (eigtl. Clemens Wenceslaus Nepomuk Lothar) Graf (seit 1813 Fürst) von Metternich-Winneburg zu Beilstein, Graf von Königswart, seit 1818 Herzog von Portella, war ein Staatsmann im Kaisertum Österreich. Im Jahr 1809 wurde er Außenminister. Seit 1813 stieg er zu einem der führenden Staatsmänner in Europa auf und spielte vor allem auf dem Wiener Kongress eine führende Rolle bei der politischen und territorialen Neuordnung Europas im Sinne eines Gleichgewichts der Mächte. Als politischer Ausgestalter der Heiligen Allianz stand Metternich als führender Politiker der Restaurationszeit für das monarchische Prinzip und bekämpfte die nationalen und liberalen Bewegungen.
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Gestorben: Katharina Bagration stirbt in Venedig. Gräfin Katharina Pawlowna Skawronskaja, besser bekannt als Fürstin Katharina Pawlowna Bagration russisch? Екатерина Павловна Багратион war eine russische Aristokratin, die auf dem Wiener Kongress unter den diplomatischen Damen eine herausragende Rolle spielte.
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Gestorben: Ernst Christian August von Gersdorff stirbt in Weimar. Ernst Christian August Freiherr von Gersdorff war von 1819 bis 1848 Staatsminister Sachsen-Weimar-Eisenachs, Diplomat und Teilnehmer des Wiener Kongresses.

Geschichte des Völkerrechts

1815

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die Wiener Kongreßakte vom 9. Juli (Völkerrecht)

Neuzeit

1815

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Restauration des Kirchenstaates auf dem Wiener Kongress (Zeittafel Rom)

1815

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folgt das Wallis wie Genf und Neuenburg auf Empfehlung Österreichs einem Beschluss des Wiener Kongresses, der Schweizer Eidgenossenschaft beizutreten, die damit ihre heutige territoriale Grösse erreicht. Eine erste Verfassung wird von weiteren Verfassungen in den Jahren 1839, 1844, 1848, 1852 und 1875 abgelöst. (Geschichte des Wallis)

Bedeutende Diplomaten

1815

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Klemens Wenzel Lothar von Metternich: Heilige Allianz zwischen Österreich, Deutschland und Russland, führende Rolle beim Wiener Kongress (Diplomatie)

Geschichte > 18. bis Beginn 20. Jahrhundert

1815

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Durch die Verträge des Wiener Kongresses fällt das Amt Dierdorf an Preußen.

Ereignisse

1815

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Napoleons Herrschaft der Hundert Tage; Schlacht bei Waterloo; zweite Verbannung Napoleons (nach St. Helena); Frieden zwischen Großbritannien und den USA; Wiener Kongress; Gründung des Deutschen Bundes; erste Burschenschaften. (1810er)

1814

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Alliierte besetzen Paris; Napoleon wird nach Elba verbannt; Beginn des Wiener Kongresses. (1810er)

Politik & Weltgeschehen

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Napoleonische Kriege & Wiener Kongress: Der Wiener Kongress, auf dem Europa politisch neu geordnet worden ist, endet mit der Unterzeichnung der Kongressakte. Der Papst als Oberhaupt des Kirchenstaates und Spanien lehnen darin getroffene inhaltliche Festlegungen ab. Brasilien wird unabhängiges, mit Portugal nur noch durch Personalunion verbundenes Königreich.
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Napoleonische Kriege & Wiener Kongress: Friedrich Wilhelm III. verfügt auf dem Wiener Kongress die Einteilung Preußens in zehn Provinzen.
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Ereignisse > Politik und Weltgeschehen: In einem Protokoll des Wiener Kongresses werden Fragen des staatlichen Gesandtenwesens und der ständigen diplomatischen Vertreter geregelt. Unter anderem ist der Botschafter seither ranghöchster Diplomat. (19. März)

Europa

1816

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Nach der Niederlage Napoleons werden die Ergebnisse des Wiener Kongresses umgesetzt. Dies hat die politische Neuordnung Europas zur Folge.
Europa & die Befreiungskriege:
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Eröffnung des Wiener Kongresses (1814/1815): Der Deutsche Bund entsteht.

Fazit und Folgen

1830

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endete die griechische Revolution mit der Unabhängigkeit Griechenlands und der Gründung eines Nationalstaates, der auf der Verfassung von 1824 beruhte. Außerdem führte die belgische Revolution zur Unabhängigkeit Belgiens von den Niederlanden. Die belgische Verfassung wurde für die deutschen Liberalen zum Vorbild.

1830

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Die Polen fanden sich nie mit der Aufteilung ihres Landes zwischen Russland, Österreich und Preußen ab. In den polnischen Provinzen dieser drei Staaten kam es immer wieder zu nationalpolnischen Aufständen gegen die jeweilige Fremdherrschaft. Besonders populär – auch bei den liberalen und nationalen Bewegungen des Auslandes – war der Novemberaufstand im Jahre

Bekannte Persönlichkeiten

1836

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Leopold von Plessen (1769-1837), Diplomat, Minister, Geheimeraths- und Regierungspräsident Mecklenburg-Schwerins, bedeutender Vertreter der Mindermächtigen auf dem Wiener Kongress, Verleihung der jur. Ehrendoktorwürde der Universität Rostock anlässlich der 400-Jahr Feier 1819

O > Osterreich?Österreich

1997

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– Das Schlussdokument des Wiener Kongresses, Österreichisches Staatsarchiv, Wien – Abschlussakte Wiener Kongress 1815 (Weltdokumentenerbe)

Rundfunk, Film & Fernsehen

"Wiener Kongress" in den Nachrichten