Wiener Ringstraße

Die Ringstraße, die mit dem Franz-Josefs-Kai rund um das historische Zentrum Wiens (heute ein Großteil des 1. Bezirks) führt, und ihre zahlreichen historischen Bauwerke zählen zu den Hauptsehenswürdigkeiten der österreichischen Bundeshauptstadt. Die Gesamtlänge des annähernd kreisförmigen Straßenzugs beträgt 5,2 km. Die Ringstraße selbst nimmt etwa drei Viertel davon ein; sie wird häufig nur der Ring genannt, obwohl dieser Ring, was die offiziellen Straßennamen betrifft, in neun Abschnitte geteilt ist.

Der Ringstraßenstil als besondere Ausprägung des Historismus war stilbildend für die Architektur der 1860er bis 1890er Jahre. Heute gehört der gesamte Straßenzug zum Weltkulturerbe Historisches Zentrum von Wien.

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Geboren & Gestorben

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Gestorben: Carl Kundmann stirbt in Wien. Carl Kundmann war ein österreichischer Bildhauer. Er gilt als einer der Hauptmeister der Ringstraßenepoche, wo er zahlreiche Dekorationsarbeiten übernahm.
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Gestorben: Rudolf Weyr stirbt in Wien. Rudolf Weyr, ab 14. Mai 1911: Rudolf Ritter von Weyr? war ein österreichischer Bildhauer. Er gilt als Vertreter des Neobarock und als einer der wichtigsten Künstler der Ringstraßenepoche.
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Gestorben: August Weber (Architekt) stirbt in Moskau. August Weber war ein österreichischer Architekt, der überwiegend in Russland tätig war. Er hat das Moskauer Stadtbild entscheidend geprägt. In Österreich errichtete er das Künstlerhaus und das Gartenbaugebäude, zwei frühe Bauwerke der Wiener Ringstraßenära.
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Gestorben: Viktor Tilgner stirbt in Wien. Viktor Oskar Tilgner war ein österreichischer Bildhauer und Porträtist. Er ist der Hauptvertreter des Neobarock innerhalb der Plastik der Wiener Ringstraße.
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Gestorben: Sophie von Todesco stirbt in Wien. Sophie von Todesco war eine Salonnière der Wiener Ringstraßenepoche.

S

1800

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Schellinggasse, 1869 benannt nach dem deutschen Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775–1854); er war gemeinsam mit Hegel und Fichte Hauptvertreter des deutschen Idealismus. Sein Lebenswerk ist teilweise schwer einzuordnen; eines seiner Hauptwerke war das System des transzendentalen Idealismus. Siehe auch Fichtegasse, Hegelgasse und Kantgasse. Hier verlief die Stadtmauer, und zwar die Kurtine zwischen Braunbastei und Wasserkunstbastei; diese wurde 1862/63 demoliert, danach bei der Planung der Ringstraßenzone die Gasse angelegt. (Liste der Straßennamen von Wien/Innere Stadt)

L

1858

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Löhrgasse (Fünfhaus), 1894 benannt nach dem Architekten Moritz von Loehr (1810–1874); er übernahm 1838 die Ausführung sämtlicher Hochbauten und Betriebsanlagen der Wien-Gloggnitzer Bahn. Ab 1848 war er für den gesamten Hochbau des staatlichen Eisenbahnnetzes zuständig und errichtete u.a. den alten Westbahnhof. Als Sektionsrat wurde er Mitglied des Wiener Stadterweiterungsfonds und hatte damit eine wichtige Aufsichtsfunktion beim Bau der Wiener Ringstraße. Die Gasse hieß vorher Michaelergasse. (Liste der Straßennamen von Wien/Rudolfsheim-Fünfhaus)

F

1860

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Ferstelgasse, 1886 benannt nach dem Architekten Heinrich von Ferstel (1828–1883); bekannt wurde er durch den Bau der Votivkirche am Alsergrund (1856–1879), eines der bedeutendsten neugotischen Sakralbauwerke der Welt. Mit einer Höhe von 99 m ist sie die zweithöchste Kirche Wiens. Ferstel baute in der Folge u.a. das Gebäude der späteren Österreichisch-Ungarischen Bank, der Notenbank der Monarchie, mit dem Café Central und an der Ringstraße das k.k. Museum für angewandte Kunst (1871), die benachbarte k.k. Kunstgewerbeschule (1877) und die Universität Wien (1883). Die Gasse hieß vorher 1881–1886 Petrarcagasse. (Liste der Straßennamen von Wien/Alsergrund)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1881

Unterteilung und Bauwerke > Schottenring:
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Nr. 7: Ringtheaterbrand

Historische Details seit 1959

1973

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Ausstellung Wien 1850–1900. Welt der Ringstraße (Wien Museum)

Medien

2004

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Alfred Vendl, Otto Schwarz: Hinter den Fassaden. Die Geheimnisse der Wiener Ringstraße. (Dokumentation mit Maximilian Schell als Sprecher). At, 50 Min.

Kunst & Kultur

1948

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Bedeutende Inszenierungen: – Im Ronacher in Wien spielte das Burgtheater-Ensemble (das Haus an der Wiener Ringstraße war zerstört) Faust? I. Regie: Ewald Balser, Oskar Werner als Schüler. (Faust. Eine Tragödie.)

1869

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Kunst: Das „Neue Haus“ der Wiener Hofoper an der Ringstraße wird fertiggestellt. Die Eröffnung erfolgt am 25. Mai mit einer Aufführung der Oper Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart. Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg, die Architekten des von der Kritik unter anderem als „Königgrätz der Baukunst“ verunglimpften Gebäudes sind bereits im Vorjahr verstorben.

1864

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Kunst: Der Architekt August Weber vollendet das Gartenbaugebäude auf der Wiener Ringstraße.
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Kunst: Der Grundstein für das von August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll entworfene Neue Haus der Wiener Hofoper an der gerade erweiterten Wiener Ringstraße wird gelegt. Die Bauarbeiten an dem im Neorenaissance-Stil errichteten Gebäude dauern bis 1869.

1863

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Kunst: Kaiser Franz Joseph I. überlässt der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien in der Gegend der Wiener Ringstraße unentgeltlich ein Areal für den Bau eines Konzertgebäudes. Mit dem Entwurf wird der Architekt Theophil Hansen beauftragt.

Gründungen, Ersturkundliche Erwähnungen & Auflösungen

1980

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Auflösung: Die Union-Baugesellschaft (auch zu finden unter Union-Bau-Gesellschaft, Unionbaugesellschaft) war ein in Wien ansässiges von 1871 bis 1980 bestehendes Hoch- und Tiefbauunternehmen. Die Aktiengesellschaft war Bauausführender bei vielen prestigeträchtigen Bauten in Österreich, darunter einigen großen Ringstraßenbauten.

1873

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Gründung: Das Wiener Hotel Imperial ist ein Hotel in Wien und eines der markantesten Gebäude an der Ringstraße. Es befindet sich am Kärntner Ring 16 im 1.Wiener Gemeindebezirk. Es gehört zur Luxury Collection der Starwood Hotels & Resorts Worldwide.

1871

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Gründung: Die Union-Baugesellschaft (auch zu finden unter Union-Bau-Gesellschaft, Unionbaugesellschaft) war ein in Wien ansässiges von 1871 bis 1980 bestehendes Hoch- und Tiefbauunternehmen. Die Aktiengesellschaft war Bauausführender bei vielen prestigeträchtigen Bauten in Österreich, darunter einigen großen Ringstraßenbauten.

1870

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Gründung: Das Grand Hotel Wien ist ein 5-Sterne-Luxushotel in Wien an der Ringstraße. Es befindet sich am Kärntner Ring 9 im 1. Wiener Gemeindebezirk. Die Betreiberin Grand Hotel GmbH ist eine 100%ige Tochterfirma der Erste Wiener Hotel AG welche seit 2002 im Besitz von Mohamed Bin Issa Al Jaber steht.

Rundfunk, Film & Fernsehen

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Serienstart: Die Ringstraßenpalais war eine Fernsehserie des ORF, in Zusammenarbeit mit dem ZDF. Der Name der Serie bezieht sich auf die prachtvollen Ringstraßenpalais an der Wiener Ringstraße.

Genre: Fernsehserie
Produktion: Rudolf Nussgruber
Idee: Hellmut Andics
Musik: Toni Stricker

Besetzung: Heinrich Schweiger, Albert Rueprecht, Marianne Nentwich, Guido Wieland, Klaus Wildbolz, Erik Frey, Susi Nicoletti, Rudolf Prack, Peter Wolfsberger, Ulli Fessl, Mijou Kovacs, Fritz Muliar, Ossy Kolmann, Peter Vilnai, Jane Tilden, Sieghardt Rupp, Ivan Desny, Olga Georges-Picot, Josef Meinrad, Felix Mitterer, Florentin Groll, Dorothea Parton, Friedrich von Thun, Liliana Nelska, Romuald Pekny, Kurt Nachmann, Karlheinz Böhm, Gerlinde Locker, Nicole Kunz, Heinz Marecek, Elfriede Ramhapp, Renata Olarova, Gerhard Steffen, Imre Raday, Josef Loibl, Maresa Hörbiger, Ulli Meier, Dora Borkoff, Catherine Danais, Harald Harth, Franz Stoss, Wolfgang Gasser, Kurt Heintel, Hans Zemba, Attila Hörbiger, Paul Muller, Manfred Inger
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Rundfunk: Die Rückkehr des österreichischen Skirennläufers Karl Schranz von den Olympischen Winterspielen in Japan nach seinem umstrittenen Ausschluss aufgrund eines Verstoßes gegen den Amateurparagraphen durch das IOC wird als Triumphfahrt über die Wiener Ringstraße samt Begrüßung durch die Regierungsspitze inszeniert. Kritiker werfen dem ORF und seiner Führung unter Gerd Bacher vor, in der Berichterstattung über Schranz vorsätzlich eine massenmediale Hysterie geschürt zu haben.

1964

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Film: Heirate mich, Chéri (Friedl Behn-Grund)

"Wiener Ringstraße" in den Nachrichten