Wirtschaftskrise

Als Wirtschaftskrise bezeichnet man in der Volkswirtschaftslehre die Phase einer deutlich negativen Entwicklung des Wirtschaftswachstums. Daneben bezeichnet man auch negative Entwicklungen bei anderen makroökonomischen Variablen (z. B. Preisniveau, Beschäftigung, Kapitalströme etc.) als Wirtschaftskrise. Eine Wirtschaftskrise kann einzelne oder mehrere Volkswirtschaften oder sogar die gesamte Weltwirtschaft betreffen.

Bezogen auf die wirtschaftliche Konjunktur unterscheidet man die drei Ausprägungen Stagnation, Rezession und Depression. Als Stagnation bezeichnet man eine Phase, in der eine Volkswirtschaft nicht wächst und somit der volkswirtschaftliche Output zwischen zwei Zeitpunkten stagniert. Allerdings ist es strittig, ob eine Phase der Stagnation schon als Wirtschaftskrise bezeichnet werden kann. In einem dem Boom folgenden volkswirtschaftlichen Abschwung schrumpft nach amerikanischer Definition der volkswirtschaftliche Output hingegen über mindestens zwei aufeinander folgende Quartale. Als Depression bezeichnet man eine lang andauernde Rezession.

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Ereignisse

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Der „Industrial Black Friday“ in den USA löst erhebliche Kursverluste an der New York Stock Exchange aus, die besonders Eisenbahnaktien treffen. Die Wirtschaftskrise trifft in der Folge auch den Silbermarkt und entwickelt sich zur „Silber-Panik“.

Geboren & Gestorben

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Geboren: Haruhiko Kuroda wird in ?muta, Präfektur Fukuoka, Japan geboren. Haruhiko Kuroda ist seit März 2013 japanischer Zentralbankchef unter Ministerpräsident Shinzo Abe. Als solcher ist Kuroda für die geldpolitischen Rahmenbedingungen der wirtschaftspolitischen Reformen Abes verantwortlich. Das international umstrittene Reformprogramm, auch Abenomics genannt, besteht wirtschaftsseitig aus umfangreichen Konjunkturprogrammen und Deregulierungen sowie einer enormen Geldschwemme seitens der Notenbank. Abe und Kuroda versuchen damit JapansWirtschaftskrise zu durchbrechen. Das Land erlebt seit Mitte der 1980er Jahre, ausgelöst durch das Platzen der Blasenwirtschaft am Aktien- und Immobilienmarkt, eine ökonomische Lähmung.

Aus der Wirtschaftsgeschichte bekannte Krisen > Krisen des frühen 19. Jahrhunderts

1825

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britische Wirtschaftskrise nach einem groß angelegten Gründungs- und Aktienschwindel (von den projektierten 372 Millionen Pfund Sterling waren in Wirklichkeit nur 17,6 Millionen Pfund Sterling eingezahlt).

1815

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britische Wirtschaftskrise (ausgelöst durch Überschätzung des Konsumverhaltens auf dem Kontinent)

Wirtschaft

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Die Insolvenz der Leipziger Bank stürzt den Bundesstaat Sachsen in eine schwere Wirtschafts- und Regierungskrise. Nach dem Skandal wächst im Deutschen Reich das Misstrauen gegenüber den Geldinstituten. Die Bank stellt am 26. Juni den Konkursantrag.

Tagesgeschehen

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Tokio/Japan: Das japanische Bruttoinlandsprodukt sank im vierten Quartal 2008 um 12,7 Prozent. Damit leidet Japan unter der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.
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Guangzhou/China: Infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten, Japan und Teilen Europas kommt es zu Massenentlassungen von Wanderarbeitern in den Küstenregionen. Demonstrationen mit Gewaltausschreitungen ereignen sich insbesondere durch entlassene Wanderarbeiter in der Provinz Guangdong.

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