Yazılıkaya

Yazılıkaya (Audio-Datei / HörbeispielAussprache?/i; türkisch „beschriebener Fels“) ist ein ehemaliges hethitisches Heiligtum. Es liegt zwei Kilometer nordöstlich der damaligen Hauptstadt Hattuša in der türkischen Provinz Çorum beim heutigen Ort Boğazkale. Die vom Heiligtum nach oben offenen natürlichen Felskammern A und B haben eine Wandhöhe von zwei bis zwölf Metern. Dort sind auf Reliefs zwei Prozessionen von männlichen und weiblichen Mitgliedern des hethitischen Pantheons sowie des mutmaßlichen Errichters Großkönig Tudhalija IV. zu sehen. Vor den beiden Kammern lagen tempelartige Gebäude, von denen die Grundmauern erhalten sind. Die Stätte war in der Zeit des hethitischen Großreichs Schauplatz kultischer Handlungen, über deren Inhalt noch Unklarheit besteht.

Seit 1986 ist der Ort gemeinsam mit Hattuša in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingetragen, er gehört mit der weiteren Umgebung zum türkischen Nationalpark Boğazköy-Alacahöyük.

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Wissenschaft & Technik

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Die Erforschung der Hethiter beginnt mit der Entdeckung der Stadt Hattuša und des dazugehörigen Felsheiligtums Yazılıkaya durch den französischen Architekten Charles Texier beim türkischen Dorf Boğazköy (heute Boğazkale).

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