1000–1300

1297

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Vertrag von Alcañices. Friedensschluss zwischen Dionysius und Ferdinand IV. von Kastilien. Die Grenze zwischen beiden Ländern wird endgültig festgesetzt, sie entspricht im Wesentlichen der noch heute gültigen Grenze zwischen Portugal und Spanien.

1294

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Mit dem ersten Handelsvertrag mit England beginnt eine lange Reihe von Bündnissen zwischen den beiden Ländern.

1289

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Durch einen Kompromiss zwischen Dionysius und Papst Nikolaus IV. wird der seit Jahrhunderten schwelende Konflikt zwischen Königshaus und Kirche entschärft.

1276

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Mit Johannes XXI. besteigt der bis heute einzige Portugiese den Heiligen Stuhl.

1256

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Der König verlegt die Hauptstadt des Landes nach Lissabon.

1300–1500

1497

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Vasco da Gama findet den Seeweg nach Indien.

1496

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Auch Portugal vertreibt seine Juden, wer sich taufen lässt (sog. Neue Christen) darf allerdings bleiben.

1494

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Vertrag von Tordesillas. Die portugiesischen und spanischen Einflusssphären in Afrika und Amerika werden abgesteckt.

1492

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Christoph Kolumbus entdeckt im Auftrag der katholischen Könige Spaniens Amerika, nachdem er vom portugiesischen König Johann II. zuvor abgewiesen wurde.

1492

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Die katholischen Könige vertreiben die spanischen Juden, 60.000 fliehen nach Portugal.

1500–1800

1793

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Portugal beteiligt sich an der europäischen Koalition gegen Napoleon.

1792

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Königin Maria wird wegen Wahnsinns entmündigt, ihr Sohn Johann VI. regiert seitdem als Prinzregent das Land.

1777

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König Joseph I. stirbt, seine Nachfolgerin Maria I. entlässt Pombal.

1755

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Ein Erdbeben zerstört die Stadt Lissabon. Pombal organisiert den Wiederaufbau.

1717

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wird die Academia Portuguesa gegründet. Briten und Niederländer dringen in das portugiesische Kolonialreich in Asien und Afrika vor. Gleichzeitig gewinnt Brasilien für Portugal an Bedeutung, da das Land durch die Gold- und Diamantlieferungen aus der Kolonie seine negative Handelsbilanz mit Großbritannien ausgleichen kann.

Vor Christus

1200 v. Chr.

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: die Phönizier gründen Kolonien auf dem Gebiet des heutigen Portugals.

2000 v. Chr.

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: Beginn der Einwanderung der Iberer.

1800–1850

1846

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Aufstand von Maria da Fonte, Sturz von Costa Cabral.

1838

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Eine neue setembristische, extrem demokratische Verfassung tritt in Kraft.

1836

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Septemberrevolution: Terceira, der letzte cartistische Ministerpräsident wird gestürzt, die Setembristen kommen an die Macht.

1831

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Peter I. dankt als Kaiser von Brasilien ab, nimmt den Titel eines Herzogs von Braganza an und geht nach Europa, um den Kampf gegen seinen Bruder Michael aufzunehmen.

1828

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Michael entthront seine Nichte Maria und ruft sich selbst als Michael I. zum König aus. Er regiert als letzter König absolutistisch.

Europa

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Gründung des Nationalstaates Portugal: Alfons I. ernennt sich nach dem Sieg über die Mauren in der Schlacht von Ourique zum ersten König von Portugal und begründet so die Selbständigkeit Portugals von Kastilien-León.

1900

1949

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(April): Portugal tritt der NATO bei.

1932

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(5. Juli): António de Oliveira Salazar (1889–1970) wird Ministerpräsident. Er errichtet einen autoritär-korporativen Einparteienstaat nach faschistischem Vorbild, unterdrückt jegliche Opposition, schafft es aber, die Staatsfinanzen zu sanieren und die innere Ordnung wiederherzustellen.

1923

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Manuel Teixeira Gomes wird zum neuen Präsidenten gewählt.

1921

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(19. Oktober): Lissabonner Blutnacht: Bei einem Aufstand der Republikanischen Garden wird der Ministerpräsident und eine Reihe anderer Politiker getötet.

1916

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(9. März) Portugal tritt im Ersten Weltkrieg an der Seite der Entente im Kampf gegen die Mittelmächte an. Große Koalition (Regierung der geheiligten Einheit – governo da sagrada união) unter António José de Almeida.

1851–1900

1899

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Vertrag von Windsor, endgültige Beilegung des britisch-portugiesischen Kolonialstreits. Die jeweiligen Besitzungen werden anerkannt, Portugal verzichtet auf die Ausweitung seines Kolonialreiches und räumt den Briten Durchmarschrechte für ihre Truppen ein.

1893

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Mit der Ernennung von Ernesto Rodolfo Hintze Ribeiro von der Regenerationspartei endet die Zeit der überparteilichen Regierungen. Es kommt bis 1906 wieder zum alten System der Rotation, zwischen Hintze Ribeiro und José Luciano de Castro von der Progressiven Partei.

1891

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Republikanischer Aufstand in Porto, Ausrufung der Republik. Der Aufstand wird niedergeschlagen. Staatsbankrott.

1890

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Höhepunkt der britisch-portugiesischen Kolonialkrise um sich widersprechende Ansprüche der beiden Staaten im südlichen Afrika. Im Ergebnis kann Portugal seine kolonialen Besitzungen konsolidieren, muss aber auf eine Ausweitung verzichten. Durch diese offensichtliche Schwäche ist die Monarchie diskreditiert. Karl Marx spricht in Lissabon, es kommt zu gewalttätigen Übergriffen mit zehn Toten und über 40 Verletzten bei den Wahlen, die Republikaner erhalten drei Sitze. Der König ernennt bis 1893 überparteiliche Regierungen.

1889

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Tod König Ludwigs, sein Sohn Karl I. besteigt den Thron.

1900 > 1950

1968

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(26. September): Nach einem Schlaganfall Salazars übernimmt Marcelo Caetano (1906–1980) das Amt des Regierungschefs und setzt die autoritäre Politik seines Vorgängers fort.

1961

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(18. Dezember): Portugal verliert seine Besitzungen in Indien (Goa, Damão und Diu).

1951

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(11. Juni): Die Kolonien werden offiziell zu Überseeprovinzen Portugals erklärt.

Gemälde

2006

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Palace Servant, Öl auf Leinwand (Ling Jian)

2000 > 2010

2011

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Bei der Präsidentschaftswahl wird Aníbal Cavaco Silva bestätigt. In der vorgezogenen Parlamentswahl geht das PSD als Gewinner hervor. Neuer Premierminister wird Pedro Passos Coelho.

1900 > 1970

1979

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(1. August) wird Maria de Lourdes Pintasilgo (1930–2004) erste und bisher einzige weibliche Regierungschefin Portugals. Mangels Mehrheit im Parlament war keine dieser Regierungen von langer Dauer, die Parteien einigten sich schließlich auf vorgezogene Neuwahlen, die gegen Ende durchgeführt wurden und zu einem Sieg der Konservativen führt.

1978

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Nachdem zunächst die Minderheitsregierung Soares gescheitert ist (5. Dezember 1977), bricht auch eine daraufhin von Soares geschmiedete Koalition mit der CDS auseinander. Präsident Eanes entlässt daraufhin Soares als Ministerpräsidenten und ernennt überparteiliche Regierungen, zunächst unter Alfredo Nobre da Costa (1923–1996) (ab 28. August), dann unter Carlos Mota Pinto (1936–1985) (ab 22. November), schließlich

1973

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(24. September): Die westafrikanische Kolonie Guinea-Bissau erklärt einseitig ihre Unabhängigkeit, die von Portugal jedoch erst am 10. September 1974 offiziell anerkannt wird.

1900 > 1980

1987

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Nachdem die Minderheitsregierung Cavaco Silva gescheitert ist, kommt es zu vorgezogenen Neuwahlen (19. Juli), bei diesen gelingt es Silva, zum ersten Mal überhaupt seit Beginn der Dritten Republik, eine absolute Mehrheit der Parlamentsmandate für seine Sozialdemokraten zu erringen.

1986

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(1. Januar): Portugal wird Mitglied der Europäischen Gemeinschaft (EG). Bei den Präsidentschaftswahlen kann General Eanes lt. Verfassung nicht mehr kandidieren (Beschränkung auf zwei Amtszeiten), in der zweiten Runde werden die Wahlen von Mário Soares gewonnen, der am 9. März Nachfolger von Ramalho Eanes im Amt des Staatspräsidenten wird, als erster Zivilist in diesem Amt seit 60 Jahren.

1985

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Die Koalition mit den Sozialisten führt innerhalb der konservativen Sozialdemokraten zur Zerreißprobe. Aníbal Cavaco Silva (* 1939) gelingt es Pinto Balsemão als Parteichef zu stürzen, er beendet daraufhin die Koalition mit den Sozialisten, was zum Rücktritt von Ministerpräsident Soares und zu vorgezogenen Neuwahlen (6. Oktober) führt. Diese werden von den Konservativen gewonnen, die zwar stärkste Partei wurden, aber ebenfalls keine Mehrheit erlangte; Cavaco Silva wird daraufhin (am 6. November) neuer Ministerpräsident als Führer einer Minderheitsregierung. Oberst Otelo, einer der führenden Persönlichkeiten der Nelkenrevolution und gegen Eanes gescheiterter Präsidentschaftskandidat der Linken, wird in einem umstrittenen Prozess wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt; er verbüßt fünf Jahre Gefängnisstrafe, bis er schließlich 1996 amnestiert wird.

1983

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Nachdem die konservative Koalition zerfallen ist und Pinto Balsemão seine parlamentarische Mehrheit verloren hat, tritt er als Ministerpräsident zurück. Es kommt zu Neuwahlen (25. April). Diese werden von den Sozialisten gewonnen, die zwar stärkste Partei werden, die Mehrheit jedoch erneut verfehlen. Nach schwierigen Verhandlungen gelingt es Mário Soares mit den Konservativen eine Koalition zu vereinbaren, so er wird am 9. Juni zum zweiten Mal Ministerpräsident.

1982

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(12. August): Eine Verfassungsreform führt zur Aufhebung einer Reihe von Relikten aus der Zeit der Nelkenrevolution in der Verfassung, unter anderem auch des 1974 gegründeten Revolutionsrates.

1900 > 1990

1999

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(20. Dezember): Portugal tritt seine Kolonie Macau an China ab.

1996

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(9. März): Der Sozialist Jorge Sampaio (* 1939) wird neuer Staatspräsident, sein Gegenkandidat war der vormalige Ministerpräsident Cavaco Silva.

1995

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Eine wirtschaftliche Rezession führt zu steigender Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der konservativen Regierung. Bei den abgehaltenen regulären Parlamentswahlen verlieren die konservativen Sozialdemokraten ihre Mehrheit (Ministerpräsident Cavaco Silva war nicht mehr angetreten) mit António Guterres (* 1949) wird am 28. Oktober wieder ein Sozialist Regierungschef.

1991

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Reguläre Präsidentschafts- (13. Januar) und Parlamentswahlen (6. Oktober), die von den beiden Amtsinhabern, Präsident Soares und Ministerpräsident Cavaco Silva, souverän gewonnen werden. Letzterer kann seine absolute Mehrheit noch ausbauen.

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