Zenon (Kaiser)

Zenon, griechisch Ζήνων, lateinischFlavius Zeno, († 9. April 491), war vom 29. Januar 474 bis zu seinem Tod (ost-)römischer Kaiser. Als Alleinherrscher regierte er ab (17.?) November 474, unterbrochen von einem 20-monatigen Exil Januar 475 bis August 476.

Volksaufstände und religiöse Flügelkämpfe prägten seine Regierungszeit, doch unter großen Schwierigkeiten gelang ihm eine Stabilisierung des römischen Ostens. Außenpolitisch war er recht erfolgreich und konnte Frieden mit den Sassaniden halten. In seine Regierungszeit fiel die Abschaffung des weströmischen Kaisertums (476 bzw. 480), womit Zenon de iure zum alleinigen Kaiser im Imperium Romanum wurde.

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Antike

478 n. Chr.

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Oströmisches Reich: Oströmisches Reich: Ein erneuter Umsturzversuch der Verina gegen ihren Bruder, Kaiser Zenon bzw. gegen dessen Heermeister Illus unter Beteiligung von Verinas Schwiegersohn Marcianus schlägt wie der erste Versuch im Jahr 475 fehl.

476 n. Chr.

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Oströmisches Reich: Anfang August: Der oströmische Kaiser Zenon vertreibt den Usurpator Basiliskos, vor dem er im Vorjahr geflohen ist, und nimmt kampflos Konstantinopel ein, nachdem auch Armatus, Neffe des Basiliskos, und General Illus die Seiten gewechselt haben. Armatus' Sohn wird unter dem Namen Leo zum caesar erhoben.
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Oströmisches Reich: Verina, Schwiegermutter des oströmischen Kaisers Zenon und ihr Bruder Basiliskos verschwören sich gegen den Kaiser. Zenon flieht wegen der geplanten Palastrevolte aus Konstantinopel.

Ereignisse

482 n. Chr.

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Der oströmische Kaiser Zenon erlässt das Henotikon, ein Edikt, das die Streitigkeiten zwischen Orthodoxen und Monophysiten beilegen soll. Wenig später wird es allerdings Anlass für das akakianische Schisma.
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Nach dem Tod Leos I. wird der sechsjährige Leo II. neuer oströmischer Kaiser unter der Vormundschaft Zenons.

Kunst & Kultur

484 n. Chr.

Kultur:
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um 484: Blossius Aemilius Dracontius dichtet in Karthago ein Lobgedicht auf einen nichtvandalischen Herrscher, wahrscheinlich den oströmischen Kaiser Zenon. Er wird dafür von Gunthamund ins Gefängnis geworfen und kommt vermutlich erst nach dem Tod des Vandalenherrschers unter seinem Nachfolger wieder frei.

Europa

488 n. Chr.

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Der oströmische Kaiser Zenon beauftragt den König der Ostgoten, Theoderich den Großen, mit einem Feldzug gegen Odoaker, den er anfänglich als seinen Stellvertreter in Italien anerkannt hat.

Religion

489 n. Chr.

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Der oströmische Kaiser Zenon schließt die nestorianische Akademie von Edessa. Es erfolgt eine Neugründung in Nisibis.

Politik & Weltgeschehen

492 n. Chr.

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Longinus, Bruder des verstorbenen oströmischen Kaisers Zenon rebelliert gegen Kaiser Anastasios I.

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