Zirkumzision

Zirkumzision (von lat.circumcisio „Beschneidung“), auch männliche Beschneidung, ist die teilweise oder vollständige Entfernung der männlichen Vorhaut. Sie gehört zu den weltweit am häufigsten durchgeführten körperlichen Eingriffen und wird meist aus religiösen und kulturellen Beweggründen durchgeführt, selten mit medizinischer Indikation.

Gegenwärtig sind schätzungsweise zwischen 25 und 33 % der männlichen Weltbevölkerung beschnitten. Die Beschneidung von gesunden Kindern am achten Lebenstag gilt im Judentum als Gebot Gottes. Der Koran erwähnt sie nicht ausdrücklich. Dennoch ist sie in islamisch geprägten Ländern als Sunna weit verbreitet und wird im Kindes- oder Jugendalter durchgeführt. In einigen Gesellschaften ist die Beschneidung ein Initiationsritual; dieses Ritual symbolisiert die Aufnahme des Jugendlichen in die Gemeinschaft der erwachsenen Männer.

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South Australia

1931

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Die Kaurna haben ihren angestammten Siedlungsbereich und um die Adelaide Plains. Die Kaurna lebten in unabhängigen Familienverbänden in definierten Territorien, die Pangkarra hießen. Die Kuarna waren die südlichste Gemeinschaft, die Beschneidungen in Rahmen einer Initiation durchführten. Die letzte Muttersprachlerin, Ivaritji, starb (Stämme der Aborigines)

Geboren & Gestorben

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Gestorben: David Reimer stirbt in Winnipeg als Bruce Reimer. David Reimer war ein kanadischer Staatsbürger, der als Junge , jedoch als Mädchen aufgezogen wurde, nachdem sein Penis in früher Kindheit bei einer missglückten Beschneidung zerstört worden war. Er ging als der John/Joan-Fall in die Wissenschaftsgeschichte ein.
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Geboren: David Reimer wird in Winnipeg als Bruce Reimer geboren. David Reimer war ein kanadischer Staatsbürger, der als Junge geboren, jedoch als Mädchen aufgezogen wurde, nachdem sein Penis in früher Kindheit bei einer missglückten Beschneidung zerstört worden war. Er ging als der John/Joan-Fall in die Wissenschaftsgeschichte ein.

Kunst & Kultur

1654

Darstellung in der Kunst:
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Rembrandt van Rijn (1606–1669): "Die Beschneidung Christi" (oder "Die Beschneidung im Stall"). Radierung

Tagesgeschehen

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Toronto (Kanada): Nach einer auf der Weltaidskonferenz in Toronto präsentierten Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation WHO in Südafrika kann eine Beschneidung das Risiko einer HIV-Infektion um 60 Prozent senken. „Aber selbst wenn zur Beschneidung gute neue Daten kommen, ist es wichtig zu sagen, dass das kein kompletter Schutz ist“, gibt Kevin De Cock, Direktor der WHO-Abteilung für HIV/Aids, zu bedenken. Eine Beschneidung müsse auch immer von zusätzlichem Schutz, z. B. von Kondomen, begleitet werden.

Bekannte Verfahren und Urteile

2012

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Zirkumzision rechtswidrig (Landgericht Köln)

"Zirkumzision" in den Nachrichten