Zisterzienser

Zisterzienser nennen sich die Mönche und Nonnen, die in der Tradition der Gründer des Klosters Cîteaux ein Leben des Gebets, der Lesung und der Arbeit führen wollen. Der Zisterzienserorden entstand durch Reformen aus der Tradition des Ordens der Benediktiner. Die verschiedenen Zweige der Zisterzienser, die sich dem geistlichen Erbe des Mutterklosters Cîteaux verpflichtet wissen, bilden die Familia Cisterciensis. Dazu zählt neben dem Zisterzienserorden (lat. Ordo Cisterciensis, Ordenskürzel: OCist, früher SOCist), einem monastischen Orden in der römisch-katholischen Kirche, auch der Zisterzienserorden der strengeren Observanz (Trappisten, Ordenskürzel OCSO) und die männlichen und weiblichen Gemeinschaften der Zisterzienseroblaten, die einem der genannten Orden unterstellt sind.



Geschichte




Mutterkloster und Namensgeber der Zisterzienser ist das 1098 von dem Benediktiner Robert von Molesme († 1111) und zwanzig weiteren Mönchen der Abtei Molesme gegründete Kloster Cîteaux (lat. Cistercium, dt. Zisterze). Abweichend werden Zisterzienser aber auch nach dem hl. Bernhard von Clairvaux Bernhardiner bzw. Bernhardinerinnen genannt.

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Wissenschaft & Technik

1210

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um 1210: Bei den Zisterziensern entstehen die ersten Bockwindmühlen, die sich rasch in ganz Europa ausbreiten

Geboren & Gestorben

Geboren:
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Gertrud von Helfta, Zisterzienserin im Kloster Helfta bei Eisleben (+ 1302)

1250

Gestorben:
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Arnulf von Löwen, belgischer Zisterziensermönch, Abt und Textdichter (* um 1200)

1240

Gestorben:
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nach 1240: Caesarius von Heisterbach, deutscher Zisterzienser und Chronist (* um 1180)

1202

Gestorben:
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Alanus ab Insulis, Zisterzienser und Autor (* um 1120)

Bischof von Breslau

1258

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Zisterzienser in Rauden (Thomas I. (Breslau))

Bemerkenswertes

Exponierte Ereignisse:
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Mit dem Kloster Balamand in der Grafschaft Tripolis errichten die Zisterzienser ihre erste Abtei außerhalb Europas.

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

1156

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Von der Sondergemeinde zur Vorstadt > Höfe der Klöster, Orden und Stifte: Einen Hof hatten auch die Zisterziensermönche der Abtei Altenberg (curia ecclesie de veteri-monte) auf dem Niederich, gemeinhin „der Aldeberg“ genannt. Sie erhielten im Jahr 1268 das Recht, eine erste Fährverbindung von Mülheim zur kurkölnischen Uferseite zu betreiben. Neben den durch dieses Privileg aus dem Fährbetrieb (aus dem später die Mülheimer Schiffbrücke wurde) erzielten sie ihre Haupteinkünfte durch die Landwirtschaft. So konnten die Ordensbrüder nun auch ihren dortigen, in der Johannisstraße gelegenen Hof, besser erreichen. Etwa um 1700 gaben sie ihre Rechte am Mülheimer Fährbetrieb an das Haus Berg zurück. Aus diesem von der Abtei in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Köln errichteten Hof wurde eine leistungsfähige städtische Handelsniederlassung, die in der Wirtschaft des Klosters eine bedeutende Rolle spielte. Von dort aus wurde ein beträchtlicher Teil ihrer Erträge, die sie im näheren Kölner Umland und im Jülicher Raum erwirtschafteten auf dem Kölner Markt abgesetzt. Ab dem 14. Jahrhundert konzentrierten sich die Altenberger Äbte mit ihrem Handel aufgrund erhaltener Zollprivilegien, völlig auf die Kölner Absatzmöglichkeiten, und vernachlässigten ihre bisher auch mit Flandern gepflegten Handelsbeziehungen. Der Stadthof an der Johannisstraße diente den Äbten im späten Mittelalter als Nebenresidenz. (Niederich (Köln))

Kunst & Kultur

1269

Wirtschaft & Kultur:
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Der Begriff ‚Uhrmacher‘ taucht urkundlich erstmals in einer Bierrechnung des Zisterzienserklosters Beaulieu auf.

1136

Religion & Kultur:
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Bernhard von Clairvaux lässt die Grundsteine für das erste rechtsrheinische Zisterzienserkloster legen, aus dem später Kloster Eberbach hervorgeht.

1132

Religion & Kultur:
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9. März: Mit der Bildung einer neuen Klostergemeinschaft durch eingetroffene Zisterziensermönche beginnt das Gedeihen der Trappistenabtei Orval.

Generalprokuratoren der Zisterzienser

1892

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Bernardo Dell'Uomo (S. Bernardo)

1871

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Girolamo Bottino, 1860

1860

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Venceslao Marchini, 1856

1850

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Tommaso Mossi, 1847

1847

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Alberico Amatori, 1845

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1957

Veröffentlichungen:
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Hanno Hahn: Die frühe Kirchenbaukunst der Zisterzienser – Untersuchungen zur Baugeschichte von Kloster Eberbach im Rheingau und ihren europäischen Analogien im 12. Jahrhundert. Verlag Gebr. Mann, Berlin

1869

Werk:
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Die Kirchen des Cistercienserordens in Deutschland. Leipzig (Robert Dohme)

Religion

1542

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Säkularisierung des ZisterzienserKlosters Lehnin in der Mark Brandenburg, rund 25 Kilometer südwestlich von Potsdam

1344

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Die Klosterkirche der Zisterzienser in Chorin wird fertiggestellt (im Bau seit 1277).

1335

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Das ZisterzienserklosterGeorgenthal verfügt über 10.946 ha oder rund 109 km² zusammenhängendem Gebietes ohne alle anderen umfangreichen Erwerbungen, was immerhin fast ein Dreizehntel der Fläche des späteren Herzogtums Gotha ausmacht.

1300

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(um) In ganz Europa gibt es etwa 700 Männer- und vielleicht noch mehr Frauenklöster der Zisterzienser.
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Gertrud von Helfta, Zisterzienserin, erfährt ein „mystisches“ Schlüsselerlebnis, das sie später (s. 1289) aufzeichnet. Seitdem berichtet sie ihre Visionen, Erscheinungen, Auditionen, Meditationen und Gebete ihren Mitschwestern, die sie aufzeichnen bzw. die Gertrud selbst niederschreibt.

Ausgewählte Carillons > Österreich

1982

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Carillon im Zisterzienser-Stift Heiligenkreuz (Niederösterreich), 43 Glocken

Bekannte Zisterzienser

2005

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Klaus Berger (* 1940), evangelischer Neutestamentler in Heidelberg 1974-2006, als Familiar seit

1342

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Benedikt XII. (1285–), Papst von 1334 bis

1185

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Lucius III. (??? ), Papst von 1181 bis

1153

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Eugen III. (??? 8. Juli ), Papst von 1145 bis

Musik

2008

Diskografie > Solo:
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– „Ex Oriente Lux – Licht im Aufgang“ (Orgel, Cembalo, Virginal, Goll-Orgel der ehemaligen Zisterzienser-Abteikirche Otterberg). organum classics (SACD) (Christian Brembeck)

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