Geboren & Gestorben

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Gestorben: Pol Pot stirbt in Anlong Veng. Pol Pot war ein kambodschanischer kommunistischer Politiker, Machthaber Kambodschas (1975–1979) und bis 1997 „Bruder Nr. 1“ der Roten Khmer. Unter seiner auch als Steinzeitkommunismus bezeichneten Herrschaft kam es zu einem Autogenozid, bei dem mehr als 1,6 Millionen Kambodschaner durch Hinrichtung, Zwangsarbeit, Hunger und mangelhafte medizinische Versorgung starben. Nach dem vietnamesischen Einmarsch in Kambodscha floh Pol Pot, dessen Kampfname vor allem der Geheimhaltung seiner wahren Identität diente, aus der Hauptstadt in das Umland, wo er phasenweise von Thailand aus einen Guerillakrieg fortführte.
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Gestorben: Pasquale Rotondi stirbt in Rom. Pasquale Rotondi war ein italienischer Kunsthistoriker und Restaurator, der im Zweiten Weltkrieg rund 10.000 Gemälde und andere italienische Kunstschätze vor Zerstörung und Diebstahl rettete. In Anlehnung an die Rettung tausender jüdischer Zwangsarbeiter durch den deutschen Industriellen Oskar Schindler gilt Pasquale Rotondi aus diesen Grund in der italienischen Kunstgeschichte als „Schindler der italienischen Kunstwerke“ (italienisch Schindler delle opere d’arte italiane) und als „Retter des Schönen“ (italienisch Salvatore del bello). Eine entsprechende rund einstündige Dokumentation des italienischen Fernsehens RAI trägt in Analogie zu Steven Spielbergs Spielfilm „Schindlers Liste“ den Titel „Pasquale Rotondis Liste“ (italienisch La lista di Pasquale Rotondi).
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Gestorben: Heinrich Mückter stirbt in Aachen. Heinrich Mückter war ein deutscher Mediziner, Pharmakologe und Chemiker. Von der polnischen Justiz wurden ihm medizinische Experimente an KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern während der Zeit des Nationalsozialismus vorgeworfen. Einer Verhaftung entzog er sich durch Flucht in die westlichen Besatzungszonen. Öffentlich bekannt wurde er in seiner Funktion als wissenschaftlicher Direktor bei dem Stolberger Pharmaunternehmen Grünenthal, wo unter seiner Leitung das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan entwickelt wurde.
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Gestorben: Hildegardis Wulff stirbt in Freiburg im Breisgau. Hildegardis Wulff war Mitbegründerin des Frauenordens der Benediktinerinnen OSB von der heiligen Lioba in Freiburg im Breisgau Günterstal und Gründerin und Priorin des Klosters der Benediktinerinnen von der heiligen Lioba in der Strada Coroana de Oțel im III. Bezirk Elisabetin, in Timișoara. Nach der Machtübernahme der Kommunisten in Rumänien wurde sie am 18. August 1950 verhaftet und wegen Landesverrat, Spionage für den Vatikan und für die Vereinigten Staaten von Amerika am 19. Februar 1952 vom Militärgericht Bukarest zu insgesamt 25 Jahren Gefängnis und Zwangsarbeit verurteilt.
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Geboren: Kurt Scholz wird in Ernstbrunn, Niederösterreich geboren. Kurt Scholz ist Vorsitzender des Zukunftsfonds der Republik Österreich. Er war Sonderbeauftragter der Stadt Wien für Restitutions- und Zwangsarbeiterfragen und amtsführender Stadtschulratspräsident. Er ist Kolumnist der Wiener Tageszeitung Die Presse.

Geschichte

1939

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47 Kriegsgefangene aus Polen und Frankreich mussten in örtlichen Unternehmen Zwangsarbeit verrichten: auf dem Rittergut Weidlich, auf der Domäne und bei den Unstrutwerken. (Artern/Unstrut)

Arbeit, Werdegang, Werke & Leben

1945

Zwangsarbeit während des Ersten und Zweiten Weltkrieges > Deutschland > Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg:
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Online-Archiv: Zwangsarbeit 1939

1945

Veröffentlichungen > Denkblätter:
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Zwangsarbeit in Stuttgart 1939 – (Stiftung Geißstraße Sieben)

Geschichte > 20. Jahrhundert und jüngste Vergangenheit

1944

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wurde am Güterbahnhof ein KZ-Außenlager des KZ Sachsenhausen für Juden und Polen errichtet, die in der Rüstungs- und kriegswichtigen Produktion Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen verrichten mussten. Der Tod von vier Frauen und einem Säugling ist dokumentarisch belegt. Das Lager wurde im April 1945 von der Roten Armee befreit. Im Jagdschloss wurde die sowjetische Kommandantur eingerichtet. Einschließlich der Flüchtlinge zählte die Stadt 9000 Einwohner. (Königs Wusterhausen)

1944

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wurde am Güterbahnhof ein KZ-Außenlager des KZ Sachsenhausen für Juden und Polen errichtet, die in der Rüstungs- und kriegswichtigen Produktion Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen Arbeit verrichten mussten. Der Tod von vier Frauen und einem Säugling ist dokumentarisch belegt. Das Lager wurde im April 1945 von der Roten Armee befreit. Im Jagdschloss wurde die Kommandantur errichtet. Mit Flüchtlingen zählte die Stadt 9000 Einwohner. (Königs Wusterhausen)

Politik & Weltgeschehen

1945

Historie Deutschland > Zweiter Weltkrieg:
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Ostarbeiterinnen in Osnabrück, vor der Ermordung gerettet, 7. April

1942

Historie Deutschland > Zweiter Weltkrieg:
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Merkblatt für Ostarbeiter aus der Sowjetunion

1941

Historie Deutschland > Zweiter Weltkrieg:
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Willkürliche Verhaftung zur Zwangsarbeit, Warschau

Erfolge, Titel, Orden & Ehrungen

2005

Ehrung:
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erhielt er postum den Titel Gerechter unter den Völkern der Gedenkstätte Yad Vashem wegen seiner Mitgliedschaft in der Widerstandsgruppe „Europäische Union“. Die Union hatte Juden versteckt, um sie vor der Deportation zu bewahren, von 1942 an unterstützte sie auch ausländische Zwangsarbeiter. (Robert Havemann)

Rundfunk, Film & Fernsehen

2014

Rundfunkbeiträge:
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Isabell Fannrich-Lautenschläger: DDR-ZWANGSARBEITER – Ausbeutung nach Plan, Deutschlandfunk „Hintergrund“ vom 15. Juni

Tagesgeschehen

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Beirut/Libanon: Einer der beiden Libanesen, der im vergangenen Jahr im Kölner Hauptbahnhof eine Kofferbombe in einem Regionalzug deponierte, steht wegen dieser von ihm gestandenen Tat (vgl. Versuchte Bombenanschläge vom 31. Juli 2006) in seinem Heimatland vor Gericht. Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Libanon existiert kein bilaterales Rechtshilfeabkommen, sodass er nicht nach Deutschland ausgeliefert werden konnte. Aufgrund des Geständnisses und der Tatsache, dass die Taliban sich im Libanon zu organisieren suchen, rechnen Beobachter mit einem harten Urteil von 25 Jahren Gefängnis mit Zwangsarbeit für Dschihad Hamad im Höchstfall.
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Stuttgart: Am Stuttgarter Flughafen haben Bauarbeiter menschliche Skelette in einem Massengrab gefunden. Es könnte sich dabei um rund 30 verhungerte jüdische NS-Zwangsarbeiter handeln, wie die Staatsanwaltschaft erklärte. Laut „Stuttgarter Nachrichten“ hatten die Nationalsozialisten in Leinfelden-Echterdingen eine Konzentrationslager-Außenstelle des KZs Natzweiler-Struthof des Elsass eingerichtet.

"Zwangsarbeit" in den Nachrichten