Zweites Kaiserreich

Der Ausdruck Zweites Kaiserreich (französischSecond Empire) steht für die Periode von 1852 bis 1870 in der Geschichte Frankreichs. Der offizielle Staatsname war Französisches Kaiserreich (französischEmpire français). In dieser Zeit war Napoleon III. der Kaiser der Franzosen. In den ersten Jahren bis etwa 1860 regierte Napoleon autoritär. Auch als Folge der wachsenden Opposition sah er sich zu schrittweisen Reformen veranlasst, die 1870 in ein parlamentarisches Regierungssystem mündeten. Außenpolitisch gelang es zunächst, das internationale Ansehen Frankreichs zu stärken, ehe in den 1860er Jahren die Erfolge weitgehend ausblieben. In wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht spielte die industrielle Entwicklung und damit neue Bevölkerungsgruppen wie die Industriellen oder die Arbeiter eine wichtige Rolle. Frankreich stieg zu einer der stärksten Wirtschaftsmächte auf. Der Glanz des Empire spiegelte sich unter anderem im Umbau von Paris zu einer modernen Metropole wider. Das Ende kam mit dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Nach der Gefangennahme des Kaisers nach der Schlacht bei Sedan wurde in Paris die Dritte Republik ausgerufen.

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Krimkrieg

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Die russische Schwarzmeerflotte unter Vizeadmiral Pawel Stepanowitsch Nachimow vernichtet die osmanische Flotte im Hafen von Sinope (siehe Seeschlacht bei Sinope). Die Großmächte Großbritannien und Frankreich entschließen sich nach dieser Nachricht, dem Osmanischen Reich beizustehen. Ihr Kriegseintritt in den Krimkrieg zeichnet sich ab.

Ereignisse > Politik und Weltgeschehen

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Der Dritte Pariser Frieden beendet den Krimkrieg zwischen Russland einerseits und dem Osmanischen Reich, Frankreich, Großbritannien und Königreich Sardinien-Piemont andererseits. Unter anderem wird das Schwarze Meer für neutral erklärt. (30. März)
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Großbritannien und Frankreich erklären Russland unter Zar Nikolaus I. den Krieg, nachdem sie bereits am 12. März einen Kriegshilfevertrag mit dem Osmanischen Reich im Krimkrieg geschlossen haben. (28. März)
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Nachdem der russische Zar Nikolaus I. einen westlichen Friedensvorschlag zurückgewiesen hatte, verbünden sich Großbritannien und Frankreich mit dem Osmanischen Reich, das sich mit Russland im Krieg befindet. Der Konflikt wächst sich zum Krimkrieg aus. (12. März)

1854

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Im Krimkrieg schließen Großbritannien, Frankreich und Österreich das Wiener Dezemberbündnis gegen Russland. (2. Dezember)
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Ein Dekret Napoléons III. hebt in Frankreich die Strafarbeit in Bagnos auf. Verurteilte Strafgefangene werden stattdessen zur Arbeit in Strafkolonien deportiert. (27. März)

Sardinischer Krieg

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Frankreich und Österreich schließen den Vorfrieden von Villafranca.
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Mit dem Einmarsch österreichischer Truppen beginnt der Sardinische Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Sardinien-Piemont und dessen Verbündeten Frankreich um die italienischen Besitzungen der Habsburger.

Deutsch-Französischer Krieg & Deutsche Reichseinigung

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Mit der Kriegserklärung Frankreichs an Preußen beginnt der Deutsch-Französische Krieg.

Deutsch-Französischer Krieg

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Der Vorfrieden von Versailles wird zwischen Otto von Bismarck für das Deutsche Reich und Adolphe Thiers für Frankreich geschlossen. Der Deutsch-Französische Krieg wird endgültig einige Wochen später im Friede von Frankfurt beendet.

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